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Bayonetta: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Hideki Kamiya, Schöpfer von Devil May Cry und Okami, entsendet euch in seinem neuesten Werk Bayonetta in eine epische Schlacht gegen die Engelsarmeen des Himmels. Als namensgebende Hexe mit übernatürlichen Fähigkeiten werdet ihr Teil eines rasanten Actionfeuerwerks. GBase verrät euch, warum das Spiel für Xbox 360 eines der ersten Highlights des Jahres ist und warum die PS3-Fassung eine Abwertung kassieren musste.

Hexe Bayonetta ist jung, hübsch, athletisch und zynisch. Kaum zu glauben, dass sie schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel hat. Ihre Existenz auf Erden ist jedoch in Gefahr, trachtet ihr doch Gottes Armee persönlich nach der Seele, um sie ins Fegefeuer zu verbannen. Bayonetta entschliesst sich für die Flucht nach vorne und legt sich mit den Engelshorden an. Gleichzeitig kämpft sie mit einer Amnesie, die zu Beginn dafür sorgt, dass ihr im Unklaren darüber seid, was die Hexe nun eigentlich genau vorhat und was in der Vergangenheit mit ihr geschehen ist. In teils spielbaren Erinnerungssequenzen wird die undurchsichtige, aber wendungsreiche Handlung immer nachvollziehbarer. Ausserdem macht ihr im Spielverlauf Bekanntschaft mit diversen Schlüsselcharakteren, etwa Casanova Luka, der noch eine offene Rechnung mit Bayonetta hat und anfangs als vermummte Altair-Kopie durch die Strassen der heiligen Stadt Vigrid flüchtet. Köstlich!

Aus einer Third-Person-Perspektive steuert ihr Bayonetta flink und grazil animiert durch lineare, aber hübsche Areale, darunter eine heilige Stadt, Zwischenwelten und Gebirgspässe. Der vogelähnlichen Engelsgegner entledigt ihr euch mit einfach ausführbaren, aber spektakulären Komboattacken, die ihr während der doch zahlreichen Ladepausen trainieren könnt. Mit Schwertern, Schrotflinten, Pistolen, Fusstritten und Faustschlägen fetzt ihr die gefiederten Viecher in blutige Stücke. Feindlichen Attacken weicht ihr kinderleicht mit Flickflacks aus, die - im richtigen Moment ausgelöst - eine Zeitlupe aktivieren. Alles um euch herum verlangsamt sich kurzzeitig. Genug Zeit, um auch grösseren Widersachern viel Schaden zuzufügen.

Und davon gibt es jede Menge, fast wirkt das Spiel wie eine Aneinanderreihung von Bosskämpfen. Gigantische Drachen-, Schlangen- und Riesenwesen nehmen mit brachialer Gewalt und Feuerbällen halbe Levels auseinander. Böden brechen unter euren Füssen weg, Brücken werden in Echtzeit mit blossen Riesenfäusten herausgebrochen, während ihr euch noch darauf befindet. Oft absolviert ihr solche Situationen in Form von Quick-Time-Events, müsst also nur im richtigen Moment die passende Taste drücken, damit die Hexe etwa automatisch in Zeitlupe von einem wegfliegenden Gesteinsbrocken auf den nächsten springt. Manchmal kommt es sehr plötzlich zu solchen Reaktionsspielchen - auch innerhalb von vermeintlichen Zwischensequenzen. Da kann es schon mal vorkommen, dass ihr den Anschluss verpasst und ein Bildschirmleben vergeudet.

Kommt es zur direkten Konfrontation mit einem Himmelstitanen, ist es meist nicht mit stumpfer Waffengewalt getan. Bosse verfügen über Schwachpunkte und müssen taktisch angegangen werden, sonst machen sie Hackfleisch aus euch. Hilfreich sind da herbeirufbare Dämonenwesen, darunter Riesendrache Gomorrha, der in seinem Maul auch das grösste Ungetier zermalmt oder es mit seinen mächtigen Klauen gegen eine Wand matscht, bis nur noch blutige Klumpen übrig bleiben. Wie das Kampfsystem und die Bosse generell sind auch diese Finishing-Moves eine optische Wucht.

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Daniel Boll


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Daniel Boll am 08 Jan 2010 @ 00:01
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