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The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D: Review

  Nintendo 3DS 

Es schlägt fünf vor zwölf. Der Mond hängt tief über Termina. Die gelb-giftigen, aufgerissenen Augen werfen ihren alles durchdringenden Blick auf die Schicksale von Unruhstadt. Das breite, psychotische Grinsen verspricht das nahende Ende. Wenige Augenblicke liegen jetzt noch zwischen dem herabstürzenden Mond und der Zerstörung Terminas. The Legend of Zelda: Majora's Mask war noch nie leichte Kost und damit anders als das, was man bisher von der Zelda-Reihe gesehen hatte. Als Nachfolger des legendären Ocarina of Time sollte man das Remake des 2000er-N64-Titels aber definitiv nicht in dessen Schatten zurücklassen.

Kurz nach den Ereignissen von Ocarina of Time verlässt Link Hyrule auf der Suche nach einem alten Bekannten. Auf seinem Weg begegnet er allerdings einer anderen, nicht weniger bekannten Gestalt: dem Horror-Kid. Auf seinem Gesicht trägt das verirrte Kind die altertümliche Majora-Maske. Es scheint zwar so, als könne sich das Horror-Kid an die frühere Begegnung mit Link erinnern, dennoch stiehlt es die Okarina der Zeit und Epona und verschwindet in den Tiefen des Waldes. Zu allem Überfluss verwandelt die Gestalt Link in einen Deku. Auf der Suche nach dem Übeltäter und seiner menschlichen Form zieht es Hyrules Helden nach Unruhstadt. Als Link nach drei Tagen auf dessen Fährte das Horror-Kid stellt, ist es längst zu spät: Der düstere Zauber der Majora-Maske lässt den Mond auf die Erde herabstürzen und droht Termina zu zerstören. 72 Stunden bleiben dem Helden mit der Zipfelmütze, um das unausweichliche Ende zu verhindern und den Mond in seinem Fall aufzufangen.


Es ist allerhöchste Eisenbahn ...

72 Stunden sind nicht viel. Während dieser Zeit begleitet euch der immer grösser werdende Mond auf Schritt und Tritt. Seine brennenden Augen und sein hämisches Grinsen hängen wie ein Mahnmal über euch, ein immer lauter werdender Wecker, der stets an das Ablaufen eurer Zeit erinnert. Auch die Menschen in Termina sind sich über ihr herabfallendes Schicksal bewusst - die wenigsten Leute in Unruhstadt harren daheim in ihren Häusern aus. Unter den Verbliebenen herrscht der klare Ton von Verleumdung und Trauer ob des nahenden Endes oder schlimmstenfalls dessen pure Akzeptanz. Es gleicht einer Odyssee, sich mit den einzelnen Geschichten zu beschäftigen. Hier ein Handwerker, der von seinen Lehrlingen verlassen wurde, da ein Herr, der lieber in seinem Wirtshaus stirbt, als seine grösste Errungenschaft zurückzulassen. Ihr könnt mehr tun, als euch nur die Geschichten all der durch ihr Schicksal gebrochenen Leute anzuhören. Spendet Trost, erfüllt ihre letzten Wünsche, bringt ein tragisch getrenntes Paar erneut zueinander oder schenkt einer jungen Dame ihren letzten Tag mit ihrem Vater. Majora's Mask ist anders als Links andere Abenteuer: Keine immer komplexeren Dungeons, keine Grasbüsche mit versteckten Rubinen, keine Herzteile und auch nicht der kleine, grün bemützte Held stehen hier wirklich im Mittelpunkt. Das nahende Ende und die Art und Weise, wie es die Menschen verändert, tun es vielmehr. Alles in allem ein Paukenschlag im Vergleich zu den sonstigen Abenteuern in Heilewelt-Hyrule.

The Legend of Zelda - Majora's Mask 3D
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Patrick Recknagel

Patrick Recknagel am 23 Feb 2015 @ 15:07
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