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Alice - Madness Returns: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Man nehme eine Schweineschnauze, stopfe sie mit ordentlich Pfeffer voll, und was bekommt man? Nein, kein wohlschmeckendes Sonntagsgericht, sondern den Weg zu einem Schlüsselloch, der einen zu einer Vielzahl von Zähnen führt. Klingt kurios? Das ist es durchaus, und genau das ist auch gut so. Die Rede ist hier nämlich von Alice - Madness Returns. Wo der Wahnsinn mit dem neuesten Streich aus dem Hause Electronic Arts zurückkehrt, darf grenzenlose Düsternis und die gewisse Beimengung von Blut nicht fehlen. Weiss diese Mischung aber auch zu gefallen?


Adaptionen von Filmen und Büchern sind in der Welt der Videospiele inzwischen kein seltenes Gut mehr, weshalb regelmässig entsprechende Versoftungen produziert werden. Umsetzungen von Märchen sind zwar nicht sonderlich oft zu finden, aber auch sie kann man mittlerweile hin und wieder bestaunen. Ein gutes Beispiel ist da American McGee's Alice, das sich vor über zehn Jahren die Geschichte von Alice im Wunderland zur Vorlage genommen hat. Dabei ist ein durchaus respektables Videospiel entstanden, das auch heute noch von seinen Anhängern geschätzt wird. Nach dieser langen Zeit wurde nun endlich die Fortsetzung veröffentlicht, die einen ein weiteres Mal in die seelischen Abgründe von Alice bringt und allerhand Kuriositäten zu Tage fördert.

Zurück ins Wunderland

Die Story knüpft etwa zehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an. Alice ist immer noch nicht über ihre tragische Vergangenheit hinweggekommen. Ihre Familie starb in den lodernden Flammen ihres Hauses, was Alice bis heute nicht akzeptieren kann. Sie gibt sich zum Teil selbst die Schuld, sucht aber gleichsam nach Erklärungen für das Unglück. In den letzten Jahren lebte sie in einem Waisenhaus mit entsprechender psychologischer Betreuung. Die Therapie scheint allerdings nicht sonderlich gut angeschlagen zu sein, denn direkt nach ihrer Entlassung wird die junge Protagonistin erneut von dunklen Halluzinationen heimgesucht. Daher taucht sie ein weiteres Mal in das Wunderland ab, was sich nach dieser langen Zeit deutlich verändert hat. Nichts ist von der einst blühenden Pracht der fantastischen Welt übrig geblieben. Das Wunderland wird vom Verfall bedroht, den ein gewaltiger und mit Schrecken anmutender Zug, der durch die Umgebung zieht, mit sich zu bringen scheint. Alice ist diesem Verfall auf der Spur und versucht die Ursache dessen herauszufinden. Dabei trifft sie auf alte Bekannte wie beispielsweise den Hutmacher - aber auch die bereits gewohnten Gesichter haben sich verändert.



Der Plot ist verrückt, abgedreht und offenbart nicht immer seinen Sinn. Kein Grund aber, den Titel zu verpönen, schliesslich dreht sich Alice - Madness Returns um seelische Abgründe und Abnormitäten. Erzählt wird die Story mit schön gestalteten und stilvollen Zwischensequenzen. Einzig die deutsche Synchronisation kratzt hier ein wenig an der Atmosphäre. Sie erweist sich je nach Figur zum Teil als ziemlich nervig und erscheint selten wirklich glaubwürdig.

Alice - Madness Returns
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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 27 Jun 2011 @ 14:34
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