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New Super Mario Bros. 2: Review

  Nintendo 3DS 

So sehr sich Anhänger klassischer 2D-Plattformer über New Super Mario Bros. 2 freuen können, letztlich beweist das 3DS-exklusive Sequel des Klempner-Reboots vom Nintendo DS, dass es langsam Zeit für frischen Wind im Königreich wird. Denn die Entwickler reduzierten das bewährte und zu Recht beliebte Jump & Run-Konzept der Reihe auf Goldmünzen-Sammelwahn. Und das ist schon ernüchternd.


Nichts Neues

Hilfe! Prinzessin Peach wurde von Bowsers Lakaien entführt! Wie ärgerlich, denn Mario und Bruderherz Luigi waren eigentlich damit beschäftigt, im Pilzkönigreich fleissig Goldmünzen zu sammeln. Wozu? Unklar. Egal, denn wie leider Gottes gewohnt, ist die Handlung in New Super Mario Bros. 2 (kurz NSMB 2) nur Mittel zum Zweck, um die Klempner durch die farbenfrohen Welten zu scheuchen. In über 80 Abschnitten, die sich auf sechs Haupt- und zwei Bonuswelten verteilen, rennt man durch die Gebiete, bezwingt in jedem Turm eines Schauplatzes einen kleineren Bösewicht und in jeder Festung einen grösseren. Die Fortsetzung erinnert bezogen auf Stil, Weltenstruktur und Facettenreichtum frappierend an den direkten Vorgänger, wirklich viel Neues kann man nicht entdecken. Auch die Gegner sind allseits bekannt - Geister, Koopas, Hammer-Brüder, Kettenhunde, Piranha-Pflanzen und so weiter und so fort. Alle sind schon einmal dagewesen, echte Überraschungen hielt Nintendo nicht für nötig.

Genau das ist das Hauptproblem von NSMB 2: Zu sehr verlassen sich die Programmierer auf die Stärken der früheren 2D-Episoden, inhaltlich ist das Spiel vor einigen Jahren stehen geblieben - vermutlich bei der Wii-Fassung des ersten Teils. Ein Sprung wie damals von Super Mario Bros. zu Super Mario Bros. 3 wäre nötig gewesen. Schlimmer noch: Gerade im Vergleich zum direkten Vorgänger wirkt das Leveldesign deutlich schwächer. Sicherlich haben hier keine Praktikanten an einem Editor die Abschnitte gebastelt, aber es fehlt der Funke Genialität, den man von einem Mario-Spiel einfach erwartet. Viel zu häufig hat man das Gefühl, als wurden willkürlich Gegner und Hindernisse platziert - das schmälert fraglos den Spielspass. Freilich bleibt die Gestaltung der Gebiete noch immer auf einem hohen Niveau, echte Mario-Kenner werden allerdings enttäuscht sein.

Was soll das?

Seltsam ist es, dass sich jetzt alles nur noch um die Goldmünzen dreht. Sogar auf der Verpackung steht: "Lass nicht locker, bevor du die Million nicht geknackt hast." Überall verstecken sich die Kostbarkeiten, ein neuer Bonusgegenstand verwandelt Mario sogar in einen Gold-Klempner, der quasi alles in bare Münze verwandelt. Hin und wieder läuft Mario mit einem Goldblock auf dem Kopf umher und hinterlässt eine Goldspur. Weil er es kann. Vermutlich. Es mutet arg plump an, ständig und pausenlos Münzen zu ergattern - das sind pro Level gut und gerne 200 und mehr. Dies hat übrigens eine fatale Konsequenz: Der Schwierigkeitsgrad wird quasi komplett zerstört. Es besteht keine Notwendigkeit mehr, dringend auf die Anzahl der Leben zu schauen - bei 100 Münzen gibt es schliesslich ein neues. Unerfahrene Spieler kommen ohne Schwierigkeiten in die dritte Welt und dürften dann locker 30 Leben und mehr besitzen. Und sollte es wider Erwarten einmal knapp werden: eine Reise zurück zum Anfang ist jederzeit möglich. Davon ab: Verliert man an einem Ort mehrere Leben, bekommt man Bonusgegenstände geschenkt. Nintendo nennt dies "anfängerfreundlich".

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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 28 Aug 2012 @ 09:36
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