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Rayman 3D: Review

  Nintendo 3DS 

Wahnsinn: Rayman 3D ist die mittlerweile zehnte Auflage des Klassikers Rayman 2 aus dem Jahr 1999. Gut zwölf Jahre liegen also zwischen 3DS-Version und den Ursprungsplattformen PlayStation, N64 und Dreamcast. Und schon darf man ächzen: "Ubisoft will doch nur seine Marken ausschlachten!", "Denen geht es nur um den Profit!", "Gott, hatten wir nicht schon zum DS-Release eine Rayman 2-Portierung?" Ja, mag alles stimmen. Hat ja auch niemand behauptet, dass Ubisoft die Wohlfahrt wäre. Und mal ehrlich: Wenn das Spiel klasse ist und durch den 3D-Effekt an spielerischer Tiefe gewinnt, wieso sollte man es sich nicht noch mal zulegen?



Gefangen!

Rayman hat es zu Beginn des Spiels wahrlich nicht einfach. Seiner Fähigkeiten beraubt, findet sich der gliederlose Hüpfheld im Rumpf eines fliegenden Piratenschiffes wieder. Eingesperrt mit Kumpel Globox zweifelt er daran, ob er den morgigen Tag überhaupt erleben wird - und findet sich Augenblicke später durch eine glückliche Fügung in der Lage, flüchten zu können. Der Aufhänger eines grossen Abenteuers. In den folgenden etwa elf Stunden hüpft, kämpft und rätselt man sich durch äusserst skurrile Szenarien voller kranker Gestalten. Wer dachte, dass die Rabbids die einzig kaputte Schöpfung aus der Feder von Michel Ancel wäre, irrt. Allein die vier Gnom-Könige sind immer einen Lacher wert, Globox als Abziehbild des tollpatschigen Möchtegernhelfers weiss ebenfalls zu gefallen, und das obskure Gegnerdesign fasziniert schlicht und ist zeitlos.



Rayman 3D stellt sich dabei in eine Reihe mit grossen Namen wie Banjo-Kazooie, Conker und Donkey Kong 64. Rare-Jump 'n' Runs durch die Bank weg, aber von der Atmosphäre, dem Arrangement aus Grafik und Sound, verbindet die Hüpfspiele einiges. Rayman ist jedoch linearer. Wo die Rare-Games aus wenigen, frei erkundbaren Levels bestehen, die im zunehmendem Spielverlauf ihre Geheimnisse offenbaren, lotst Rayman 3D den Spieler durch zahlreiche Hindernisparcours. Ab und an gibt es versteckte Räume, in denen sich Käfige mit gefangenen Kreaturen befinden, die ihr befreien müsst, und Lums, von denen es gut 1.000 im ganzen Spiel gibt - vergleichbar mit den Noten in Banjo-Kazooie oder Bananen in Donkey Kong 64.

"Old-schoolig" kommen auch die zahlreichen Dialoge daher, die nicht vertont sind, sondern selbst gelesen werden müssen. Ein Manko, sicher. Zumal viel von dem Humor durch zusätzliche Sprachausgabe besser hätte transportiert werden können. Der wird wiederum von den superben Animationen unterstützt, die den Slapstick herrlich unterstreichen.

Rayman 3D
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Daniel Wendorf

Daniel Wendorf am 12 Apr 2011 @ 15:57
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