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Nintendo 3DS: Hardware-Test Special

  Nintendo 3DS 

Fazit von Andy Wyss

Ähnlich Kollege Boedeker ging auch ich sämtlichen Vorschau- und Anspiel-Events aus dem Weg. Ich wollte mir die Überraschung, den als sensationell angepriesenen 3D-Effekt, nicht versauen lassen. Gebangt wartete ich also auf den Tag, an dem ich den Nintendo 3DS in Empfang nehmen konnte. Nach einer kurzen und schmerzlosen Hardware-Einrichtungsprozedur war es dann so weit und ich wurde dazu aufgefordert, den 3D-Schieberegler zu bewegen. Beinahe zeitgleich stellte sich bei mir eine ausgeprägte Bewunderung ein. Ich gelte wahrlich nicht als Liebhaber von 3D im Kino oder im heimischen Wohnzimmer. Ganz einfach, weil mich selbst die 3D-Effekte bei James Camerons Avatar nicht überzeugen konnten und ich mich vehement dagegen wehre, unbequeme Shutter-Brillen zu tragen.

Doch Nintendo hat mich mit dem 3DS eines Besseren belehrt. Ich wusste von der Begeisterung all jener, die bereits Hand anlegen konnten, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Effekt auch mich umhauen könnte. Dass der 3D-Effekt verschwindet, wenn ich den Blickwinkel ändere, ist ein kleines Übel, welches ich aber hinnehme - einfach so! Ohne grosse Kritik. Denn seien wir mal ehrlich: In der Regel setzen wir uns mit einem Handheld ganz ruhig in eine stille Ecke und bewegen uns während des Spielens keinen Millimeter. Doch genug vom 3D-Effekt, von dem sich jeder am besten selber überzeugen lässt. Denn einerseits nimmt (auch virtuelles) Papier viele Meinungen anstandslos an und andererseits lässt sich der Effekt mit normalem Bildmaterial auch nicht demonstrieren. Was also kann das Ding sonst noch? Wie sieht's aus? Wie liegt's in den Händen?

Meine Kollegen haben es bereits mehrfach erwähnt: Die Ausstattung ist üppig und kann sich somit sehen lassen. Funktionen wie etwa W-LAN oder Lautstärkeregler erreicht man schnell und bequem an der rechten oder linken Seite des Gerätes. Der ausziehbare Stylus versteckt sich an der Hinterseite des 3DS gleich direkt neben dem Slot für die Games. Der Handheld wirkt übrigens edel verarbeitet und lässt kaum Raum für Materialbeanstandungen. Sehr gut gelungen ist dem Hersteller auch das Slidepad, das von der Bedeutung her einem Analogstick gleichkommt. Dieses ist wesentlich bequemer erreich- und bedienbar als das PSP-Pendant. Das Gerät liegt auch bequem in grossen Händen und führt auf Dauer nicht zu Ermüdungserscheinungen. Schade ist aber wirklich, dass Funktionen wie der Webbrowser und der eShop nicht zum Start zur Verfügung stehen. Nintendo selbst bezog dazu aber schon Stellung und gelobt, besonders den eShop übersichtlicher und zugänglicher zu gestalten als noch bei der Wii. Das benötigt allerdings noch Zeit, so dass wir uns sicherlich noch bis Mai 2011 gedulden müssen.

Ein erstes Software-Update wurde aber dennoch bereits veröffentlicht. Dieses fügt auch gleich ein ziemlich beeindruckendes 3D-Video ins Systemmenü ein. Alles in allem bin ich davon überzeugt, dass Nintendo mit dem 3DS ein ganz grosser Wurf gelungen ist, der vor allem auch in Zukunft noch von sich reden machen dürfte. Denn das Software-Line-up zum Start ist, das muss gesagt werden, ziemlich mager, und es lassen sich echte Knaller aus dem Hause Nintendo schmerzlich vermissen. Doch die Hitwelle kommt, und das schon bald. Für Freaks oder 3D-Fanatiker führt allerdings schon jetzt kein Weg um den 3DS herum.

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Andy Wyss am 25 Mrz 2011 @ 17:16
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