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Alpha Protocol: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

2010 scheint das Spionagegeschäft wieder Hochkonjunktur zu haben. Nachdem Sam Fisher in Splinter Cell Conviction auf Kriegsfuss stand und Solid Snake in Metal Gear Solid: Peace Walker seine Stealth-Tricks auf Sonys Hosentaschenkonsole vorführte, ist SEGA an der Reihe. Da aber alle namhaften Agenten derzeit so unsichtbar wie unerreichbar sind, führt der Unterhaltungskonzern einen Neuling in die Welt der Heimlichtuer ein. Er ist jung, hat ein variables Äusseres und hört auf den Namen Mike Thorton. Obwohl er noch nicht an dem Veteranentisch im Agentenclub Platz nehmen darf, gibt sich der smarte Newcomer nicht mit Kinkerlitzchen ab. Sein erstes spielbares Abenteuer ist gleich ein richtig dickes Ding.


Gerade nahm er den Job bei einer geheimen Organisation an, die selbst weiten Teilen der US-Regierung verborgen ist. Nur wenigen Eingeweihten ist die Agentur als Alpha Protocol bekannt, einer Abteilung, die offiziell nicht existiert und die ihre Aufträge stets so aussehen lässt, als wäre der Lauf in der Welt ein ganz natürlicher. Es braucht ja auch niemand zu wissen, wer hinter den Vorhängen der Macht wirklich irgendwelche Fäden zieht, damit die Politpuppen zu tanzen beginnen. Das hört sich nicht wirklich nach Obsidian Entertainment an, die bislang vielmehr durch Zusatzepisoden bekannter Bioware-RPGs in Erscheinung getreten sind. Aber irgendwann ist es für jeden einmal Zeit, aus dem Schatten der ganz Grossen herauszutreten - es sei denn, er ist Geheimagent und braucht diesen Schatten für seinen täglichen Broterwerb.



Wie Mike zu dem Job kam, weiß er selbst nicht mehr so genau. Er erwacht einfach im OP-Saal der Organisation und muss sich zunächst den Weg nach draußen erkämpfen. Dafür setzt er ein paar Wächter außer Gefecht, knackt Schlösser und sieht zu, dass er Land gewinnt. Damit wäre dann auch schon der Eignungstest bestanden. Als nächstes bekommt seine Ausbildung mit Waffentraining, Hacker-Insiderwissen und dem Umgang mit Explosivstoffen den letzten Schliff und schon steht er dem Einsatzleiter des Alpha Protocols gegenüber, der ihn auf seine erste heikle Mission schickt. In Saudi Arabien soll er den Abschuss eines Passagierflugzeugs untersuchen - der Anschlag geht offensichtlich auf das Konto eine Terroreinheit.Schnell wird jedoch klar, dass die arabischen Fieslinge von einem westlichen Waffenkonzern unterstützt werden. Damit weiß Thorton dann auch schon zuviel und wird vom Schnüffler zum Freiwild der offiziellen Regierungsbehörden erklärt.

Alpha Protocol Bild
Wie Thorton dabei vorgeht, liegt ganz im Entscheidungsbereich des Spielers. In Gesprächen mit anderen Personen kann Mike wertvolle Informationen gewinnen, aber auch Vorteile beim Handel mit Ausrüstung und Waffen erlangen. Manche weiblichen Gesprächspartner erliegen sogar seinem Charme und lassen sich nach ein paar schmeichelnden Worten gern von dem Agenten verführen. Ebenso lassen sich Zielpersonen einschüchtern, exekutieren oder stur nach Dienstvorschrift festnehmen. Wer aber auch ein offenes Ohr für seine unterlegenen Gegner hat, kann wiederum mehr über die Hintergründe der Staatsaffären erfahren, deren Spielball er mittlerweile schon längst geworden ist. Lässt man Gnade vor Recht ergehen, könnte man einen hilfreichen Freund an seiner Seite gewinnen oder einen fatalen Fehler begehen, der sich später bitter rächen kann. Die Möglichkeiten sind hier äusserst vielfältig, denn ganze Handlungsstränge ordnen sich je nach Verhalten anders an. Dass es dabei auf mehrere alternative Enden hinausläuft, lässt sich leicht erahnen. Die komplexe Story hält viele Stunden Spielzeit und diverse Durchläufe parat.

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Martin Weber

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Martin Weber am 13 Jun 2010 @ 14:30
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