GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Dragon's Dogma: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Das Action-Rollenspiel Dragon's Dogma soll die Stärken von Resident Evil, Devil May Cry und der Breath of Fire-Serie vereinen, bietet aber im Prinzip nichts Neues. Wir backen uns einen Helden, mit dem wir fortan fleissig Monster kloppen, Erze, Holz und Kräuter sammeln und mit einer vollgestopften Auftragsliste durch eine freie Welt stromern. Am Ende müssen wir nämlich stark genug sein, einen mächtigen Drachenfürsten auszumerzen - ganz wie in Monster Hunter also. Ob das Konzept aufgeht, erfahrt ihr im Test.

Die kreativen Köpfe hinter Dragon's Dogma mögen Koryphäen der Videospielindustrie sein, im Spiel merkt man davon jedoch erst einmal nichts. Schon die Geschichte rund um einen mächtigen Drachenbösewicht ist ein Fantasy-Klischee, wie es nur Herr Tolkien hätte niederkritzeln können. Wir schlüpfen in die Haut eines einfachen Fischers, der zusammen mit seiner Familie friedlich in einem Dorf an der Küste lebt. Doch eines Tages werden wir mir nichts, dir nichts beim Angeln überrascht: Am Horizont bäumen sich Wellen auf, die mit kometenhafter Geschwindigkeit heranbrausen und die am Ufer gelegenen Strandhütten unter ihrer Wucht begraben, als walze sich ein Sumoringer über Plastikspielzeug. Und als wäre das noch nicht genug der Katastrophe, steigt auch noch ein Drache aus dem Meer empor. Die beflügelte Riesenechse zögert nicht lange, stürzt sich auf uns und schabt mit ihrer Kralle unser Herz aus dem Brustkorb. Das hat ihm offensichtlich nicht geschmeckt, denn anstatt zu sterben, können wir fortan mit den Biestern kommunizieren. Der Drache lässt von uns ab, verhöhnt uns als Feigling und stachelt uns damit an, unser Leben lang nach ihm zu jagen.

Dragon's Dogma Bild

Ein typisches Action-Rollenspiel

Ja, das hört sich abgedroschen an, aber Dragon's Dogma will auch nicht mit einer qualitativ hochwertigen Geschichte punkten. Im Mittelpunkt des Spiels steht vielmehr das Abenteuer. Und weil es sich mit zerfetztem Oberkörper und blutiger Visage schlecht abenteuern lässt, dürfen wir uns nach der Einstiegssequenz genretypisch einen Helden zusammenschustern. Neben herkömmlichen Merkmalen wie Statur, Frisur und Körpergrösse, dürfen wir uns für drei verschiedene Charakterklassen entscheiden. Während der Magier im Kampf auf allerhand Hokuspokus zurückgreift, klatscht der Krieger seine Kontrahenten direkt von der Bildfläche. Wer es hingegen heimlich mag, ist mit dem Waldläufer gut beraten. Der Legolas-Verschnitt meuchelt gerne mit seinen Dolchen aus dem Hinterhalt und hält Feinde mit Pfeil und Bogen auf Distanz. Erfreulicherweise unterscheiden sich die Charakterklassen nicht nur optisch, sondern auch spielerisch voneinander. Im späteren Spielverlauf dürfen wir uns sogar auf einen von sechs weiteren Kämpfertypen spezialisieren und so aus unserem Krieger einen magiebegabten Ritter-Mystiker backen.

Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Die Fähigkeitspunkte, die wir zum Freischalten neuer Manöver benötigen, erhalten wir nach jedem Stufenaufstieg. Dazu knüppeln wir entweder Monster, erkunden die Spielwelt oder erledigen Aufträge. Vor allem von letzteren gibt es reichlich. Da sollen wir etwa nach der Tsunamikatastrophe für unseren Dorfnachbar nach Überlebenden suchen und Heilpflanzen pflücken, einen Dieb aus dem Dorf scheuchen, der sich nachts an Vorräten satt isst, oder echsenartige Fischmonster in der Kanalisation abschlachten, damit sich die Wache wieder hinuntertraut. Und dann gibt es ja noch die teils ausufernd langen Story-Missionen. Hier nach dem rechten sehen, dort jemanden eskortieren, irgendwo etwas suchen - unsere Auftragsliste platzt aus allen Nähten und wächst uns zu Beginn schnell über den Kopf.

Dragon's Dogma
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Mirco Kaempfer

Dragons-Dogma
Playstation 3

Dragons-Dogma
Playstation 3

Dragons-Dogma
Playstation 3

Dragons-Dogma
Playstation 3

Mirco Kaempfer am 16 Jul 2012 @ 13:47
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen