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Dragon Age - Inquisition: Review

  Playstation 3 XBOX 360 Xbox one 

BioWare ist spätestens seit dem Erfolg von Baldur's Gate, Neverwinter Nights oder Star Wars: Knights of the Old Republic jedem Spieler als Rollenspielschmiede bekannt. 2009 erschien der grossartige erste Teil der Dragon-Age-Serie und reservierte sich und der düsteren Fantasy-Welt sofort einen Platz in den Herzen der Spieler. Dragon Age II konnte dem Erfolgsdruck nicht standhalten und wurde von der Community zum schwarzen Schaf der BioWare-Familie auserkoren. Mit Dragon Age: Inquisition stehen für ein Comeback alle Ampeln auf Grün. Die Kritikpunkte der Spieler hat sich das Entwicklerteam offensichtlich zu Herzen genommen und die mit mehr als drei Jahren deutlich länger ausfallende Entwicklungszeit trägt Früchte. Kann sich Dragon Age: Inquisition einen Platz in der konkurrenzstarken BioWare-Ruhmeshalle sichern?

Urknall in der Rollenspielsuppe

Alles beginnt mit einer Explosion. Die wirft euch nämlich direkt aus dem Hauptmenü in die gerade zu Beginn sehr turbulente Handlung. Die Welt Thedas liegt im Chaos. Zwischen der Kaiserin Celene I. und Grossherzog Gaspard de Chalons ist ein bitterböser Bürgerkrieg um die Macht in Orlais ausgebrochen. Derweil bekämpfen sich auch Zirkelmagier und - deren ehemalige Schutzverbündeten - die Templer, losgesagt von der Kirche, gegeneinander. Der Göttlichen Justinia V., Oberhaupt der Kirche, gelingt es nur mit grossen Mühen, Magier und Templer zu Verhandlungen an einen Tisch zu bringen. Das Friedenskonzil nimmt aber eine unvorhersehbare Wendung. Eine magische Explosion zerreisst den Himmel und öffnet eine Bresche in eine Parallelwelt, durch die hunderte Dämonen in Thedas einfallen. Aber auch ihr, der künftige Held, fallt aus dem Dimensionsriss, natürlich all eurer Erinnerungen beraubt. Magier und Templer sterben in dieser Nacht, doch ihr überlebt und tragt zu eurem Übel auch noch ein seltsam pulsierendes Mal auf eurer Hand. Das sieht natürlich auf den ersten Blick nicht sonderlich gut für euch aus. Die Kirche macht euch für das Chaos öffentlich zum Sündenbock und ihr startet im Spiel, wie soll es auch anders sein, als bewusstloser Gefangener. Während ihr eurer Hinrichtung entgegenschreitet, wird recht schnell klar, dass euer Mal die einzige effiziente Waffe gegen die Dämonenhorden ist und die einzige Möglichkeit, die Dimensionsrisse, inzwischen über das ganze Land verteilt, zu schliessen. Habt ihr eure "Freiheit" wiedererlangt, ruft ihr kurzerhand die Inquisition aus, rechtfertigt damit euer Handeln und den Widerstand gegen die Kirche und zieht daraufhin los, Gefolgsleute, Einfluss, Macht und natürlich eine der beiden im Krieg liegenden Fraktionen für eure Sache zu gewinnen.


Open World, statt Tunnelfahrt

Tatsächlich überschlägt sich die Handlung innerhalb der ersten halben Stunde so unglaublich oft, dass man die Einführung in das Spielprinzip kaum wahrnimmt. Nach dem spektakulären Auftakt, dem ersten Bossgegner und dem ersten geschlossenen Riss dürft ihr euch nun frei in der Spielwelt austoben. Vergleicht man Dragon Age: Inquisition mit seinen Vorgängern, wird schnell klar, was sich geändert hat. Hatten Dragon Age: Origins und Dragon Age II noch ein tendenziell schlauchiges Kartendesign, stets auf den Haupthandlungsstrang gerichtet, ist der aktuelle Serienteil ein Fest für Entdecker. In dem aus Origins bekannten Ferelden und dem benachbarten Kaiserreich Orlais gibt es zehn frei erkundbare Gebiete, die im Laufe des Spiels freigeschaltet und per Schnellreise betreten werden können. Die absolut riesigen Gebiete trumpfen nicht nur mit klimatischer und topografischer Vielfalt (verschneite Berge, karge Küstengebiete, Wüsten etc.) auf, sondern kommen zudem auch mit reichlich Fleissarbeit daher. Gefühlt alle zehn Schritte kommt ein Bewohner Thedas mit einem seiner Wehwehchen, einer vermissten Partnerin oder einer Wolfsplage daher, für die wir natürlich gerne unsere gefährliche Quest zur Rettung der Welt für ein paar Stunden nach hinten verschieben. Aber nicht nur die vielen Neben-Quests oder verschiedene Rätsel, auch die fantastische Landschaft mit ihren Gebirgsketten am Horizont und die hinter jeder Ecke versteckten Schätze laden zu schier endlosen Ausflügen ein. Natürlich verhält es sich wie immer: die offene Welt ist Fluch und Segen in einem. Oft wird man einfach zu lang von einer laufenden Haupt-Quest abgelenkt und die Dramatik und Spannung der Story entfalten nicht ihr komplettes Potential. Leider ist die offene Spielwelt abseits der Quest nicht sonderlich lebendig. Zwar laufen Tiere durch die Wälder und hin und wieder werden wir Zeuge des Konfliktes zwischen Magiern und Templern, aber darüber hinaus passiert nicht viel. Es wäre schön, wenn gelegentlich ein Nicht-Spieler-Charakter (NSC) aktiv auf euch reagieren oder die gigantischen Drachen und Riesen den von den Entwicklern bestimmten Platz verlassen würden. Abseits der Dämonenrisse ist ein Tag in Thedas einfach zu gut durchgeplant.

Dragon Age - Inquisition
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Patrick Recknagel

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Patrick Recknagel am 27 Nov 2014 @ 22:19
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