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Dead or Alive 5: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Die Dead or Alive-Reihe stand seit jeher auf einem wackeligen Bein. Genrefans belächelten das zu simple Kampfsystem, und alle anderen reduzierten den Prügler eher auf die unnatürlichen Brustflummis bei den weiblichen Kämpfern. Hat Teil 5 mehr zu bieten?

Wo ist der Pepp?

Ähnlich wie Tekken konnte sich Dead or Alive bei seinem Debüt vor allem aufgrund seiner leicht bekleideten und brustwackelnden Schönheiten einen Namen machen. Dass dahinter eigentlich noch ein ganz passabler Prügler steckte, nahm man dann auch gerne mit. Die Serie entwickelte sich aber zum Glück weiter in Richtung Technik und Gameplay, konnte so mit Teil 3 auf der Xbox einen Überraschungserfolg erzielen, wurde jedoch bei vielen Kritikern als zu einfach abgestempelt. In der Tat war das Kontern zu einfach, wodurch Matches unter Veteranen schnell zu Konter-Arien ausarteten und nicht mehr wirklich Spass machten. Teil 4 nahm sich des Problems an und bot neben den serientypischen Bikinihüpfern auch ein wirklich tiefgehendes Kampfsystem. Diverse Ableger der Reihe, etwa Ninja Gaiden oder Beach Volleyball, konnten das Universum zudem in den Spielerherzen verankern.

Und dann? Lange war es ruhig geworden, fast so ruhig wie um den einstigen Genreprimus Virtua Fighter. Doch nun ist der lang erwartete fünfte Teil da und überrascht leider nicht wirklich mit frischen Ideen. Vielmehr ist Dead or Alive 5 zwar eine konsequente Weiterentwicklung der Serie, doch fehlt irgendetwas. Modi werden immerhin genug geboten, sogar ein für Prügler überraschend aufwändig inszenierter Storymodus. Im Training oder Versus-Modus kann man sich zudem wie gehabt gegen einen Sandsack oder mit menschlichen Mitspielern austoben. Dafür gibt's jedoch nur 24 Kämpfer zur Auswahl - die Konkurrenz bietet doppelt so viele - und auch nur zwei wirklich neue. Mit dabei sind aber natürlich alte Serienstars wie der Ninja Ryu Hayabusa oder die hübsche Ariane. Genrekennern wird zudem auffallen, dass sich unter die Charaktere auch ein paar Virtua Fighter-Veteranen geschummelt haben. So dürfen wir auch mit Akira in den Ring ziehen. Die Übersetzung zwischen den Spielen gelang dabei sogar überraschend solide.



Solide, aber nicht herausragend

Das Kampfsystem hat sich zwar weiterentwickelt, ist jedoch erstaunlicherweise eher langsamer geworden. Konterangriffe wurden überarbeitet und erfordern jetzt wesentlich präziseres Timing, und das Aneinanderreihen von Kombos ist schwerer. Schade auch: Dead or Alive war zwar schon immer ein Zweier-Team-Spiel, bietet hier aber nichts Neues im Vergleich zu Tekken Tag Tournament 2. Nur abklatschen und ein Teamwurf sind weiterhin möglich, keine richtigen Partnerangriffe oder Wechsel während des Angriffs. Neu ist dafür eine Art Finisher namens Critical Burst, der es erlaubt, besonders spektakuläre Moves aufzuladen, sofern euer Gegner euch nicht daran hindert.

Insgesamt ist der fünfte Teil aber wesentlich weniger einsteigerfreundlich geworden als noch seine Vorgänger. Einmal erlernt, kommt jedoch auch diesmal die Ernüchterung, dass es sich nicht um ein wirklich komplexes Beat 'em up handelt - da hat Tekken die Nase weit vorn. Über den Online-Mehrspielermodus kann man ebenfalls meckern. Der Netzwerkcode des aktuellen Teils wirkt stellenweise wie aus der Steinzeit, so viele unnötige Ruckler während der Kämpfe sieht man in der aktuellen Generation eher selten. Wenn es dann doch mal funktioniert, bietet Dead or Alive hier eigentlich viel. Neben Standard-Matches lassen sich auch Ranglistenspiele absolvieren - und das sogar in Turnieren mit bis zu 16 Spielern.

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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 22 Okt 2012 @ 19:30
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