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Deus Ex - Human Revolution: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Manchmal sind Fussstapfen mächtig gross, und ein Vorgänger kann da schnell zur Grauen Eminenz werden, an der niemand vorbeiziehen kann. So erging es schon einigen Spielen, deren Fortsetzung gründlich daneben ging, vielleicht auch, weil die Erwartungen der Gamer in das Sequel zu gross waren. Wenn nun aber Deus Ex - Human Revolution gar kein Nachfolger, sondern ein Prequel ist, wird es dann besser? Erfindet man das Rad der Spielewelt neu oder gibt es Altes nur im neuen Gewand? Und was ist mit all denen, die beim Vorgänger noch "Hurra" schrien - müssen sie Veränderungen fürchten, denen sie nicht gewachsen sind? Fragen über Fragen, die Antwort liegt in der Zukunft, genauer gesagt im Jahr 2027.

Vergesst alles, was ihr bislang über Deus Ex wusstet

Ja, das gab es zu Beginn des Jahrtausends schon einmal. Da war doch schon mal ein Spiel auf dem Markt, mit etwas trister, grauer Grafik, aber auch mit vielen Möglichkeiten und vor allem der Wahl, die Welt mit den eigenen Entscheidungen zu verändern. Aber das ist Zukunftsmusik, denn Deus Ex - Human Revolution spielt in der Vergangenheit der Vorgänger, was bedeutet, dass wirklich jeder sich das Spiel ansehen kann. Vorkenntnisse braucht niemand. Es ist der perfekte Einstieg in eine Welt der Zukunft, in der Körperteile und auch Hirnfunktionen durch Implantate, sogenannte Augmentierungen, ersetzt werden. Der Held der Geschichte, Adam Jensen, wird als Sicherheitsexperte in der Firma von Sarif Opfer eines Überfalls und dabei fast getötet. Dass er eine zweite Chance bekommt, liegt nur an der neuen Technik seines Arbeitgebers Sarif Industries, der den Körper durch Augmentierungen wiederherstellt und ihn somit leistungsfähiger macht.



Praktische Sache: Diese technischen Details in und am Körper des Helden können im Laufe des Spiels verbessert und erweitert werden. Da lohnt es sich doch auch, etwas mehr Zeit in das Zocken zu investieren. Beine, Arme, Augen und andere Kleinigkeiten sind technische Wunderwerke. Allerdings müssen wir die Verbesserungen sorgfältig wählen, da nicht unbegrenzt aufgestuft werden kann. Damit wir überhaupt in unseren Körper investieren können, müssen wir in den Missionen, die Adam bestreitet, Erfahrungspunkte sammeln, die dann entsprechend eingesetzt werden. Und mal abgesehen von den Videotutorials, die schon im Hauptmenü auf den Spieler warten, gibt es kaum Zeit zum Eingewöhnen, denn bereits in der ersten Mission geht es gleich zur Sache - und zwar auf allen Ebenen, die das Spiel zu bieten hat.

Zäher Anfang mit billiger Grafik

Oh, wir haben uns wirklich auf den Nachfolger gefreut, weil Deus Ex Standards gesetzt hat, was das Spielen in der virtuellen Welt anbelangt. Deshalb waren wir zu Beginn etwas enttäuscht, weil die Grafik mit "angestaubt" noch sehr wohlwollend beschrieben wird, denn selbst in den Zwischensequenzen haben sich die Entwickler nicht sonderlich viel Mühe gegeben. Gut, Deus Ex stand schon damals nicht für eine grafische Revolution, das ist auch 2011 noch so. Und dann ist da, trotz der gut klingenden Sprecher, noch eine oft fehlende Lippensynchronität. So etwas finden wir immer ärgerlich. Dann lasst das Spiel doch gleich in Englisch und gebt uns Untertitel, so haben wir jetzt das Spiel in Deutsch und auch noch Untertitel in Deutsch, darauf können wir dann wirklich verzichten. Zumal es nicht möglich ist, die Sprache in der PS3-Version einfach mal umzuschalten.

Der Start des Spiels ist zäh, und wir können das nicht einmal begründen. Im ersten Moment wirkt Deus Ex - Human Revolution wie ein weiterer Shooter, obwohl wir vor dem Start der Mission doch angegeben haben, nur das Betäubungsgewehr zu nehmen. Aber zugegeben: Der Fehler liegt bei uns und unserer Ungeduld, denn wer sich intensiv mit dem Spiel beschäftigt und nicht oberflächlich zu Werke geht, der kann auf verschiedene Weisen die Missionen erfüllen. So ist es möglich, mit Adam Jensen fast wie in Splinter Cell im Stealth-Modus unterwegs zu sein. Mit den passenden Augmentierungen, die für Unsichtbarkeit sorgen - nicht für Lautlosigkeit - kann sich dann das Missionsziel im wahrsten Sinne erschlichen werden. In diesem Fall ist wirklich auch Geduld erforderlich, um die Wege der Wachen auszuspionieren und Luftschächte auszuspähen, um eventuell alternative Routen zu finden. Und ganz ehrlich: Auf diese Weise hat uns Deus Ex - Human Revolution am meisten Spass gemacht, weil es sich weitgehend vom restlichen Einerlei abhebt und weil hier für uns deutlich die Stärken des Titels liegen.

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Alexander Boedeker


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Alexander Boedeker am 09 Sep 2011 @ 07:43
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