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Shinobi: Review

  Nintendo 3DS 

Vor 14 Jahren veröffentlichte SEGA mit Shinobi ein actionreiches Hüpfspiel, bei dem man als Ninja allerlei Gegner zerlegen musste. In der Spielhalle war der Titel ein grosser Erfolg, sodass etliche Fortsetzungen und Ableger, darunter beispielsweise Shadow Dancer, folgten. Nach Nightshade im Jahr 2003 war erst einmal Schluss mit der Reihe. Aber jetzt hat SEGA wieder ein neues Werk parat, das man sozusagen als Neustart der Serie bezeichnen könnte. Das 3DS-exklusive Shinobi ist, wie seine Vorfahren, aber nichts für Weicheier.

Klassisch

In prächtig gezeichneten Bildern wird man schön in Shinobi eingeführt. Einem fiesen Verrat ist es zu verdanken, dass der Held der Geschichte aufgeschreckt wird. Nun liegt es an ihm, die Verantwortlichen zu finden, die seine Heimat verwüsteten. Natürlich muss ein gemeiner Clan dahinterstecken. Die Handlung ist zwar recht dünn, aber das stört nicht weiter, denn so kann man sich auf die eigentliche Action konzentrieren. Diese wird nur gelegentlich durch stimmungsvolle Zwischensequenzen unterbrochen.

Shinobi ist an sich ein klassisch anmutendes 2D-Abenteuer, bei dem man durch seitlich scrollende Schauplätze rennt, Gegner plättet und das Ende des Abschnittes zu erreichen hat. Die Optik ist allgemein recht düster gehalten, sowieso gibt sich der Titel absichtlich schaurig, ernsthaft und recht brutal! Der Protagonist schnetzelt sich mit seinem Schwert durch die Feindmassen, zusätzlich verfügt er über allerlei Kombo-Attacken. Das Katana kommt vorrangig im Nahkampf zum Einsatz, außerdem bei Sprungangriffen oder bei einem mächtigen Power-Schlag. Für Schlachten aus der Ferne nutzt man das Kunai-Wurfgeschoss, maximal fünf Stück von diesen kann man hintereinander abfeuern - oder mit einem Mal. Praktisch: Der Vorrat füllt sich automatisch wieder auf.

Das zusammen wäre sicher keine Besonderheit. Allerdings verfügt man über weitere Manöver. Auf dem Touchscreen kann man die vier Ninja-Magie-Arten Feuer, Erde, Blitz und Wasser aktivieren. In der Regel ein Mal pro Abschnitt steht ein solches Zaubertalent bereit und bringt unter anderem eine kurzzeitige Unbesiegbarkeit, schnellere Aktionen oder eine verbesserte Sprunghöhe. Folglich sollte man diese ergänzenden Taktiken mit Bedacht einsetzen.

Fordernd

Bisher klingt dies nicht aussergewöhnlich, doch Shinobi hat noch mehr am Start. Einen enormen Schwierigkeitsgrad nämlich. Dieser kommt vor allem aufgrund der vielen Kletter- und Sprungparcours sowie der knackigen Gegner zustande. Die Entwickler versuchen immerhin, jedem Spielertyp gerecht zu werden. Die vier Herausforderungsstufen unterscheiden sich gravierend. Während man auf Leicht unendlich viele Leben und häufige Kontrollpunkte spendiert bekommt, gibt es auf "Sehr schwer" nur ein Leben und drei Wiederholungen. Das ist hammerhart und nur für echte Experten und Shinobi-Liebhaber geeignet. Wer auf den ersten zwei Schwierigkeiten spielt, bekommt zusätzliche Bonusgegenstände wie Hühnchen (Gesundheit) oder Münzen zum Erhöhen der Punktzahl. Gerade die Jagd nach dem Knacken der Bestenlisten zeigt, dass Shinobi seinen Ursprung in der Spielhalle hat.

Aber: Shinobi ist an vielen Stellen unfair. Häufig stürzt man in Abgründe oder muss sich an Zwischenmissionen versuchen, die etwas unsauber programmiert sind. Beispielsweise springt man in einem Gebiet von einem Jeep zum anderen - und gerne mal auch dazwischen. Hier mangelt es etwas an einer besseren Kollisionsabfrage. Auffällig sind die kleinen Schwächen hauptsächlich in den Abschnitten abseits der klassischen 2D-Orte. Diese sind zwar schick inszeniert, aber auch sehr anstrengend. Nervig wird es, wenn man sich mit einer Kette an Vorsprüngen festhalten möchte, dies aber nicht sofort klappen mag oder Hindernisse dazwischen sind. Ja, alles in allem fehlt es einigen Stellen an Sauberkeit bei der Programmierung. Es sei betont, dass dies keine gravierenden Makel sind - vor allem lernt man sehr schnell aus Fehlern. Das gilt auch für die fetten Endbosse, die selbstverständlich eine bestimmte Taktik erwarten, um bezwungen werden zu können. Perfektes Timing ist nötig, sonst stirbt man 1.000 Tode.

Shinobi
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Sven Wernicke


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Sven Wernicke am 17 Nov 2011 @ 09:48
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