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Nintendo 3DS: Hardware-Test Special

  Nintendo 3DS 

Fazit von Sven Wernicke

Für mich ist der 3DS eine nette Fortführung des DS-Erfolges. Konzeptionell ist die Handheld-Konsole weitgehend eine Evolution gegenüber dem Vorgänger, ein Hauch Revolution bringt der 3D-Effekt mit sich. Dieser ist in der Tat beeindruckend, wenn die Rahmenbedingungen stimmen: Wird der 3DS zu sehr bewegt und der Betrachtungswinkel verändert, ist es vorbei mit dem Wow-Gefühl. Zwar ist dies technisch bedingt, trotzdem eine kleine Enttäuschung. Das gilt auch für den eigentlichen Verkaufsstart des 3DS: Das Spieleangebot ist nicht sensationell, und viele Funktionen sollen erst im Mai 2011 mittels einer Software-Aktualisierung folgen. Kein eShop, kein Browser, kein 3D-Video-Service bisher. Auf gewisse Weise ist das knapp 250 Euro teure 3DS-Paket nicht gerade umfangreich, zumindest ein vollwertiges Spiel hätte Nintendo ruhig beilegen können.

Trotzdem: Der 3DS ist eine enorm spannende Konsole, die vermutlich erst in den nächsten Monaten ihr wahres Potential entfalten wird. Denn im Mai erscheint nicht nur besagte Software-Aktualisierung, sondern es sind genauso diverse Toptitel wie zum Beispiel das Ocarina of Time-Remake geplant. Und genau das ist der Punkt: Wer nicht sofort den 3DS benötigt, kann getrost einige Wochen warten. Dann dürfte das Spieleangebot deutlich gestiegen sein und die Entwickler werden die 3D-Fähigkeiten der Hardware besser beherrschen. Wünscht man sich dagegen stets die neueste Spielerei, dann kommt man sowieso nicht um den 3DS vorbei. Erstkäufer werden definitiv von der dritten Dimension und der erstaunlichen räumlichen Tiefe angetan sein. Nur ob dies eben den frühen Erwerb und das Ausgeben der 250 Euro rechtfertigen? Das muss dann doch jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit von Alexander Boedeker

An die 3DS-Konsole bin ich dieses Mal ganz unvoreingenommen herangegangen. Ich habe brav auf die Veröffentlichung gewartet und mir die zahlreichen öffentlichen sowie privaten Events gespart. Warum? Ganz einfach: Es ist unglaublich, wie der 3D-Effekt zum ersten Mal auf den Benutzer wirkt. Zwar müssen sich meine Augen erst an die neue Darstellung gewöhnen, schliesslich sind sie bislang nur mit 2D-Bildern so richtig vertraut, doch die zum Einsatz kommende Technik überzeugt schlicht und ergreifend in fast allen Belangen. Schön, dass ich endlich echtes 3D ganz ohne einen teuren Fernseher und ohne Umwege über eine Brille, die oftmals anscheinend designmässig direkt aus den 1950er-Jahren in unsere Zeit gebeamt worden ist, geniessen kann. Da stört es mich auch weiter nicht, dass mein Sitznachbar nur verschwommene Zeichen sieht und der 3D-Effekt nur aus einem bestimmten Betrachtungswinkel sichtbar ist. Dafür lässt sich die optische Täuschung per Schieberegler unkompliziert abschalten.

Auch sonst macht der 3DS eine solide Figur. Das Design ist zwar Geschmackssache, mir persönlich gefällt aber die etwas andere Konstruktion. Wichtige Funktionen, wie etwa W-LAN oder der 3D-Effekt sind von aussen steuerbar und müssen nicht in den Software-Einstellungen erst mühsam gesucht werden. Auch das rudimentäre Multitasking, um mal eben schnell zum Hauptmenü zurückzukehren, weiss zu gefallen. Streetpass oder das Aktivitätslog sind nützliche Gimmicks und können einen ebenso hohen Unterhaltungswert bieten wie die eingebauten Kameras, die 3D-Fotos aufnehmen können. Auch das analoge Steuerungs-Pad ist eine technische Innovation, welche bislang bei den bisherigen mobilen Nintendo-Plattformen schmerzlich vermisst wurde.

Wo Licht scheint, dort ist auch Schatten, und deshalb gibt es natürlich auch ein paar Kritikpunkte, die entweder durch ein Update oder eine Revision des Geräts behoben werden könnten. Allen voran gibt es in den Einstellungsmenüs versteckt die eine oder andere Funktion, die bislang nur durch einen Platzhalter abgedeckt ist. Das beste Beispiel ist der Internetbrowser, der wohl erst in ein paar Monaten nachgereicht wird. Auch der Akku macht relativ schnell schlapp, nutzt man sämtliche Features des Geräts. Mit gut drei bis fünf Stunden, je nach Helligkeits- und Energie-Einstellung, muss die nächste elektronische Tankstelle angefahren werden. Hier bleibt es also an den Drittherstellern, entsprechende Akkupacks auf den Weg zu bringen.

Insgesamt kann ich den 3DS all denjenigen empfehlen, die tatsächlich eine 3D-kompatible tragbare Konsole haben möchten. Das Gerät ist für die Hosentasche nicht zu gross und somit immer griffbereit - der 3D-Effekt haut schlichtweg um. Wenn jetzt noch mehr qualitativ hochwertige Spiele erscheinen, dann könnte dem 3DS ein ähnlicher Erfolg wie seinerzeit dem NDS bevorstehen.

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Andy Wyss am 25 Mrz 2011 @ 17:16
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