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Resident Evil - Revelations: Review

  Nintendo 3DS 

Als Entwickler von Spielen hat man es wahrscheinlich nicht immer einfach. Vor allem dann nicht, wenn ein neuer Teil einer traditionsreichen Serie in der Pipeline steht. Einerseits will man angestammte Fans der Serie nicht enttäuschen und aufs Glatteis führen. Andererseits will man sich nicht den Vorwurf des Stillstands gefallen lassen und der Serie kreative neue Inputs verleihen sowie schlussendlich wohl auch den einen oder anderen neuen Spieler gewinnen. Resident Evil ist so eine Serie. Und fragt man die Fans, hat jeder seinen ganz persönlichen Favoriten. Der eine Fan liebt Teil 1 wegen der genialen Survival-Horror-Atmosphäre. Ein anderer lobt Teil 4 in den siebten Himmel, weil er der Serie einen neuen (und gelungenen!) Anstrich verpasste. Manch einer mag wiederum Teil 5 besonders, weil man sich zu zweit durch afrikanische Zombiehorden ballern durfte. Ein wahres Kunststück also, bei einem neuen Teil alles unter einen Hut zu bringen und alle Käufer glücklich zu machen. Ob das den Mannen von Capcom mit Resident Evil - Revelations gelungen ist, wagen wir in unserem Testbericht aufzuzeigen.

Zurück zu den Wurzeln

Wir haben es in der Einleitung bereits angesprochen: Es ist ein überaus schwieriges Unterfangen, mit einem neuen Serienableger alle Käufer zufriedenzustellen. Ein oft genannter Kritikpunkt der Fans war jedoch, dass der Serie das ursprüngliche Surival-Horror-Gefühl abhanden gekommen ist. Diese bedrückende Stimmung, die adrenalingetriebene Ungewissheit des "Verdammt, was wohl nach der nächsten Ecke kommt?"-Gedankens. Paradoxerweise sagen wir euch jetzt: Keine Angst, Capcom hat sich die Kritik zu Herzen genommen und schickt euch - übrigens nicht zum ersten Mal in der Seriengeschichte, man denke da an Resident Evil - Gaiden für den Game Boy Color - auf ein Schiff auf hoher See. Die Queen Zenobia. Ein Luxusdampfer, wie er im Buche steht.

Doch als Jill Valentine und ihr neuer Partner Parker Luciani das erste Mal die Oberfläche des Schiffes betreten, bekommen nicht nur die beiden ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Wo sind die Passagiere? Wieso brennen keine Lichter? Und dann noch dieses vertraute, aber deswegen nicht sanftmütige Glockengeräusch! Dazu der peitschende Regen, die gefährliche Stille - da schaut man gerne zweimal hinter jede herumstehende Kiste. Doch die beiden sind auch nicht zum Vergnügen auf der Queen Zenobia, sondern befinden sich auf der Suche nach dem vermisst gemeldeten Chris Redfield - ebenfalls ein bekanntes Seriengesicht.



Früh genug finden wir heraus, dass wir doch nicht so ganz allein auf diesem Dampfer sind. Einige der Passagiere sind dem T-Abyss-Virus zum Opfer gefallen und stellen sich uns in stark mutierter Form entgegen. Hier kommt ein weiteres traditionelles Element der Serie auch gleich zum Tragen: allgegenwärtige Munitionsknappheit. Egal, auf welcher Schwierigkeitsstufe man spielt. Zwar sind Munitionspakete mal mehr und mal weniger grosszügig verteilt, die Mutanten können allerdings einiges einstecken - und in der Hektik des Gefechts immer auf die entstellten Köpfe zu zielen, fällt mitunter schwieriger aus als gedacht.

Vom verregneten Ozean zur Eiswüste und zurück

Szenenwechsel. Nach ein paar überaus prägenden und auch gelungenen Schauermomenten auf hoher See befinden wir uns auf einer Mission im eisigen Norden. Chris scheint dies allerdings wenig zu stören, rennt er doch mit seiner ebenfalls neuen und gewitzt wie schönen Partnerin Jessica Sherawat durch das von Schneegestöbern unwirtlich erscheinende Gebiet und untersucht dort einen mysteriösen Flugzeugabsturz. Es wird nicht der einzige Tapetenwechsel in Resident Evil - Revelations bleiben. Dem Spielspass tut dies übrigens keinen Abbruch. Die Geschichte, die teils sogar in spielbaren Rückblenden erzählt wird, bleibt so immer spannend und lässt verschiedene Blickwinkel zu.

Schon früh im Spiel wird klar, dass hinter dem ganzen Schlamassel eine Organisation namens Veltro steckt. Il Veltro - The Greyhounds, eine zerschlagen gelaubte Organisation, die schon vor den Ereignissen in Revelations unrühmlich von sich reden machte, indem sie die mitten im Ozean gelegene Stadt Terragrigia mit dem T-Virus verseuchte und furchteinflössende Hunter-B.O.W.s (Bio Organic Weapons) gegen die überlebende Bevölkerung einsetzte. Um ihr Image zu pflegen, tragen Veltro-Mitglieder in der Regel Gasmasken und zitieren unter Hochgenuss aus Dante Alighieris Dichterwerk Die Göttliche Komödie, bevorzugt aus dem Inferno-Teil. Naheliegend, dass sich die Gruppierung aus Mitgliedern zusammensetzt, welche den Sündenpfuhl Erde als solchen bekämpfen.

Resident Evil - Revelations
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Andy Wyss


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Andy Wyss am 08 Feb 2012 @ 08:19
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