GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

G-Force - Agenten mit Biss: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Jeder Blockbuster bekommt sein Spiel, so auch G-Force, der Film von Hoyt Yeatman, der aktuell in den Kinos läuft. Ob es sich hier wieder um eine schnelle, billige Filmumsetzung handelt oder ob dabei doch ein gutes Spiel herausgekommen ist, haben wir für euch herausgefunden.

Schweinische Begebenheiten

Es klingt schon kurios, wenn man von Meerschweinchen-Agenten hört, die im Film G-Force: Agenten mit Biss die Menschheit retten sollen. Halb Animations-, halb Realfilm, erleben wir hier eine tierische Truppe von vier Meerschweinchen, einer Stubenfliege und einem Maulwurf. Die putzigen Tierchen wurden mit ordentlich Hightech-Equipment à la Sam Fisher ausgerüstet und können dank einem Sprachmodul mit Menschen kommunizieren. Das Ganze ist ein FBI-Forschungsprojekt, das aber am Anfang vom Film aufgelöst werden soll. Die G-Force ist gerade dabei, eine Verschwörung namens Cluster-Storm aufzudecken. Der Haushaltsgerätehersteller Saberling hat dermassen hoch entwickelte Geräte in seinem Programm, in denen so viel Hightech steckt, dass sie eigenständig handeln können und durch Satelliten untereinander vernetzt sind. Klar, dass diese Geräte dann nicht friedlich dem Menschen dienen, sondern ihn vielmehr vernichten wollen. Das FBI will der Nager-Truppe aber keinen Glauben schenken, und so sind die Tiere erstmal auf sich allein gestellt. Das Spiel geht aber storytechnisch einen leicht anderen Weg als der Film. So übernimmt man im Spiel Darwin, den Anführer der Meerschweinchen. Der Auftrag im Spiel ist die Infiltrierung des Saberling-Gebäudes, um die Aktivierung von Cluster-Storm zu verhindern. Das ist zwar auch im Film die Aufgabe, aber das Eindringen ins Haus ist hier nur der Prolog und der Handlungsstrang geht einen anderen Weg als im Spiel. Letzteres begnügt sich mit der Saberling-Villa und einem FBI-Büro, das im Film nicht vorkommt. Es fehlen also komplett die Flucht der Nager aus dem Labor und der Zoohandlung, das Kennenlernen mit Hurley, der im Spiel einfach ohne Kommentar dabei ist, und vor allem die Vorgeschichte der Tiere.

Ratchet & Clank lassen grüssen

Wenn man den Film gesehen hat, würde man meinen, dass auch das Spiel in Richtung Schleich-Action gehen wird, mit ein paar Elementen aus der Splinter Cell-Serie. Doch die Entwickler sehen das anders. Der Schleichanteil im Spiel ist gleich null und man gibt den Schweinchen lieber allerlei Schusswaffen an die Hand. Das schien wohl einfacher und billiger, als sich ein cooles Gameplay zu überlegen. Zu allem Übel hat man sich noch kräftig am Gameplay von Ratchet & Clank bedient. Okay, diese Spiele sind super, aber die Entwickler von G-Force haben es einfach nicht geschafft, deren Niveau zu erreichen. Man steuert Darwin aus der Third-Person-Perspektive, die anderen Charaktere des Film sind leider nicht spielbar. Sie tauchen nur selten in den Zwischensequenzen auf oder man hört sie über Funk. Einzig die Stubenfliege Mooch kann man noch zusätzlich spielen. Und das ist leider die einzige coole Gameplay-Idee. Per Steuerkreuz kann man die Fliege auswählen und so an Orte gelangen, für die das Meerschweinchen zu gross ist.

Darwin selbst kann wie sein Vorbild Ratchet springen und per Jetpack schweben, auch ein Doppelsprung ist möglich. Zu seinen Waffen zählen unter anderem ein Streugewehr, eine Kanone, die Gegner dazu bringt, auf ihre Kameraden loszugehen, und eine Elektropeitsche. Ja, die kennen wir auch aus oben genanntem Jump'n Run. Die Waffen lassen sich alle per Verkaufsautomaten erstehen und auch upgraden. Um Geld zu bekommen, muss man immer fleissig Kisten zerschlagen und die Hinterlassenschaften besiegter Gegner einsammeln. Die grundlegende Steuerung geht eigentlich recht gut von der Hand, jedoch ist sie mächtig überladen und teilweise sehr fummelig. Beispielsweise hat man auf X, Y und B (Dreieck, Quadrat und Kreis bei der PS3) die Waffen zur Schnellauswahl platziert. Da man im Laufe des Spiels mehr als drei Waffen bekommt, muss man des Öfteren deren Tastenzuordnung erneuern. Es ist schwer, sich nur auf drei Waffen zu beschränken, vor allem, da manche von ihnen zwingend zum Weiterkommen benötigt werden. Auch diverse Doppelbelegungen von Tasten machen die Steuerung nicht gerade einfacher. Zum Glück ist das Spiel auf eher niedrigem Niveau, und so wird das Steuerungsmanko nicht komplett zum Spielspasskiller.


G-Force - Agenten mit Biss
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Stefan Vogel


G-Force---Agenten-mit-Biss
XBOX 360

G-Force---Agenten-mit-Biss
XBOX 360

G-Force---Agenten-mit-Biss
XBOX 360

G-Force---Agenten-mit-Biss
XBOX 360

Stefan Vogel am 29 Okt 2009 @ 16:06
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen