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Brink: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Die Möglichkeit, mit Videospielen auch online gegen andere Kontrahenten anzutreten, wird wohl spätestens seit dieser Konsolengeneration als selbstverständlich hingenommen. Dass es aber auch anders laufen kann, bewies zuletzt das PlayStation Network, denn das System war aufgrund eines Hacker-Angriffs für mehrere Wochen ausser Gefecht gesetzt. Vor allem Titel, die von der Mehrspielerfunktion Gebrauch machen, hatten in den vergangenen Wochen das Nachsehen. Bei Multiplattformtiteln wurde daher oft zur Alternative gegriffen, was auch bei Brink der Fall war.


Seit einiger Zeit können aber auch Besitzer der PlayStation 3-Fassung endlich den vollen Umfang des Ego-Shooters ausnutzen. Diese Tatsache sollte man nicht unterschätzen, denn gerade bei dem Shooter-Genre ist der Onlinepart eine wichtige Angelegenheit, was bei Brink besonders zum Tragen kommt. Aber was ist dieses Brink eigentlich? Der Titel verrät nicht gerade viel, was den potenziellen Käufer erwartet. Angekündigt und vermarktet wurde das Videospiel als die Shooter-Offenbarung schlechthin. Grund hierfür soll die enge Verbindung aus Kampagnenspiel und Mehrspieler-Erfahrung sein. Grosse Worte aus dem Mund des Publishers Bethesda Softworks sind das, weshalb die Skepsis bin zur Veröffentlichung anhielt.

Wegweisende Kampagne?

Brink stellt den Spieler vor fast vollendete Tatsachen, denn man wird quasi mitten in den Kampf zweier zerstrittener Fraktionen hineingeworfen. Alles dreht sich rund um die Ark, die einst als zukunftweisendes Umweltprojekt erschaffen wurde. Genutzt wurde die schwimmende und sich selbst versorgende Stadt dann allerdings für etwas ganz anderes. Als die Welt dem Niedergang geweiht war und die Meerespegel unerwartete Höhen annahmen, war die Ark für viele Menschen der letzte Rettungsanker. Die Ark war für einen solchen Andrang allerdings nicht ausgestattet, weshalb einige Menschen in notdürftig errichteten Slums unterkommen mussten. Zwar ist inzwischen viel Zeit vergangen und es sind schon lange keine Neuankömmlinge erschienen, doch die herrschende Ungerechtigkeit hat dafür gesorgt, dass sich ein Widerstand gebildet hat. Sie wollen nach Leben ausserhalb der Ark suchen und der schwimmenden Stadt endgültig entkommen. Die andere Fraktion setzt aber alles daran, dieses Unterfangen zu verhindern, da das Vorhaben des Widerstands aus ihrer Sicht hoffnungslos erscheint.



In acht Aufträgen wird die Fehde der beiden Gruppierungen ausgetragen. Dabei kann der Spieler selbst wählen, auf welche Seite er sich begibt. Leider offenbaren sich hier auch schon die ersten Probleme, mit denen Brink zu kämpfen hat. Zum Einen bieten die acht Missionen einfach viel zu wenig Stoff, weshalb die eigentliche Story flott abgeschlossen ist. Andererseits ist das aber vielleicht gar nicht so schlimm, denn der Plot selbst stellt sich nicht ins beste Licht. Die Erzählung und der Verlauf der Handlung bieten wenig Tiefe, sodass eine ausgereifte Atmosphäre von Beginn an gar nicht erst entsteht. Die Zwischensequenzen sind zwar ganz nett gestaltet, doch die Rettung ist das für Brink in diesem Bereich sicherlich nicht, was eigentlich bedauernswert ist, denn das Grundgerüst der Handlung verspricht zumindest Potenzial.

Farbenfrohe Umwelt

Die acht Missionen stehen für acht unterschiedliche Handlungsorte. Überraschend fällt die optische Gestaltung ins Auge, denn die Macher haben versucht, mehr Farbpracht in das Geschehen zu bringen. Dieses Vorhaben ist ihnen definitiv geglückt. Zwar mag die Grafik zunächst seltsam daherkommen, doch die Gewöhnung tritt recht schnell ein. Endlich mal wieder ein wenig Abwechslung im Vergleich zum vorherrschendem Grau vieler anderer Shooter. Die Grafik ist trotzdem nicht ganz auf der Höhe aktueller Titel. Dafür zeichnen die Texturen verantwortlich, die bei beiden Konsolenversionen beim näheren Hinsehen nachschärfen. Die PlayStation 3-Fassung kämpft zudem teilweise mit Kantenflimmern an einigen Stellen. Erwähnenswert bei der Technik ist aber vor allem die Serverperformance, die leider nicht sonderlich gut ausfällt. Sobald eine Partie voll besetzt ist, kommt es in manchen Situationen zu erheblichen Ruckelorgien, die den Spielfluss in so einer Situation zum Stagnieren bringen. Immerhin arbeiten die Entwickler kontinuierlich an dem Problem - so sind solche Momente seit der Veröffentlichung bereits etwas weniger geworden.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 24 Mai 2011 @ 18:11
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