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Der gestiefelte Kater - Das Videospiel: Review

  Playstation 3 XBOX 360 Wii Nintendo Dual Screen 

Eine Mieze mit Stiefeln, Degen und einer Stimme? Ach, genau: Der berühmte und märchenhafte Gestiefelte Kater. Die Figur aus den Erzählungen der Gebrüder Grimm dürfte fast jedem bekannt sein. Und er ist es auch, der als Sidekick in den Shrek-Kinofilmen für den einen oder anderen Schmunzler sorgte. Das genügte Dreamworks offenbar, um ihm einen eigenen Film zu spendieren. Passend zu diesem hat THQ ein bewegungsfreundliches Abenteuer für Wii, PlayStation 3, Xbox 360 und NDS parat. Dieses wiederum riecht schon ein wenig nach Abzocke. Oder wie es Helge Schneider vielleicht sagen würde: Katzeklo.

Für die Katz

Der Gestiefelte Kater ist zeitlich vor dem ersten Shrek-Teil angesiedelt. Bevor er auf den Oger traf, erlebte er allerlei Gefahren mit seinem Kumpel Humpty Dumpty. Dieser erhielt neben Kitty Softpaws eine Hauptrolle in dem Kinofilm. Das Spiel wiederum setzt nach der Suche nach der goldenen Gans an. Die Aufgabe des Spielers ist es, als Gestiefelter Kater wieder für Recht und Ordnung in San Ricardo zu sorgen und nebenbei goldene Eier sowie magische Bohnen zu finden. Auch Humpty und Kitty treten gelegentlich auf, sind aber in der eigenständigen Geschichte des Gestiefelten Katers nicht besonders häufig präsent. Das dürfte kleine Fans des Trickfilms vielleicht etwas enttäuschen. Auch ist es bedauerlich, dass die Macher vollständig auf Szenen aus dem Film verzichteten. Stattdessen wird der Verlauf vorwiegend mit Comicsequenzen vermittelt. Die sehen zwar schick aus, erzeugen aber nicht ganz so viel Atmosphäre, wie man es sich wünschen würde. Schön wiederum ist die Tatsache, dass professionelle deutsche Sprecher ausgewählt wurden - offensichtlich auch Benno Fürmann, der den Gestiefelten Kater spricht.

Man sollte sich vor Augen halten, dass Der Gestiefelte Kater - Das Videospiel an die 50 Euro kostet. Für den Preis erhält man neben einer hart genommen nicht sonderlich interessanten oder wenigstens gut erzählten Handlung ein Spiel, das man in zwei, drei Stunden beendet hat. Innerhalb dieser Zeit bewegt man sich nicht frei durch die attraktiven und thematisch passenden Schauplätze, sondern wandert wie auf Schienen automatisiert umher. Gegner tauchen ständig auf, die man dann am besten mit dem Degen angreift. Diverse Attacken können ausgeführt werden, ebenso kommen kurzzeitig verwendbare Superfähigkeiten oder das Wegtreten der Feinde hinzu. Das ist überaus simpel und schnell verständlich - auch und gerade für den Nachwuchs. Regelmässig gibt's die berüchtigten Quick-Time-Events, man drückt also bestimmte Tasten oder führt gewünschte Manöver aus. Von Zeit zu Zeit schleicht man umher, rennt über Häuserdächer und erledigt infantil anmutende Aufgaben, die wahrlich keinen Freiraum für Experimente bieten. Das enge Korsett, das die Entwickler hier schnüren, ist im Grunde absolut kindgerecht, aber Erwachsene werden kaum Spass haben. Das liegt an der fehlenden Substanz und den sich regelmässig wiederholenden Elementen. Und dies bei einem ohnehin schon so kurzen Spiel!

Der gestiefelte Kater - Das Videospiel Bild

Die Steuerung

Die PlayStation 3-Variante spielt sich quasi genauso wie die Wii-Version, vorausgesetzt, man besitzt den Move-Controller für seine Sony-Konsole. Mittels wilden oder gezielten Bewegungen zieht man den Degen, holt zum Angriff aus und schlägt die Feinde in die Flucht. Das funktioniert auf beiden Spielkisten nach einer kleinen Eingewöhnung recht gut, von echten Taktiken beim Kämpfen kann aber nicht die Rede sein. Dafür fehlt es schlichtweg an Präzision im Gesamten, die von den Entwicklern eh nicht beabsichtigt war. Für etwas Auflockerung bei den Schlachten sorgt das Schwingen der Krallen oder erwähntes Wegschubsen der Fieslinge mit den eigenen Stiefeln. Wer mag, kann auch nebenbei Vasen zertrümmern oder Schatzkisten ausfindig machen - das geschieht schnell mit Wiimote und Move. Gleiches gilt für das sporadische Gitarrenspielen, um die eine oder andere Katzendame zu beeindrucken. Das ist zwar unglaublich dämlich und nicht witzig, aber vielleicht gefällt das den Kids? Mami und Papi können dann erklären, was ein Casanova ist.

Die PlayStation 3-Version des Titels ist übrigens die einzige Umsetzung, die man auch mit dem klassischen Controller spielen kann. "Kann" ist treffend, denn es empfiehlt sich nicht. Das blöde Herumdrücken auf den Tasten in Kombination mit dem lästigen Drehen des rechten Analogsticks erzeugt nicht im Ansatz Unterhaltung. Wenn, dann sollte man wirklich zu Move greifen - oder es ganz lassen.

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Sven Wernicke

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Sven Wernicke am 10 Dez 2011 @ 17:04
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