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Evolve: Review

  Personal Computer Playstation 4 

Mit dem Mehrspieler-Shooter Evolve will das Team von Turtle Rock Studios an die Erfolge von solchen Spielen wie Left 4 Dead anknüpfen. Die Monsterhatz sah im Vorfeld schon sehr vielversprechend aus. Doch wie spielt sie sich denn nun wirklich?

Alle gegen einen

Auf möglichst leisen, aber dennoch schnellen Sohlen schleichen sich die vier Jäger durch einen dicht bewachsenen Waldabschnitt. Irgendwo hier muss sich ihre Beute aufhalten, doch bisher haben sie nichts entdecken können. Mit jeder Sekunde, die ereignislos verstreicht, steigt die Anspannung innerhalb der kleinen Gruppe. Gerade, als sich ein Gefühl der Resignation einstellen wollte, schreckt plötzlich ein Vogelschwarm auf - keine 400 Meter entfernt. Die Jäger schauen sich kurz an, entsichern ihre Waffen und laufen im Eiltempo auf das Zielgebiet zu. Atemlos keuchend kommen sie wenig später dort an, von der Beute keine Spur. Schon will die Gruppe wieder abdrehen, da stürzt sich ein riesiges Krakenwesen mit wildem Gebrüll auf sie hinab. Panik bricht aus, Schüsse ertönen und Explosionen erschüttern den Erdboden. Der Kampf hat begonnen.

Nein, das ist keine Szene aus einem Actionfilm, sondern stammt direkt aus einer Partie des Mehrspieler-Shooters Evolve. Und dabei haben wir nicht mal sonderlich übertrieben, denn die geschilderten Emotionen sind tatsächlich immer Bestandteil des Spielgeschehen - na ja, zumindest meistens. Das Grundprinzip ist nämlich ebenso simpel wie fesselnd: Vier Spieler schlüpfen in die Rolle von verschiedenen Jägerklassen, die ein riesiges Monster zur Strecke bringen wollen. Der Clou dabei ist, dass diese Kreatur ebenfalls von einem Spieler gesteuert wird. Das altbekannte Katz-und-Maus-Spiel eben, nur in einem neuen Gewand.

Evolve Bild
Schauen wir uns mal die Jägerklassen etwas genauer an. Da gibt es beispielsweise den Schützen, der als klassischer Schadensverursacher fungiert. Der Unterstützer hingegen versorgt seine Kameraden mit schützenden Schilden oder zerlegt die Monster mithilfe eines Lasers. Der Fallensteller ist ebenfalls sehr wichtig, denn nur er kann die riesigen Ungetüme quasi "fangen" und somit in den Kampf zwingen. Ausserdem verfügt er unter anderem über einen Spürhund, der die Fährte des Monsters wittern kann. Wer sich hingegen lieber in der Rolle der helfenden Hand sieht, agiert als Sanitäter. Dieser heilt nicht nur seine Kollegen, sondern kann auch Adrenalinfelder aufstellen oder mit einem Scharfschützengewehr hantieren. Pro Klasse gibt es drei Charaktere mit individuellen Fähigkeiten, die man mit seinem Spielfortschritt freischaltet. Das sorgt für Motivation.

Jeder für sich alleine gesehen ist aber einfach nur ein Spezialist, der im Alleingang nichts gegen das Monster ausrichten kann, sondern nur durch gutes Teamwork. Und genau hier liegt der grosse Knackpunkt von Evolve - oder zumindest einer davon. Wenn ihr gemeinsam mit einigen Kameraden ein gut abgestimmtes Team mit einstudierten Taktiken bildet, ist Evolve einer der besten und unterhaltsamsten Mehrspieler-Shooter aller Zeiten. Das ändert sich jedoch, sobald ihr mit zufälligen Teamkollegen agiert - und das dürfte beim Grossteil der Spieler meistens der Fall sein. Denn wenn einer auf dem Egotrip lieber im Alleingang ins Gefecht zieht und auf das Teamwork pfeift, wird aus den prinzipiell packenden Gefechten schnell nerviges und vor allem frustrierendes Chaos.

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Andre Linken

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Andre Linken am 18 Feb 2015 @ 18:01
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