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Dead to Rights - Retribution: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Irgendetwas ist in Grant City faul, denn auch im vierten Teil der Dead to Rights-Serie herrscht in der Stadt Chaos. Ihr zieht mit Jack Slate und seinem haarigen Hundefreund Shadow erneut in den Kampf gegen Korruption sowie Gewalt und werdet in eine mysteriöse Verschwörung verwickelt. Der Neuanfang der Serie setzt auf genreübliche Spielelemente, kann sich aber nicht gegen die Konkurrenz durchsetzen.

B-Movie und Trash-Charme

Die 1980er Jahre sind vorbei. Gut, meinen die Einen. Die Anderen trauern den herrlichen B-Filmen mit blassen Charakteren und selten oscarreifer Story hinterher. Das ist auch gleich das Stichwort für unseren Test: denn eine filigrane Charakterzeichnung sucht man in Dead to Rights - Retribution genauso vergebens wie eine Blockbuster-Story. Stattdessen setzt man auf ein altgewohntes Rezept: sinnlose Brutalität, Projektile unterschiedlicher Art im Überschuss und so wenig Tiefgang wie nur irgend möglich.



Der arg mitgenommne Jack Slate kommt per Schiff in der fiktiven Stadt Grant City an, welche übrigens hier und da die Züge von New York City annimmt. Nach einigen Auseinandersetzungen kommt er schliesslich einer mysteriösen Verschwörung auf die Spur, die nebenbei noch das Leben seines Vater fordert. Das ganze schreit natürlich regelrecht nach Rache. Der Kopf hinter all dem Bösen ist die geheimnisvolle Union, die es nun auszulöschen gilt. So weit, so banal.

Ein Mann...

Die Story mag trivial vor sich hinplätschern, doch die Spielmechanik ist noch anspruchsloser. Die in zehn Kapitel unterteilte Kampagne schickt euch abwechselnd als Jack und als Shadow durch die dreckigen Gassen Grant Citys. Seid ihr als ersterer unterwegs, gilt es sich mit allerhand Schiessprügel durch die Gegnerreihen zu ballern, wovon ihr allerdings maximal zwei tödliche Argumente tragen könnt. Die andere Methode der Eliminierung besteht darin, eure Widersacher mit gekonnten Faustschlagkombos ins Jenseits zu schicken. Gewürzt wird die Feindbegegnung mit einem Deckungssystem, aus dem ihr sogar blind feuern dürft. Wer allerdings zu lange hinter einem schutzbietenden Objekt verharrt, wird sich aufgrund der teilweise zerstörbaren Level-Architektur bald eine neue Deckungsmöglichkeit suchen müssen. Das Ganze artet jedoch nie in eine Staubschlacht wie in Stranglehold aus, sondern beschränkt sich lediglich auf einige explodierende Autos und zersplitternde Kisten.

Wer des Ballerns müde ist oder schlichtweg keine Waffe parat hat, weil die mitunter rar gesäte Munition ausgegangen ist, muss auf seine beiden Fäuste setzen. Die bereits erwähnten Schlagmanöver wechseln sich dabei wunderbar mit der ballistischen Action ab. Leider stehen bereits zu Beginn des Spiels alle Kombos zur Verfügung, Jack lernt somit im Spielverlauf nicht dazu, was Motivation kostet. Vor allem, weil sich die verschiedenen Angriffsmanöver eures Helden nicht sehr unterscheiden, erscheint das ständige Gebolze mit der Zeit monoton. Willkommen sind da schon die verschiedenen Finisher, die ihr bei erfolgreich ausgeführten Kettenangriffen vom Stapel lassen könnt, an denen man sich aber auch relativ schnell sattgesehen hat.

Die Möglichkeit Gegner zu greifen und als Schutzschild zu missbrauchen beziehungsweise in den Schwitzkasten zu nehmen und mit den Fäusten zu malträtieren, runden Jacks Nahkampfrepertoire ab. Das grösste Problem von Dead to Rights - Retribution ist neben Monotonie seine durchschnittliche Umsetzung - denn das Deckungssystem, zerstörbare Objekte und selbst den Schlagabtausch hat man in anderen Vertretern des Genres schon glanzvoller gesehen. Hier kommt das Spiel einfach nicht über den Einheitsbrei hinaus und zieht in allen Belangen den Kürzeren. Ob es euer haariger Freund Shadow richten kann?


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Mirco Kaempfer


Dead-to-Rights---Retribution
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Mirco Kaempfer am 08 Mai 2010 @ 13:38
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