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Amazing Spider-Man: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Das neueste Spektakel um die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft weist deutliche Parallelen zu den beiden Batman-Ablegern Arkham Asylum und Arkham City auf. Also ein ähnlich gelungenes Superhelden-Abenteuer?

Was macht eigentlich so ein Superheld?

Die Frage stellt sich ja im Grunde genommen niemand, weil es ja klar ist: Jeder Held rettet die Welt, alle anderen sind Gartenzwerge. Gut, es kann auch mal kleiner zugehen, so wie bei Spidey, der nur den Stadtteil Manhattan von einer Seuche befreien muss. Natürlich ist mal wieder der ominöse Oscorp-Konzern beteiligt, weshalb das Spiel auch mit einer wirklich gut gemachten Werbekampagne der fiktiven Firma startet. Nett, wirklich nett. Beim anschliessenden Hauptmenü wird schon deutlich, dass der Umfang nicht die Stärke des Spinnenmannes ist: Die Solokampagne ist das Einzige, was der Titel zu bieten hat, wobei die wirklich gar nicht so schlecht ist. Weitere Herausforderungen suchen wir vergeblich - einzig die Möglichkeit, das Spiel auf drei Schwierigkeitsgraden zu bestreiten, bietet den Hauch einer Abwechslung. Doch schon einmal vorweg: Der Wiederspielwert auf den höheren Stufen ist gering, da sich nach Abschluss der Geschichte alle Missionen noch einmal einzeln anwählen lassen - nicht im Hauptmenü, sondern im kleinen Menü der Kampagne.

Wiedersehen mit zahlreichen Bösewichten und Weggefährten

Nach den missglückten Artenkreuzungen bei Oscorp bricht eine Seuche in Manhattan aus, die die Einwohner des gesamten Stadtteils zu infizieren droht. Während der verrückte Wissenschaftler - warum sind die eigentlich immer alle verrückt oder wahnsinnig? - Alistair Smythe auf seine Roboter setzt, die für Ordnung sorgen sollen, entscheidet sich die menschliche Spinne für einen anderen Weg. Kurzerhand soll Dr. Connors uns helfen, ein Gegenmittel zu erstellen. Eben jener Dr. Connors, der nach einem missglückten Experiment mal als Echse in Manhattan sein Unwesen trieb. Fans von Spider-Man wissen Bescheid, alle anderen machen einfach das, was ihnen befohlen wird. So prügeln, schwingen und schleichen wir uns durch elf Kapitel, erleben die Höhen und Tiefen des Superheldenlebens, und haben nach gut sechs Stunden die Kampagne hinter uns. Wer sich mit den Nebenmissionen und kleinen Aufgaben in der Stadt vergnügen will, kann den Aufenthalt in Manhattan noch um einige Stunden erweitern - allerdings wird auch hier wie schon in der Kampagne die Abwechslung nicht gerade grossgeschrieben.

Es gibt Verfolgungsjagden durch die Stadt, in denen Spidey durch die Häuserschluchten schwingt und die Verbrecher stoppen muss. Bankräuber müssen aufgehalten werden, in den kleinen Gassen lauern Ganoven friedlichen Bürgern auf, und dann gibt es ja auch noch die infizierten Bürger, die wir als freundliche Spinne in ein Krankenhaus bringen. Es sind auch zahlreiche Comicseiten in und über Manhattan verteilt: Wer sie einsammelt, schaltet Cover von alten Ausgaben frei. Nicht der Brüller, aber ganz nett. Ausserdem werden durch die Nebenmissionen auch noch weitere Upgrades für die Spinne freigeschaltet, sodass unser Held immer neue Tricks beherrscht, um die Gegner flachzulegen.

Das Gameplay - irgendwie cool, aber irgendwas fehlt doch

Die gut umgesetzten Flug- und Schwungeinlagen in Manhattan, die wirklich Lust und Laune machen und etwas Eigenständiges sind, sind der spielerische Höhepunkt. Die Entwickler haben sich schliesslich auch den Netzsprint als Gameplay-Feature einfallen lassen. Bei gedrücktem rechten Button verlangsamt sich die Zeit extrem und wir können in aller Ruhe einen Landeplatz aussuchen. Doch das ist kein Fixpunkt: Wenn sich die Spinne im Flug befindet, können wir durch ein erneutes Drücken wieder einen anderen Punkt auswählen, sodass wir uns immer in Bewegung befinden, was wirklich Laune macht und sich gerade dann, wenn es Gegner mit Feuerwaffen auf uns abgesehen haben, hervorragend zur Flucht eignet. Aber mal abgesehen von diesen Flugeinlagen spielt sich Spider-Man wie ein Batman-Titel. Das liegt am Kampfsystem, das fast identisch umgesetzt wurde. Ein Superheld ist eben wie jeder andere - nur dass Batman der Bessere ist. Während Bruce Wayne nämlich zahlreiche Kombos zur Verfügung stehen, die mit unterschiedlichen Button-Kombinationen für mehr Dynamik sorgen, wirkt Peter Parker im Kampf eher wie in einem Film, bei dem man munter auf einem Knopf herumdrückt - meistens dem X-Button. Die Signature-Moves kommen dann mit dem B-Button hinzu, und letztlich war es das auch schon, was uns in den Kämpfen weiterbringt. Und davon gibt es viele: Die Gegner, die Spider-Man begegnen, reichen von simplen Infizierten über Schläger, Gatling-Truppen und kleine Kampfroboter bis hin zu grossen Roboboliden und Riesenratten, die nicht so einfach zu besiegen sind.

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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 10 Jul 2012 @ 19:26
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