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Duke Nukem Forever: First Look

Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 
Hersteller: Gearbox Software
Publisher: 2K Games
Genre: Action: 3D-Shooter
Berlin, Computerspielemuseum - hier werden 16.000 Games archiviert, über 10.000 Fachzeitschriften gesammelt und die Entwicklung der digitalen Unterhaltungskunst zum Anfassen festgehalten. Dieser Ort macht sich unbezahlbar für die Videospiel-Geschichte. Kein schlechter Platz, um eine bislang eher als Fussnote wahrgenommene Zeile Gestalt annehmen zu lassen. Randy Pitchford, Mitbegründer und Chef des Studio Gearbox tritt sogleich die Flucht nach vorn an: "Habt Ihr geglaubt, dass der Duke jemals wiederkommt? Glaubt ihr auch erst daran, wenn ihr euer Exemplar in den Händen haltet?"

14 Jahre Wartezeit sind selbst für die treuesten Fans eine wahre Belastungsprobe. Für die Branche waren der Titel und die Antwort nach seiner Veröffentlichung immer wieder für einen Lacher gut. "Wann kommt der Duke?" - "When it's done." Die Antwort wurde allmählich zur Metapher für alles, was am St. Nimmerleinstag stattfindet. Der Begriff im Gaming-Kosmos ist dafür eindeutig: "Vaporware" - und lange Zeit hatte Duke Nukem Forever eben genau diesen Status. Nach der Pleite des Ur-Entwicklers 3D Realms sah es dementsprechend düster für den blonden Muskelprotz mit dem losen Mundwerk aus. Bis die Borderlands-Macher Gearbox mit den Code-Resten des Spiels betraut wurden. Nun ging es plötzlich voran mit dem Spiel, das 14 Jahre lang zu Aprilscherzen der Gamingseiten weltweit wurde: Duke Nukem Forever wurde entvaporisiert.

Duke Nukem Forever Bild
Dass gerade Pitchford mit dem Duke betraut wurde, ist Ironie des Schicksals. Einst war er selbst einer der Mitarbeiter von 3D Realms, entwickelte den Vorläufer Duke Nukem 3D mit und verliess die Firma einen Monat vor der ersten Ankündigung von Duke Nukem Forever. Er selbst freute sich auf eine weitere Episode. Irgendwann wurde aber auch er ungeduldig, blieb aber dank immer neuer Lebenszeichen von den Entwicklern bei der Stange. Erst nach dem Aus von 3D Realms drang die Todesnachricht des Dukes in sein Bewusstsein. Aber in Berlin stellte er aus vollem Herzen fest: "You can't kill the Duke" - und präsentierte einen Helden, der vitaler kaum sein könnte.



Echte Helden feiern sich selbst

Nachdem unser Held am Ende von Duke Nukem 3D die Welt von den fiesen Alien-Invasoren befreit hatte, stieg sein Bekanntheitsgrad ins Unermessliche. Beliebter denn je vermarktete der Waffennarr sich selbst, wurde Boxchampion, nahm gut bezahlte Film-Angebote an und kurbelte das Geschäft mit Duke-Merchandising kräftig an. Sogar eine eigene Fast-Food-Kette nennt er zwölf Jahre nach der Erdbefreiung sein Eigen: Duke-Burger sind in aller Munde und Mägen. Da kann man es sich schon mal gut gehen lassen und den Tag mit Videospielen und aufreizenden Damen in seinem Luxus-Appartement in Las Vegas verbringen. Die Rückkehr der Ausserirdischen lässt ihn allerdings schnell wieder zur Kanone greifen, auch wenn diese sich nun angeblich auf einer Friedensmission befinden und die irdischen Staatsoberhäupter eingelullt haben.

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Martin Weber




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Martin Weber am 01 Jun 2011 @ 12:50
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