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Crysis 3: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Der Monat Februar wird noch einmal mit einem heiss erwarteten Bombast-Shooter abgeschlossen, der ohne jeglichen Zweifel auf Hochglanz poliert wurde. Gemeint ist selbstverständlich Crysis 3, das eben vor allem in optischer Hinsicht überzeugen möchte. Doch steckt hinter dem Ballerspiel mehr als nur blanker Zucker für die Augen? Ein Blick ins zerstörte New York offenbart uns die entsprechende Antwort. Also Waffen zücken und ran an die Arbeit!

Aalglatter Hochglanz

Die Crysis-Reihe stammt vom deutschen Entwicklerstudio Crytek, das sich seit jeher auf die Fahne geschrieben hat, alles aus der verfügbaren Technik herauszuholen. Dass dieser Versuch von Erfolg gekrönt ist, zeigt allein schon die Tatsache, dass die besagte Serie nun schon im dritten Teil gipfelt. Hinsichtlich der Geschichte schlüpft der Spieler in die Rolle des Elite-Soldaten Prophet, der bereits in den Vorgängern eine wichtige Rolle gespielt hat. Während in Teil 2 nahezu alle Aliens ausradiert wurden, besinnt sich die Menschheit nun auf einen anderen Feind. Der Mega-Konzern Cell sorgt nämlich dafür, dass Scharen von Menschen ausgebeutet und in den Ruin getrieben werden. Das gelingt den Bösewichten mit einer schier nie zu versiegenden Energiequelle, die sie zu Wucherpreisen zur Verfügung stellen.

Gemeinsam mit seinem Kumpanen Psycho geht das Rebellenteam auf die Suche nach der Energiequelle und entdeckt dabei Grausames. Dass da auch die Wesen aus einer anderen Welt ihre glitschigen Tentakel im Spiel haben, lässt sich leicht vorhersehen. Zwischenzeitlich steht Prophet selbst mit seinem Identitätskonflikt im Blickpunkt der Handlung. Er hat viel geopfert, unter anderem seinen menschlichen Körper. Doch was ist er nun? Eine denkende Maschine oder gar ein ganz anderes Geschöpf? Das alles sind zwar nette Ansätze, doch die Handlung driftet nie über die üblichen seichten Gewässer hinweg. Keine Frage, Crysis 3 schafft es, seine Action bestens in Szene zu setzen, doch die Handlung wirkt stets gezwungen und vorhersehbar.

Crysis 3 Bild
Eigentlich bedauerlich, aber trotzdem verschmerzbar. Der Grund ist klar, denn Crysis 3 bietet das erwartete Hollywood-Ambiente, und wer ehrlich ist, erwartet in diesem Zusammenhang wohl kaum eine tiefgreifende Erzählung. Umso mehr Raum bleibt also für die erwähnte Action, und genau hier haben die Macher ihr Handwerk verstanden. Der Spieler bringt in einer Situation zum Beispiel einen Staudamm zur Explosion und springt dann ganz lässig an ein Drahtseil, um sich unversehrt ins Tal zu befördern. Glaubhaft ist was anderes, doch für offene Mundwinkel ist in vielen Momenten gesorgt. Zwar besticht der Titel mehr mit seiner Opulenz, doch geht es sogar in ruhigen Auseinandersetzungen zur Sache. Wenn etwa die Alien-Jäger im hohen Gras zum Angriff übergehen und man verwirrt auf seine gestörten Instrumente blickt, kommt für einen Augenblick ein Stück weit Bedrohung auf.

Doch keine falschen Hoffnungen. Vieles, was man in Crysis 3 zu Gesicht bekommt, haut einen aufgrund der grossen Shooter-Dichte nicht mehr vom Hocker. Das gilt aber nicht für die grandiose Optik. Hier haben die Entwickler sicherlich keinen Deut zu viel versprochen, denn das verwahrloste und von der Wildnis heimgesuchte New York sieht zu jedem Zeitpunkt phänomenal aus. Wilde Lichtspielereien, wenn ein Raumschiff angreift, und die zahlreichen zerstörten Häuserschluchten sorgen für das perfekte Setting. Gerade wenn man merkt, dass die Zwischensequenzen ohne sichtbare Qualitätsverluste in Spielgrafik übergehen, bleibt kein Zweifel mehr an der Arbeit von Crytek. In Verbindung mit der Musikuntermalung, die vom hektischen Geigenspiel bis hin zu orchestralen Melodien so einiges zu bieten hat, kommt tatsächlich jede noch so ausgereizte Action in Gang. Doch besonders auf der Konsole merkt man die Grenzen der Technik. An Speicher- beziehungsweise Kontrollpunkten kommt es immer wieder zu kleinen Rucklern. Das gilt ebenfalls für die sehr rasanten Fahrzeugeinlagen. Ein allgemeines Problem besteht zudem bei der Abmischung des Tons. Einige Synchronfetzen sind nämlich im Vergleich zum Umgebungssound zu leise geraten.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 25 Feb 2013 @ 17:34
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