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Neverdead: Preview

Playstation 3 XBOX 360 
Hersteller: Rebellion
Publisher: Konami
Genre: Action: 3D-Shooter
Unsterblich. Bryce der Dämonenjäger ist selbst in seine Einzelteile zerlegt nicht totzukriegen, so erklärt es bereits der Titel Neverdead. Rebellion Developments versucht mit der Verstümmelung des Protagonisten frischen Wind in die Action-Landschaft zu bringen und sorgt für skeptische Blicke, wenn Bryce einarmig und einbeinig Monster zermantscht. Wir schildern die Eindrücke der ersten Demoversion des 3rd-Person-Actionspiels.

Düstere Vorgeschichte

Vor 500 Jahren schlachtete der Dämonenkönig die Frau von Bryce ab und belegte den Jäger mit dem Fluch der Unsterblichkeit. Seither sinnt Bryce auf Rache, rückt Dämonen auf die Pelle und verdient dabei auch noch etwas Geld. Hinter der kräftigen Statur versteckt sich ein verbitterter Mann mit rauem Charakter, der immer wieder seinen trockenen Humor durchblitzen lässt. An seiner Seite steht die hübsche Arcadia - sterblich. Sie arbeitet für die gleiche Organisation und versucht den zügellosen Jäger unter Kontrolle zu halten.

Willkommen in der Klinik

Eine altes grosses Haus, irgendwo in einem abgelegenen Wald. Der Weg und der Vorplatz sind zugewachsen. Das alte Gemäuer bröckelt und die Balken sind morsch. Das soll Bryce und seine Begleitung aber nicht davon abhalten, die Eingangshalle zu betreten. Doch Arcadia steht schon bald vor einer verschlossenen Tür und sie schickt Bryce voraus - passieren kann ihm ja nichts -, um irgendwie auf die andere Seite zu gelangen. Der richtige Weg ist schnell gefunden und die beiden können das alte Haus mit seinen vielen Türen erkunden. Gemütlich ist es hier nicht und das mulmige Gefühl kriegt sogleich seine Bestätigung. Mit einem grossem Getöse stürzen die ersten pummeligen und kurzbeinigen Monster auf die Jäger los. Ausgerüstet mit je einer Knarre in der linken und in der rechten Hand, wird L1 und R1 bis zum Anschlag durchgedrückt. Gezielt wird manuell, also ohne automatische Zielhilfe. In den engen Korridoren und mit den aggressiven Monstern ist es da ganz schön schwierig, den Überblick zu behalten. Also einfach mal drauflosballern. Sich den Angriffen zu entziehen ist kaum möglich und prompt fliegt der erste Arm und dann ein Bein durch den Raum. Jetzt wird es noch schwieriger sich auf den Kampf zu konzentrieren, denn mit einer Knarre weniger und auf einem Bein hüpfend lockt der halbierte Kämpfer ein Schmunzeln beim Spieler hervor. Kleine gelbe Pfeile signalisieren, in welcher Richtung die Körperteile liegen, und mit einem herzhaften Sprung über den am Boden liegenden Arm hinweg kann das Verlorene wieder aufgesammelt werden. Wer beide Beine verliert, robbt über den Boden, ohne Arme muss man sich mit Fusstritten wehren. Wenn man nicht aufpasst, wird der Kopf vom Rumpf getrennt. Was dann übrigbleibt, ist eine rollende Kugel, die ihren Körper sucht. Es ist die unterste und wehrloseste Stufe von Bryces unsterblichem Dasein.

Köpfe werden rollen

Die Action teilt sich also in zwei Hauptelemente: Die Eliminierung der Gegner einerseits und die Rückgewinnung der Körperteile andererseits. Wer Pech hat, dessen Körper landet bei einer Explosion auf einem leicht erhöhten Geröllhaufen, der vom Kopf, trotz der Möglichkeit zu hüpfen, nicht erreicht werden kann. Irgendwie rutscht der Körper durch die sich nähernden Gegner - oder durch sonstige Zufälle im Getümmel - aber dann doch immer wieder auf den Boden, so dass man sich regenerieren kann. Manchmal fliegt der Kopf auch irgendwo auf ein Vordach, von dem man - ohne Arme und Waffen - zwar nicht viel ausrichten kann, aber immerhin direkt sieht, wo die Körperteile liegen. Die Entwickler haben aber auch noch eine komfortablere Lösung eingebaut, denn Bryce kann sich auch selbstständig regenerieren. Allerdings, wenn man das inmitten eines Kampfes macht, fliegen die Körperteile innerhalb von Sekunden erneut durch die Gegend.

Neben den Schusswaffen wurde Bryce auch noch mit einem grossen Schwert ausgerüstet. Hier hat man schon etwas mehr Kontrolle über den eigenen Angriff. Mit L1 kann man einzelne Gegner anvisieren und dann das Schwert mit dem R-Stick zum Einsatz bringen. Dies funktioniert also nicht mit klassischem Knopfdruck. Das Schwert folgt in die Richtung, in die der Stick bewegt wird. So wird der Schwerkampf nicht zum Button-Mashing, dafür aber zum Stick-Joggling.

Doch in Neverdead gibt es nicht nur Action-, sondern auch Geschicklichkeits- und Rätselpassagen. Auf sehr bescheidenem Niveau wohlverstanden. Die Extremitätentrennung muss Bryce dafür einige Male auch absichtlich herbeiführen. Durch Anfassen eines Starkstromkabels wird er in seine Einzelteile zerlegt und kann dann als rollender Kopf durch enge Schächte gelangen. Manchmal sind diese nicht ebenerdig und so sucht man nach Rampen und hüpft dann von einer Ebene zur nächsten, bis man knapp unter der Decke ins nächste Zimmer rollen kann.

Trotz vieler Gegner und fliegender Körperteile ist der Schwierigkeitsgrad in der Vorschauversion recht einfach ausgefallen. Sterben kann der gute Bryce ja ohnehin nicht. Denkste! Die Entwickler bleiben ihrem titelgebenden Motto nicht ganz treu - vielleicht in der Erklärung, aber nicht bei Betrachtung des Spielsystems. Einerseits muss man immer schön auf die mitkämpfende Begleitung achtgeben und andererseits wurden fiese, kugelige Monster ins Spiel gepflanzt, die mit Vorliebe Körperteile aufsaugen. Auch den Kopf. Gelingt es einem da nicht rechtzeitig per Knopfdruck zu reagieren, wird der Kopf auf immer und ewig verdaut. Game Over! Das Spiel startet beim letzten automatischen Speicherpunkt neu.

Neverdead
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Severin Auer


Neverdead
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Severin Auer am 05 Jan 2012 @ 01:54
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