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BioShock 2 - Sea of Dreams: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Eines der wohl besten Spiele der aktuellen Generation bekommt einen Nachfolger. Die Messlatte liegt sehr hoch. Wir haben uns wieder nach Rapture herabgewagt und möchten von unserer Reise durch BioShock 2 berichten.

Tiefseeutopia

Schon die erste Reise in die utopische Stadt Rapture hat uns einen verstörten Einblick in menschliche Ideale, Irrsinn und den Fall einer alternativen Metropole gezeigt. Dass Menschen einfach nicht in Frieden miteinander leben können und was vermeintlicher wissenschaftlicher Fortschritt auslösen kann, lehrten uns die Entwickler mit ihrem ersten Werk und leisteten obendrein einen grossartigen Beitrag zur Spielkultur. Nun haben wir BioShock 2 im Laufwerk und können uns auf einen weiteren Abstieg in die ehemalige Tiefseemetropole Rapture einlassen. Das kranke Machwerk des Stadtgründers Andrew Ryan ist nach wie vor auf dem Meeresgrund präsent. Die Stadt Rapture verströmt schon in den ersten Minuten des Spiels wieder eine unheimliche wie auch faszinierende Atmosphäre, die den Spieler fast sofort gefangen nimmt.

Diesmal schlüpfen wir allerdings nicht in die Haut eines Auswärtigen, der Rapture auf die harte Tour kennenlernen muss, sondern übernehmen die Rolle eines aus Teil 1 gefürchteten Gegners: einem Big Daddy. Wie wir aus dem Vorgänger noch wissen, dreht sich in Rapture alles um ADAM, ein krebsähnliches Virus, das aber nicht Zellstrukturen zerstört, sondern diese ergänzt. Die Wissenschaft hat es ermöglicht, durch Plasmide und Gentonika diverse Manipulationen per Spritze in den Menschen zu injizieren. Die Little Sisters sind manipulierte kleine Mädchen, die als ADAM-Produzenten überall in Rapture unterwegs sind, um es bei menschlichen Wirten zu ernten. Big Daddys, genauso manipulierte Menschen in einem mächtigen Kampfanzug, existieren allein, um ihre kleinen Töchter zu beschützen. Dies werden aber alle, die den ersten Teil gespielt haben, schon wissen.

Aus dem Leben eines Big Daddys

Wie schon oben angeschnitten übernehmen wir in BioShock 2 die Rolle eines Big Daddys, der anders als seine Kollegen wieder mehr oder weniger zu seinem menschlichen Wesen zurückfindet. Natürlich kann man sich nicht mehr unbedingt an das Leben vor dem riesigen Taucheranzug erinnern, aber nach und nach erfährt man Bruchstücke von seinem früheren Leben, als in Rapture die Welt noch in Ordnung war. Vor allem wird man bei seiner Suche nach Identität von der Tatsache geleitet, dass da draussen irgendwo die leibliche Tochter existiert. So finden wir uns in BioShock 2 schon von Anfang an in einem schweren Taucheranzug wieder, bewaffnet mit einem grossen Bohrer und durchsetzt von Visionen, mit denen wir anfangs nicht allzu viel anfangen können.

Die Tatsache, dass wir nun selbst ein Big Daddy sind, wurde von den Entwicklern pompös in Szene gesetzt. So bemerken wir am Rande unseres Sichtfeldes den grossen Helm, und unsere Schritte und vor allem Sprünge lassen den Boden erbeben. Genauso grandios sind Passagen, in denen wir uns ausserhalb von Rapture bewegen, fast schon schwerelos und über uns nichts als Meer und die imposante Skyline der Stadt.

Da wir ein Big Daddy sind, können wir abseits unserer wiederkehrenden menschlichen Gemütszüge mit einer Little Sister auf ADAM-Ernte gehen. Natürlich müssen wir dazu erst einmal eine finden und ihren Big Daddy in einem harten Kampf erledigen. Danach stellt uns das Spiel wieder vor die aus dem Vorgänger bekannten Entscheidung: Ausbeuten oder Retten. Diesmal bedeutet Retten aber Adoption. Wählen wir Letzteres, so kommt das Mädchen auf unsere Schulter und per Tastendruck lassen wir uns von ihr zu einem toten Wirt leiten. Dort angekommen, lassen wir sie mit ihrer grossen Spritze ernten, während wir Scharen gieriger Splicer abwehren - genauso wie wir es in Teil 1 oft aus der Ferne beobachten konnten. Sind alle Wirte abgeerntet, bringen wir unser kleines Mädel zu eines der Schlupflöcher, wo wir uns entscheiden müssen, ob wir sie retten oder ausbeuten wollen. Beides hat wieder seine Vor- und Nachteile.

Neues aus Rapture

Neben dem beschriebenen Novum, einen Big Daddy komplett zu steuern und mit den Little Sisters zu agieren, finden wir im Spiel aber sehr wenig Neuerungen. Zwar ist die Grafik überarbeitet worden und man bekommt einige neue Gegner zu Gesicht, aber ansonsten ist fast alles so wie in Teil 1. Als neue Gegner gibt es unter anderem die Big Sister, eine sehr flinke Version des Big Daddys, und so manch degenerierte neue Art von Splicern. Auch ein paar neue Waffen wie das mächtige Harpuniergerät haben ins Spiel gefunden, genauso wie ein paar neue Plasmide und Tonikas. Ansonsten kennt man alles schon aus Teil 1, was zwar ein wenig schade, aber dann doch eher Meckern auf sehr hohem Niveau ist.

BioShock 2 - Sea of Dreams
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Stefan Vogel


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Stefan Vogel am 25 Feb 2010 @ 00:52
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