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Bioshock Infinite: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Zuckerwatte und Ballons, dazu etwas Musik, Gesellschaft und ein fantastischer Ausblick. Columbia ist die Idylle des 20. Jahrhunderts - bis sich der falsche Hirte in sie verirrt. BioShock: Infinite ist ein Spiel, wie wir es selten erleben. Weil es eine Geschichte erzählt, die sich nur die wenigsten Spielautoren zutrauen. Weil es mehr ist, als die Summe seiner Teile, und nicht zuletzt, weil es einen Schraubstock in unseren Kiefer klemmt. Ein Faszinosum für Abenteurer, das uns mit seiner prächtigen Atmosphäre so einlullt, dass wir den durchschnittlichen Shooter unter der vermeintlichen Glanzfassade gar nicht entlarven wollen.

Bioshock Infinite Bild
Es ist finster, stürmisch, und der Regen peitscht unseren Rücken, aber die beiden Gestalten, die das Boot rudern, scheinen geistig gar nicht anwesend zu sein. Sie sehen aus wie Wissenschaftler eines Atomreaktors, denken wir noch - oder wie zwei Psychiatrie-Entflohene in gelben Regencapes -, als wir mit schweren Gliedern auf den Pier klettern. In unserer Hand: eine Kiste, darin eine Pistole, gekritzelte Symbole und ein Bild von einem jungen Mädchen. Vor uns: ein Leuchtturm, darin ein Geheimnis und eine Mission, die unser Leben verändern wird.

Ein Utopia über den Wolken?

BioShock: Infinite lässt seine beiden Vorgänger weit hinter sich. Es gibt keinen mysteriösen Atlas, der uns mit Funksprüchen durch eine verfallene Unterwasserstadt leitet; keine freundliche Dr. Tenenbaum; und schon gar keine Irren in Taucherklamotten. Stattdessen schlüpfen wir in die Rolle des Pinkerton-Agenten Booker DeWitt mit dem Auftrag, die kleine Elizabeth aus Columbia zu befreien, wo sie seit ihrer Kindheit festgehalten wird. Die Fragen, die sich gleich zu Beginn stellen, sind ein wesentlicher Motivationsmotor. Wer ist der Auftraggeber? Was hat er mit dem Mädchen vor? Warum ist ein Schulkind seit der Geburt hinter Gittern? Geduld. Das Spiel verrät vorerst nichts.

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Ganz im Gegenteil: Kaum fünf Minuten nach der holprigen Bootsfahrt betreten wir Columbia - die Stadt, die im 18. Jahrhundert als Symbol der amerikanischen Ideale errichtet wurde - und fragen uns, ob wir überhaupt noch alle Tassen im Schrank haben. Kilometerweit über der trüben Suppe des Meeres tuckern Luftschiffe und Zeppeline, gusseiserne Maschinen blasen Rauchschwaden in die Luft, überall lässt sich mit angebrachten Ferngläsern das schwebende Kuriosum bewundern. Die Faszination ist so stark, dass wir uns erst einmal keinerlei Gedanken darüber machen, wie sich eine in Inselbruchstücke gebrochene Stadt über den Wolken hält, und einfach loslaufen. Sich in Columbia zu verlieren, fällt dank der liebevoll gestalteten Spielwelt ebenso leicht wie in Rapture. Da gleiten Sänger auf ihrer Schiffsbühne vorbei, in Szene gesetzt von rauschenden Raketen und einem glitzernden Feuerwerk. Und wollen wir einen anderen Stadtteil betreten, warten wir am Übergang, bis der Kirchturm angekoppelt wurde und sich die Schranken öffnen. Eine beeindruckende Welt im Steampunk-Stil, wie sie sich ein Jules Verne hätte nicht besser vorstellen können.

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Mirco Kaempfer


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Playstation 3

Mirco Kaempfer am 18 Apr 2013 @ 15:52
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