GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Tekken 6: Preview

Playstation 3 XBOX 360 
Hersteller: Bandai Namco
Publisher: Bandai Namco
Genre: Action - Beat 'em up
Ende Oktober entsendet euch Namco - die Ableger nicht mitgezählt - zum sechsten Mal ins King of Iron Fist-Turnier. Erstmals verlässt die Reihe den bisher heiligen Sony PlayStation-Boden und erscheint für mehrere Plattformen. Wir konnten eine Xbox 360-Vorschauversion anspielen und berichten von unseren Kampferfahrungen.

Zunächst stürzen wir uns in den Kampagnenmodus. Wir wollen schliesslich mal sehen, wie sich das einst auf Arenenkämpfe spezialisierte Prügelspiel in einem Story-Modus macht. Und der erste Eindruck ist auch tatsächlich positiv. Zunächst wird mit verschwommenen Comic-Standbildern die Hintergrundgeschichte von Teil 1 bis 5 beleuchtet. Wer aber bisher wenig bis gar nichts mit den Spielen am Hut hatte, wird durch den Rückblick auch nicht wirklich schlauer. Da gibt es diese beiden Konzerne, die sich seit Jahren bekämpfen. High-Tech-Soldaten, roboterhafte Muskelberge und kampferprobte Anführer stehen im Mittelpunkt des Ganzen. Das zeigt eindrucksvoll ein langes, actionreiches Render-Intro, das in exakt dieser Form genauso gut als Anime-Film durchgehen könnte.

Weniger berauschend ist dann leider der Kampagnenmodus an sich. Wir kloppen uns anfangs mit den Kämpfern Lars und Alisa durch lineare, eher kurze Level-Abschnitte, an deren Ende stets ein Bossgegner wartet. Hier und da lassen Widersacher Gegenstände fallen, oder wir finden in Kisten Lebensmittel, mit denen wir unsere Lebenskraft auffrischen können. Weil wir uns in den Kampagnen-Levels frei in alle Richtungen bewegen können, missfällt uns die Steuerung relativ früh. Mit dem Analogstick können wir nämlich nach vorne und hinten laufen, nicht aber ducken und springen. Hierfür müssen wir auf das normale Steuerkreuz ausweichen, dem aber dann wiederum die Fähigkeiten des Sticks fehlen. Abhilfe schafft hier zwar der LB-Button, doch ist das Ganze alles andere als komfortabel gelöst.

Für absolvierte Levels gibt es Geld, das wir via Hauptmenü in eine umfangreiche Charakterindividualisierung investieren dürfen. Neue Kleidung hat aber nicht nur einen optischen Nutzen, sondern kann auch diverse Fähigkeiten verbessern. So erhöht ein neuer Manteletwa die Wahrscheinlichkeit, dem Gegner mit dem nächsten Schlag einen Stromschlag zu verpassen. Eine coole Brille bringt hingegen einen höheren Angriffsschaden mit sich. Das macht Spass und hebt die Langzeitmotivation, schliesslich ist das Einkleiden nicht billig, und im Spielverlauf schalten wir weitere Kämpfer frei. Dennoch können wir der Kampagne keine Daseinsberechtigung attestieren, denn die Levels sind einfach langweilig gestaltet worden, wirken teils sogar mit flackernden Schatten und Texturen sowie mit regelrecht störendem Kantenflimmern noch abschreckend. Da hilft es auch nichts, dass wir hier und dort Waffen aufnehmen und den Widersachern mit Flammenwerfern oder Minikanonen einheizen können.

Schöner sind da schon die klassischen Kampfarenen in den Arcade-Modi. Hier wählen wir aus der 40 Charaktere umfassenden Kämpferriege unseren Favoriten und versuchen, möglichst weit zu kommen, um unsere Siegesstatistiken aufzubessern oder den eigenen Kämpfer auf höhere Ränge zu bringen, was wiederum Geld in die Kasse spült und Zugriff auf bessere Kleidung ermöglicht. In den Arenen zeigt sich dann auch, was die 3D-Engine kann. Auf einem Hochhausdach bei Nacht sehen wir Kampfjets haarscharf am Gebäude vorbeisausen und auch mal einen Helikopter brennend neben uns zerbersten. Oder wir vermöbeln einen Gegner in einem überfluteten, von brennenden Autowracks gesäumten Autotunnel. Lustig wird's, wenn die Kämpfe auf asiatischen Hinterhöfen stattfinden, auf denen unbeeindruckt Schweine und Hühner umherlaufen, die, wenn sie Pech haben, auch mal ungewollt einen Tritt abbekommen.

Von lästigen Grafikfehlern ist hier kaum eine Spur - und die Animationen der Kämpfer kommen bei der klassischen Nahansicht sowieso erst richtig zur Geltung. Zudem ist der Nervfaktor der Steuerung in der Kampagne in den Arenen nicht gegeben, weil 3D-Perspektivwechsel automatisch vorgenommen werden. Alles andere wäre schliesslich zu fummelig. Übrigens ist schon der mittlere Schwierigkeitsgrad für Gelegenheitsspieler nicht von Pappe.

Zwar sind einige Kämpfe auch mit dem Standardrepertoire an Schlägen und Tritten zu meistern. Doch als wir dann erstmals von Drachengestalt Azazel grün und blau geschlagen wurden, ohne auch nur eine Runde für uns entschieden zu haben, begannen wir mit dem Einstudieren der Special Moves. Schon kleinere Tastenmanöver lösen durchaus kräftige Schlag-und-Tritt-Kombos aus. Machen wir sie zu oft hintereinander, gewöhnt sich die KI daran und blockt künftige Versuche souverän ab. Darum ist es ratsam, sich erst mal auf einen Kämpfer zu spezialisieren und sich langsam an die grosse Auswahl an Spezialattacken heranzutasten. Dann dürften bald auch höhere Schwierigkeitsgrade kein Problem mehr darstellen. Und einen menschlichen Teilnehmer mit ein paar spektakulären Angriffen fertigzumachen, ist die Mühe sowieso wert.

Tekken 6
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Daniel Boll


Tekken-6
XBOX 360

Tekken-6
XBOX 360

Tekken-6
XBOX 360

Tekken-6
Playstation 3

Daniel Boll am 07 Okt 2009 @ 00:05
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen