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Call of Juarez - Bound in Blood: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Techland erzählt in Call of Juarez: Bound in Blood die Vorgeschichte des Predigers Ray aus dem ersten Teil und entsendet euch auf eine cineastische Odyssee in den Wilden Westen. Wie sich der Western-Shooter spielt, klärt unser Testbericht.

Die Brüder Ray und Thomas sind zwei Haudegen, die gerne ihre Waffen sprechen lassen und für diplomatische Vorgehensweisen eher weniger empfänglich sind. Als sie sich dann auch noch in dieselbe Frau verlieben und einem sagenumwobenen Goldschatz hinterherjagen, droht die geschwisterliche Beziehung zu brechen. Prediger William hat es mit seinen gewaltbereiten Brüdern nie leicht gehabt und erzählt in spielbaren Rückblenden die gemeinsame Geschichte.

Alles beginnt im amerikanischen Bürgerkrieg. Als Ray trottet ihr in der Ego-Perspektive für die Südstaaten durch Schützengräben, umzingelt von Yankees. Kanonengeschosse schlagen neben euch ein, wirbeln meterhoch Dreck und Staub auf. Mit Rays Revolvern schlagt ihr anstürmende Soldatengruppen zurück, kämpft euch dann weiter vor, um euren Bruder Thomas ausfindig zu machen, der sich irgendwo in den Schützengräben herumtreiben soll. Unterwegs lernt ihr den Umgang mit Dynamitstangen und den Konzentrationsmodus kennen. Letzterer verlangsamt die Zeit und lässt euch sichtbare Gegner mit Fadenkreuzen markieren. Danach knallt Ray die armen Teufel automatisiert mit zwei Revolvern nieder.

Thomas verfügt über ähnliche Fähigkeiten, hat sich aber mehr auf Fernkampf spezialisiert. Mit dem Gewehr erledigt er seine Ziele präzise aus weiter Entfernung. Oder er schleicht sich an seine Gegner heran und streckt sie mit seinen Wurfmessern nieder. Im Konzentrationsmodus ist eure Reaktionsschnelligkeit gefragt. Statt die Widersacher zu markieren, simuliert ihr mit der Maus die Nutzung eines Revolvers, inklusive dem Zurückziehen des Abzughahnes. Das Anvisieren des Feindes übernimmt das Spiel in diesem Fall für euch. Thomas ist im Übrigen ein Meister im Klettern, muss seinen ungelenken Bruder oftmals an Felsvorsprügen oder Häuserwänden hochziehen. Ausserdem kann er mit einem Lasso auch höher gelegene Stellen erreichen, sofern das Spiel dies zulässt. Doch dazu später mehr.

Vor den meisten Missionen habt ihr die Wahl, ob ihr als Ray oder Thomas ins Gefecht zieht. Abgesehen von der leicht unterschiedlichen Spielweise ergeben sich so teilweise andere Level-Abschnitte oder Aufgaben. Eigentlich wäre die Spielmechanik geradezu prädestiniert für einen Zwei-Spieler-Kooperativmodus gewesen, doch sucht ihr diesen vergebens. Was soll's, denn immerhin zeigt Techland nach 2K Czech alias Illusion Softworks, dass nicht nur kinoreife Mafia-Spiele aus Osteuropa kommen können. Call of Juarez: Bound in Blood überzeugt nämlich mit regelmässigen, sehr dicht erzählten Zwischensequenzen. Dabei agieren die Charaktere so lebensnah und glaubwürdig, dass man ihnen fast schon eine ausgezeichnete schauspielerische Leistung attestieren möchte. Und die Grundzutaten für einen interaktiven Western sind sowieso vorhanden: Action, Eifersucht, Intrigen und unerwartete Wendungen. Dazu gleich mehrere zwielichtige Gestalten, deren Ziele bis zuletzt unklar sind.

Call of Juarez - Bound in Blood
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Daniel Boll

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Daniel Boll am 15 Jul 2009 @ 00:00
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