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Call of Duty - Modern Warfare 3: Review

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Manhatten, New York: Ein abstürzender Helikopter reisst ein klaffendes Loch in einen Bürokomplex. Glasscherben und Betonbrocken prasseln nieder. Wir hören die verzweifelten Schreie von Zivilisten und die durchdringenden Rufe unserer Kameraden. Neben uns kokelt ein Fahrzeugwrack. Rauchschwaden steigen aus den Trümmern empor. Call of Duty - Modern Warfare 3 ist ein gewaltiges Erlebnis und beginnt mit einem Paukenschlag, der ein für allemal klarmachen soll, dass der Genreplatzhirsch zurück ist. Für den Abschluss der Trilogie feuert Infinity Ward in Kooperation mit Sledgehammer Games aus allen Rohren und pfeffert den Dritten Weltkrieg mit reichlich Spektakel. Modern Warfare 3 übernimmt die grossen Stärken seiner Vorgänger, erbt aber auch langjährige Schwächen.

Es herrscht Krieg

Mittagszeit in London: Eine dreiköpfige Familie geniesst ihren Urlaub beim Stadtbummel. Mutter und Tochter schlendern voran, der Vater läuft hinterher und filmt den Big Ben am Horizont. Der Verkehr ist ruhig, am Strassenrand gackern Tauben - alles scheint friedlich. Bis plötzlich ein explodierender Van die beiden Frauen aus dem Bildausschnitt schmettert. Diese Szene hat nichts mit dem Spielgeschehen zu tun. Sie treibt weder die Geschichte voran noch bereichert sie das Spiel. Sie ist nur da, um uns das Grauen des Krieges vor Augen zu führen. Eines Krieges, der Modern Warfare 3 zufolge in naher Zukunft auf der ganzen Welt toben soll: der Dritte Weltkrieg.

Call of Duty - Modern Warfare 3 Bild
Erfreulicherweise zwingt Modern Warfare 3 niemanden zum Voyeurismus kriegerischer Gräueltaten. Wer möchte, kann die entsprechenden Szenen einfach deaktivieren und trotzdem die Handlung lückenlos geniessen. Da das Spiel in Deutschland ab 18 Jahren freigegeben wurde und wir es trotz alledem mit einem Call of Duty zu tun haben, sollte dennoch keine Zimperliese vorm Bildschirm sitzen, denn ganz ohne Terror geht es dann doch nicht: In einer Mission des Spiels werden auch Pazifisten unfreiwillig Zeuge, wie zwei Soldaten unverfroren flüchtende Zivilisten niedermähen. Angst und Entsetzen sind die Gefühle, die auch der dritte Serienteil vermitteln möchte. Zum Glück weniger plakativ, als das noch bei der umstrittenen Flughafenmission des Vorgängers der Fall war.

Die Geschichte von Modern Warfare 3 knüpft da an, wo Modern Warfare 2 aufgehört hat. Zunächst schlüpfen wir in die Haut des Delta-Force-Soldaten Derek Frost, der im Hafen New Yorks die russische Flotte versenkt. Derweil halten sich Captain Price und Soap MacTavish in einem indischen Gebirgsunterschlupf bedeckt. Serientypisch verschlägt es uns wieder in zahlreiche Länder auf dem gesamten Globus. Afrika, Indien, Frankreich, Deutschland - nach jeder Mission wechseln wir den Schauplatz. Zudem übernehmen wir wieder die Kontrolle über mehrere Protagonisten, anstatt uns mit einem Helden zu identifizieren. Da kann schon mal Verwirrung aufkommen. Darum hier eine kleine Hilfe: Der Russe Makarov schob sein Massaker im Moskauer Flughafen einem amerikanischen Agenten in die Schuhe und heizte so den Konflikt der beiden Weltmächte an. Nebenbei entführt er den sowjetischen Präsidenten sowie seine Tochter, um an die Startcodes der russischen Nuklearraketen zu kommen. Klar: Fieser Bösewicht will den Erdball erobern und muss ausgeschaltet werden - all das kommt einem ziemlich bekannt vor. Modern Warfare ist ohnehin für seinen Bombast und weniger für seinen herausragenden roten Faden bekannt. Serienkenner dürfen sich aber über einen befriedigenden Abschluss der Trilogie freuen.


Call of Duty - Modern Warfare 3
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Mirco Kaempfer


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Mirco Kaempfer am 26 Nov 2011 @ 09:14
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