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Far Cry Primal: Preview

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Bestienmeister

Doch nicht nur innerhalb der Inventarverwaltung darf gebastelt und gebaut werden. So treffen wir im Laufe unserer Streifzüge auf eine Ohren sammelnde junge Dame, die ihr Lager in einer geräumigen Höhle aufgeschlagen hat und gerne bereit ist, ihren sicheren Rückzugsort mit uns und potenziell anderen zu teilen. In ebenfalls altbekannter Quest-Manier ist es nun an uns, durch Oro zu ziehen, die Welt zu erschließen und unser eben gegründetes Dorf unter herumstreifenden und hilfebedürftigen Ureinwohnern bekannt zu machen. Dies erfolgt ebenfalls in bester Far-Cry-Manier, indem wir beispielweise Leuchtfeuer entzünden oder potenzielle Bewohner unseres Dorfes vor wilden Tieren und feindlichen Stämmen beschützen. Mit steigender Zahl der absolvierten Rettungs- und Hilfsmissionen steigt natürlich auch die Population in unserer ehemals leeren Höhle.

Der Dorfbau erweist sich zwar als eine schöne und motivierende neue Komponente im Spielgeschehen, die Crafting-Möglichkeiten gehen in dieser Hinsicht leider nicht sonderlich in die Tiefe. Wer beispielsweise aktuell in Fallout 4 fleißig Stein um Stein Siedlungen baut, wird von der Einfachheit des Dorfbausystems in Far Cry Primal wohl eher enttäuscht sein. Die Handlungsmöglichkeiten beschränken sich hier nämlich abermals auf das ausreichende Sammeln von Ressourcen, um diese an fest vorgegebenen Stellen in Gebäude-Upgrades zu investieren (die Renovierung von Ghales Haus in Far Cry 4 funktionierte nach dem gleichen Prinzip, jedoch mit der Investition von Geld). Trotz der fehlenden Tiefe machte es uns in den wenigen Spielstunden, die wir bereits in Oro verbringen durften, viel Freude, unser Dorf wachsen zu sehen und uns im Rahmen der Möglichkeiten daran zu beteiligen.

Far Cry Primal Bild
In einem Far Cry darf aber natürlich auch ein entsprechender Anteil an Action- und Abenteuercharakter nicht fehlen. Da man aus naheliegenden Gründen im Setting der Steinzeit auf die Nutzung bekannter Spaßmacher à la Granatwerfer, Harpune, Jetski, Gyrokopter etc. verzichten sollte, fehlt dem Titel – trotz Takkars herausragender Kondition und der Fähigkeit, ohne Ausdauerverlust zu sprinten – die aus den Vorgängern gewohnte Dynamik. Doch auch hier haben sich die Macher eine tolle Alternative überlegt, um den Spielfluss zu bereichern. So entdeckt man bereits recht früh im Spiel seine Fähigkeit, eine Bindung mit Wildtieren einzugehen. Mit Fleischködern und Streicheleinheiten können wir somit fast 20 verschiedene Tiere zähmen und diese sogar taktisch in das Kampfgeschehen integrieren.

So ist Oro natürlich nicht nur von friedlich lebenden Stämmen bevölkert. Auch aggressive und grobschlächtige Menschenfresser und ein sektenähnlicher Feuerkult durchstreifen die Wildnis. Der letztgenannte Stamm, die Izila genannt, vermittelt den Eindruck, abermals einen für die Far-Cry-Serie mittlerweile fast typischen eindrucksvollen und im Gedächtnis bleibenden Oberbösewicht auf die Gegenseite zu stellen. Auf dem Weg zur Stammesführerin der Izila gibt es natürlich auch zahlreiche Camps zu befreien, was vor allem mit der Fähigkeit des Bestienmeisters großen Spaß gemacht hat. So "sniperten" wir mit unserer Eule allein herumstehende Gegner von ihren Posten, ließen unseren Luchs das Camp nach Gegenständen absuchen oder uns von unserem aufmerksamen Wolf rechtzeitig vor herannahenden Gegnern warnen.

Far Cry Primal
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Jessica Rehse am 26 Jan 2016 @ 18:10
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