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Sniper - Ghost Warrior 2: First Look

Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 
Hersteller: CI Games
Publisher: CI Games
Genre: Action: 3D-Shooter
Das ist also der Alltag eines ausgebildeten Elite-Scharfschützen: Ich gucke durch ein Rohr auf weit entfernte Gegner, die ich dank Zeitlupeneffekt und Zielhilfe auch im Marathonsprint erwische. Dabei ist das luftpumpenartige Geräusch meines Atems mein ständiger Begleiter, ebenso wie durch Wände sausende Gewehrkugeln und zitternde Texturen. So war es zumindest im Vorgänger Sniper - Ghost Warrior von City Interactive. Für den Nachfolger geloben die Entwickler Besserung. Wir haben uns Sniper - Ghost Warrior 2 auf der gamescom angeschaut und durften erstmals selbst durchs Unterholz schleichen. Dass dabei die Vorschauversion prompt abstürzte, werten wir mal nicht als Menetekel.



Die Buschhocker bekommen mehr Action

Sniper - Ghost Warrior 2 folgt dem Trend moderner Shooter und greift auf die Cry-Engine 3 als Grafikmotor zurück. Die knallbunte Optik kann sich wirklich sehen lassen, zumal uns nicht mehr flackernde Gräser die Tränen in die Augen treiben. Im uns präsentierten Demolevel beeindruckte vor allem die enorme Weitsicht: Entfernte Objekte versumpfen nun nicht mehr im grauen Nebelschleier, und imposante Steinstatuen schälen sich aus dem Horizont. So hätten wir uns das schon für den Vorgänger gewünscht.

Sniper - Ghost Warrior 2 Bild
Spielerisch bleibt Sniper 2 dem ersten Teil treu. Wir meucheln uns möglichst lautlos durch die geläufigen Areale, immer darauf bedacht, keinen Alarm auszulösen. Die Entwickler experimentieren derzeit zwar noch mit dem Interface, allerdings soll auf härteren Schwierigkeitsgraden der Wind eine tragende Rolle übernehmen. Anfänger feiern dank Zielhilfe und Zeitlupeneffekt schon zu Beginn flott Erfolge. Bleibt abzuwarten, welche Herausforderung Sniper 2 für Profis bietet.

Wir sind während der Kampagne stets mit einem Partner unterwegs, der entweder von der künstlichen Intelligenz oder einem menschlichen Mitspieler im Kooperativmodus gesteuert wird. Obwohl wir laut offiziellen Aussagen zu 85 Prozent mit Heimlichtuerei über die Runden kommen, setzen die Entwickler vermehrt auf dramatische Skriptsequenzen. Das sollen wir gleich am eigenen Leib erfahren. Nachdem wir uns über eine knarzende Hängebrücke und durch eine alte Ruine geballert haben, bricht mit hektischem Getose plötzlich ein Helikopter aus der Wolkendecke. Wir retten uns in eine kleine Hütte und schultern das Gewehr. Diesen Bosskampf können wir nur gewinnen, wenn wir eine Kugel durch das Cockpitglas und somit ins Hirn des Piloten jagen. Derlei Konfrontationen sorgen schon jetzt für Dynamik, möchten aber nicht recht zum Gameplay passen. Dafür ist die Spielgeschwindigkeit einfach zu träge. Die Agilität eines gewandten Leisetreters mag sich zu keiner Zeit einstellen.

Eine grosse Baustelle des Vorgängers war die katastrophale Gegnerintelligenz. Die wurde im zweiten Teil gehörig poliert: Feinde nehmen bei Sichtkontakt die Verfolgung auf und kämpfen sich fortan von Deckung zu Deckung. Finden sie uns nicht, weiten sie den Suchradius aus und lassen sich so in ganz andere Bahnen lenken. Was in der Theorie für taktische Manöver sorgt, stellt sich bei der Präsentation als Luftschloss heraus. In der Praxis rennen Feinde nämlich noch immer unkontrolliert durch die Gegend, wo sie sich bisweilen zu gern in der Levelarchitektur verheddern. Einmal traf uns sogar eine Kugel durch zwei massive Felsen hindurch - aus dem Lauf eines Gewehres, dessen Träger rückwärts im Baum feststeckte. Von hinten durch die Brust ins Auge, sozusagen.


Sniper - Ghost Warrior 2
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Mirco Kaempfer


Mirco Kaempfer am 21 Aug 2011 @ 12:16
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