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Army of Two - The Devil's Cartel: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Man kann es nicht anders sagen: Salem und Rios sind zwei verdammt coole Typen - Elitesöldner, die für genügend Kohle täglich Kopf und Kragen riskieren. Allerdings waren die beiden Army-of-Two-Ableger der deutschen BPjM ein Dorn im Auge, weswegen das Duo in der Indexversenkung verschwand. Mit Army of Two: The Devil's Cartel will Electronic Arts die kooperative Actionserie wiederbeleben und setzt dabei auf viel Krawall und hochdosierte Bleispritzen. Ob das reicht, erfahrt ihr im Test.

Ein Fall für zwei

Die Situation scheint aussichtlos: Fünf abgehalfterte Drogenjunkies haben uns in ihrem Drecksloch festgenagelt. Die Kugeln ihrer Kalaschnikows zerreissen die Luft, doch wir lassen uns nicht von heroinsüchtigen Gaunern kleinkriegen und aktivieren den Overkill-Turbo. Schlagartig erhöht sich der Bleigehalt im Raum, Holz splittert, Beton zerbröselt, die ikonischen Masken glitzern im Effektgewitter. Die Army-of-Two-Spiele glänzten vor allem durch die beiden zynischen Hauptfiguren Rios und Salem, zwei abgebrühte Halunken, die selbst im heissesten Feuerhagel immer ein lockeres Sprüchlein auf Lager hatten. Hier leisten sich die Entwickler den ersten Schnitzer: Rios und Salem weichen Alpha und Bravo. Während die einstigen Helden nur noch als Randnotiz auftauchen, wirken die Neuzugänge wie hilflose Zinnsoldaten. Ein herber Schlag für Serienfans, und ein Atmosphärekiller obendrein, denn das Zweiergespann bleibt platt wie die sprichwörtliche Flunder.

Army of Two - The Devil's Cartel Bild
Der Handlungsrahmen ist schnell abgesteckt: In Mexiko floriert der Drogenhandel, allen voran die La Guadana hinterlässt mit blutigen Massakern und vollgedröhnten Junkies brennende Erde. Also klingelt der Präsident bei der Trans World Operations (kurz T.W.O.) und ordert zwei maskierte Krieger, die das Drogenkartell zerschlagen sollen. Spannend klingt anders. Und doch wird der Plot ab der zweiten Spielhälfte zunehmend interessanter. Dann nämlich laufen Rios und Salem den Grünschnäbeln den Rang ab, eine überraschende Wendung gibt's obendrein. Die wird aber nur Kenner der Vorgänger berühren. Davon abgesehen ist selbst das ZDF-Abendprogramm interessanter.

Also Kopf aus, Knarre raus. In der Rolle von Alpha ballern wir uns unentwegt von einem linearen Areal zum nächsten. Derweil gibt uns Bravo Feuerschutz, der sowohl via Splitscreen als auch online entweder von einem menschlichen Mitspieler oder der künstlichen Intelligenz gesteuert wird. Immerhin liegt der Fokus wie schon bei den ersten beiden Titeln auf kooperative Action: Während wir den Feind mit Sperrfeuer zudecken, fällt ihm unser Partner in die Flanke, oder umgekehrt. Dazu greift das Spiel wie mittlerweile alle anderen modernen Shooter auf ein hilfreiches Deckungssystem zurück. Ein blauer Pfeil zeigt an, wo wir uns verschanzen dürfen. Auf Knopfdruck schlittern wir hinter Kisten, Wände und Fahrzeuge. Solange wir in Deckung hocken, geniessen wir einen Präzisionsbonus. Weil kleinere Gegenstände aber flott im Kugelhagel auseinanderfallen und Fahrzeuge in Flammen aufgehen, sind wir nirgends wirklich sicher - zumal die Feinde literweise Zielwasser intus haben. Wer wild drauflos ballert und nach vorne prescht, kommt in The Devil's Cartel nicht weit.

Army of Two - The Devil's Cartel
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Mirco Kaempfer

Mirco Kaempfer am 10 Mai 2013 @ 14:31
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