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PES 2011 3D: Review

  Nintendo 3DS 

Während Konamis Vorzeigeserie Pro Evolution Soccer (kurz PES) auf Sonys und Microsofts aktuellen Flaggschiffen von Jahr zu Jahr eine Klatsche nach der anderen einstecken muss, blüht das virtuelle Gebolze auf Nintendos Plattformen so richtig auf. Es wird generell viel erzählt, dass Fussball nichts anderes als "Rasenschach" sei. Doch das Gefühl, wirklich eine ganze Mannschaft zu steuern, hat man nur auf Wii - dank einer intuitiven Pointer-Steuerung. Auf dem Nintendo 3DS schickt sich PES 2011 3D an, es der Wii-Version gleichzutun und qualitativ zu überzeugen. Weltmeisterlich oder doch nur Kreisklasse? GBase hat sich das Spiel mal genauer angeschaut.

Kick off!

Ein Manko von vornherein: PES 2011 3D verfügt wie alle seine Vorgänger nicht über eine FIFA-Lizenz. Soll heissen: Anstatt Dutzende von Ligen vorgesetzt zu bekommen, gibt es mittels FIFPro-Lizenzierung eine Auswahl an aktuellen Clubs und Ligen. Aus der deutschen Bundesliga sind nur der SV Werder Bremen und Bayern München vertreten;, Schweizer Zocker freuen sich immerhin über Basel und Zürich.

Hat man sich damit abgefunden, erhält man mit PES 2011 3D einen recht runden, keineswegs aber perfekten Kick. Was zunächst verzaubert, sind die Grafiken. Die Spieler sehen ihren Vorbildern erstaunlich ähnlich, auch Details wie einzelne Finger sind modelliert - lediglich die Stadien fallen in Sachen Details etwas ab. Die leere Ersatzbank ist bezeichnend, ein fehlender Schiedsrichter plus Assistenten selbst in FIFA keine Selbstverständlichkeit mehr. Im laufenden Spiel wissen die Lauf- und Schussanimationen zu gefallen, auch der Torjubel ist klasse inszeniert. Zudem: Wer einmal einen Stadioneinlauf in 3D erlebt hat, wird die Einmärsche auf den grossen Plattformen - pardon für das Wortspiel - platt finden. Doch bietet PES auch spielerische Tiefe?

Zwischen Kreisklasse und Champions League

Spielerisch überzeugt PES - zunächst - auf ganzer Linie. War es in der Quasi-Vorgängerserie International Superstar Soccer möglich, auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad Handball-Ergebnisse binnen weniger Minuten einzufahren, riegelt der Gegner in PES auch auf Novizenniveau nach allen Regeln der Kunst den Strafraum ab. Es ist schwer, das erste Tor zu erzielen - Spiele werden mit niederschmetternden Ergebnissen beendet, bis ihr eure Schwachstellen ausreichend ausgemerzt habt. Das Zusammenspiel aus Abwehr und Mittelfeld muss stimmen, damit der Stürmer auch nur annähernd an den Strafraum herankommt. Das Glücksgefühl, das erste Tor geschossen zu haben, ist dann auch unbeschreiblich.

Jedoch - und hier beginnen die Probleme für PES: Wer genauestens untersucht, weshalb er oft den Ball verliert, kommt zum Schluss, dass die KI gerne aussetzt. Beispiel: der tödliche Pass. Macht nur Sinn, wenn ihr ihn in den Lauf eines Spielers spielen könnt. Bleibt der aber wie angewurzelt stehen, obwohl ihr ihn kontrollieren könntet, darf daran gezweifelt werden, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Auch ist es nicht möglich, die eigenen Spieler bei Ecken anders im Strafraum zu platzieren oder per Touchscreen die Formation zu verschieben. Der berührungsempfindliche Bildschirm dient nur zur Orientierung (Karte des Spielfelds) und der Auswahl aus vier verschiedenen Angriffen. Da hätte man erheblich mehr implementieren können.

PES 2011 3D
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Daniel Wendorf


Daniel Wendorf am 12 Apr 2011 @ 15:50
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