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Call of Juarez - Gunslinger: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Landen Videospiel-Entwickler einen absoluten Flop, bekommen viele Studios keine zweite Chance. Zu viel Geld steckt in den Produktionen, als dass man sich in der heutigen Zeit einen Fehltritt erlauben könnte. Doch Techland darf es trotzdem noch einmal versuchen und bringt nach Call of Juarez: The Cartel einen neuen Sprössling auf den Markt. Gunslinger muss sich allerdings in einem kleineren Rahmen unter Beweis stellen und kommt daher vorrangig als Download-Spiel auf die potenziellen Käufer zu.

Zurück im Wilden Westen

Dass die allermeisten Kinder wohl schon einmal Cowboy und Indianer gespielt haben, kommt sicherlich nicht von ungefähr. Der Wilde Westen hat schon einen gewissen Reiz. Mit all den Sagen rund um gesetzlose Banditen und hemmungslose Schusswechsel kann das Setting auch heute noch jede Menge Anhänger vor die Bildschirme locken. Sei es für Filme, die das Thema behandeln, oder aber im Bereich der Videospiele. Diverse Titel haben schon gezeigt, dass sich der Wilde Westen exzellent eignet, um als Prämisse herzuhalten. Dazu gesellt sich auch die Call-of-Juarez-Reihe, die mit dem letzten Teil zwar einen eher missglückten Abstecher in die Gegenwart wagte, nun aber zu den Western-Wurzeln zurückkehrt.

Call of Juarez: Gunslinger erzählt die Geschichte von Silas Greaves. Auf der Suche nach ein wenig Geld wurde der Recke zum Kopfgeldjäger und erlangte so unfreiwillig Berühmtheit. In vielen Groschenromanen werden seine Heldentaten erzählt. Kein Wunder, dass er solch eine Aufmerksamkeit bekommt, denn schliesslich hat er es mit Leuten wie den Daltons oder etwa Billy the Kid zu tun gehabt. Doch nicht immer sind all diese Erzählungen nahe an der Wahrheit. Genau das wissen auch die Leute, die Silas zufällig in einem Saloon treffen und ihm genauer auf den Zahn fühlen.



Silas lässt sich breitschlagen und gibt einige seiner Erlebnisse zum Besten. Hier beginnt die Handlung von Call of Juarez: Gunslinger, die selten ernst und zu fast jeder Zeit mit viel Witz und Ideenreichtum erzählt wird. Während des gesamten Spiels hört man dem Hauptcharakter sowie den im Saloon anwesenden Personen beim Kommentieren der Ereignisse zu. Mal streiten sie über Tatsachen, sodass es schon mal sein kann, dass hier und da eine Passage der Geschichte revidiert wird. Da fällt dem Helden dann ein, dass da doch ein anderer Weg war, oder aber es wird erzählt, wie die jeweilige Aktion am ehesten schiefgelaufen wäre. So spielt man einige Abschnitte zum Teil mehrmals, wobei die jeweiligen Änderungen natürlich Auswirkungen auf den Verlauf haben. Diese interessante Erzählweise stellt sich schnell als eines der wichtigsten Features des Titels heraus.

Die Handlung bleibt damit stets dynamisch und unvorhersehbar. Die gelungene englische Synchronisation mitsamt kleineren Comic-Sequenzen zwischen den Kapiteln tragen ihr Übriges zu der Stimmung bei. Wer der englischen Sprache allerdings kaum mächtig ist, wird Schwierigkeiten bekommen, jedem Wort trotz der deutschen Untertitel zu folgen. Die Erzähler sprechen nämlich in fast allen Situationen, sodass es selbst im dichtesten Bleidschungel etliche Kommentare zu verarbeiten gilt. Nichtsdestoweniger weiss die Aufmachung in ihrer Gesamtheit definitiv zu gefallen.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 30 Mai 2013 @ 17:34
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