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Dead to Rights - Retribution: Preview

Playstation 3 XBOX 360 
Hersteller: Volatile Games
Publisher: Bandai Namco
Genre: Action: 3D-Shooter
Was glotzt ihr denn so? Noch nie einen wütenden Cop auf einem Rachefeldzug gegen die organisierte Unterwelt gesehen? Sicherlich habt ihr das schon häufig, doch vielleicht bringt Jack Slate in Dead to Rights - Retribution ein paar frische Ideen ins Genre. Eine Xbox 360-Vorschauversion hat es uns gezeigt.

Im Prolog steigt Max Payne Jack Slate schwer verletzt von einem Kahn und befindet sich mitten in einem gefährlichen Ghetto. Anhänger der Triaden wollen seinen Tod. Zum Glück hat Jack seinen Husky Shadow an der Seite. In der Rolle des Tieres halten wir das Gesindel aus der dritten Person von unserem Herrchen fern, indem wir uns blitzschnell heranpirschen und zum tödlichen Beissmanöver ansetzen. Shadow springt den bewaffneten Widersachern auf Knopfdruck an den Hals und zerfetzt ihnen selbigen. Blut spritzt heftig aus der klaffenden Wunde, während die Schergen schreiend zu Boden gehen und das Zeitliche segnen. Auf Wunsch können wir die Leichen nun wegzerren, damit sie keine Aufmerksamkeit erregen. Shadow kann aber noch mehr. Mit seinem siebten Sinn erkennen wir Gegner durch Wände und können auch mal komplett lautlos vorgehen. In unserer bisherigen Probierphase war der Schleichmodus aber eher Schein als Sein, hat doch das laute Töten prächtig funktioniert.

Doch was ist eigentlich geschehen? Nun, hierüber lässt uns das Spiel vorerst im Unklaren. Nach dem Prolog blickt Jack zurück in die Vergangenheit. Alles begann vor der Zentrale eines Fernsehsenders, die von einer brutalen Verbrecherbande besetzt war. Gegen den Befehl seines prinzipientreuen und unbeliebten Vorgesetzten ging Jack im Alleingang ins Gebäude, um die Geiseln zu retten. Der Bandenchef hatte nämlich bereits damit begonnen, seine Opfer zu töten. Eine junge Frau schmiss er aus dem 15. Stockwerk. Solche knallharten Zwischensequenzen gibt es öfters zu sehen. Hier wird generell kein Blatt vor den Mund genommen, auch nicht akustisch, bedenkt man die zahlreichen englischen Schimpfwörter, die zu vernehmen sind.

In der Lobby übernehmen wir die Geschicke des Cops und werden mit der Steuerung vertraut gemacht. Ein paar unbewaffnete Widersacher stellen sich uns in den Weg und machen Bekanntschaft mit Jacks ausgezeichneten Martial-Arts-Künsten. Kinderleicht teilen wir Tritte und Schläge aus, werden dadurch auch mit mehreren Gegnern gleichzeitig fertig. Auf Knopfdruck packen wir uns einen Gangster und schmeissen ihn über ein Geländer in die Tiefe. Oder wir schubsen ihn gegen seine Kumpanen beziehungsweise in einen Elektrozaun hinein. Auch die Entwaffnung von Schergen ist im Nahkampf kein Problem. Häufig dürfen wir sie ausserdem mit einer besonders heftigen Attacke erledigen. Dann folgt eine automatische Sequenz, in der Jack ihnen mit regelrechten Wrestling-Manövern einen Arm oder das Genick bricht. Harter Tobak.

Wer nichts für die spassigen Nahkämpfe übrig hat, darf sich mit diversen Schusswaffen die Zeit vertreiben. Maschinenpistolen, Scharfschützengewehre, Shotguns und sogar Raketenwerfer gehören zum Repertoire. Meist bedienen wir uns schamlos bei getöteten Feinden, was nicht besonders komfortabel umgesetzt wurde. Selbst wenn wir noch Platz für eine weitere Wumme haben, nimmt Jack sie nicht einfach beim Drüberlaufen auf, sondern muss mit einem langen Knopfdruck dazu veranlasst werden. Besonders in hitzigen Auseindersetzungen und im Kugelhagel ein zeitraubender und gefährlicher Umstand. Es ist generell anzuraten, bei Schussgefechten nur im Notfall die Deckung zu verlassen. Schutz finden wir hinter allen möglichen Objekten, etwa Möbel, Autos und Mauern. Allerdings funktioniert nicht jedes augenscheinlich geeignete Plätzchen mit dem Deckungssystem, was gelegentlich zu Hektik und Verwirrung führen kann. Ähnlich schlecht steht es um die Kamera, die viel zu nahe am Geschehen ist und ständig nachjustiert werden muss, damit wir nicht den Überblick verlieren.

Harte Nahkampfattacken und Kopfschüsse füllen die so genannte Fokuszeitleiste auf, mit der wir dann temporär die Zeit verlangsamen dürfen. Max Payne lässt grüssen? Ja, spätestens nach dem gewaltsamen Tod von Jacks Vater haben die beiden Racheengel viel gemein. Leider auch in technischer Hinsicht, denn Dead to Rights - Retribution wirkt nur an wenigen Stellen wie ein moderner Actiontitel und kann sich grafisch vielleicht gerade so mit Max Payne 2 messen. Statische, detail- und texturarme Areale bestimmen das Bild - Elektrozäune, zerberstende Glasscheiben und explosive Autos sind fast das Höchste der Gefühle, was Umgebungsinteraktivität angeht. Selbst Fernseher und herumliegende Flaschen zeigen sich vom Kugelhagel relativ unbeeindruckt. Und zumindest auf der Xbox 360 gibt es extrem störendes Texturflimmern. Ein technisches Highlight stellen da fast schon die recht glaubwürdig animierten und gut vertonten Charaktere dar, die aber ihrerseits nicht an die animationstechnische Brillanz von Titeln wie Mass Effect 2 heranreichen.

Dead to Rights - Retribution
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Daniel Boll




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XBOX 360

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Daniel Boll am 22 Mrz 2010 @ 15:07
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