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Lara Croft and the Guardian of Light: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Lara Croft hat einen Knochenjob. Denn keine andere Videospielheldin hat so viele Abenteuer hinter sich gebracht, so viele Höhlen erkundet, Berge erklommen und Feinde niedergestreckt - und ist trotzdem nicht gealtert. Zumindest nicht optisch. Nach über 16 Jahren Erfahrung im Unterhaltungssektor gibt sich Lara erneut die Ehre, diesmal allerdings in einem ungewöhnlichen Spin-Off der Serie. Wir haben unseren Wanderrucksack gepackt und uns in Lara Croft and the Guardian of Light ausgiebig umgeschaut. So viel sei gesagt: die Wanderung hat uns gefallen!

Die Maya haben es drauf. Immerhin gibt es kaum ein vergleichbar indigenes Volk, welches nicht nur Beachtung aufgrund seiner architektonischen Fähigkeiten erntete, sondern auch im Gebiet der Wissenschaft bewandert war, wie niemand zuvor. Es ist also nicht von der Hand zu weisen: die Maya haben viel gewusst. Deswegen erforscht die neugierige Lara Croft in ihrem neuesten Abenteuer wohl auch deren Tempel in Zentralamerika, auf der Suche nach dem legendären Spiegel des Rauchs. Nach so vielen Tomb-Raider-Titeln wäre es allerdings wirklich eine Überraschung, wenn uns eine Story geboten würde, die mehr beim Spieler bewirkte, als allzu notorische Vertrautheit. Und so kommt es schliesslich zur vorhersehbaren Wendung Laras Schicksals, als sie den Spiegel endlich in den Händen hält. Warlord Vazco, der zwielichtige Verbündete Laras, reisst das kostbare Artefakt kurzerhand an sich und lässt nach dessen Berührung einen unheilvollen Fluch frei.

Um nicht zu viel zu verraten: Zwei uralte Gottheiten befinden sich in einem Krieg, und der Spiegel, ehemals das Gefängnis des Bösen, erlaubt nach über 2000 Jahren die Rückkehr der Finsternis. Etwas seltsam mutet hingegen der Charakter Vazco selbst an: Nach seinem recht spärlichen Auftritt verschwindet er für den Rest des Spiels von der Bildfläche - Charakterdesign scheint also nicht die Stärke von Lara Croft and the Guardian of Light zu sein.

Dass die Story eher vernachlässigbar ist, mag man dem Titel aufgrund seiner Herkunft aber noch verzeihen. Lara Croft and the Guardian of Light ist nämlich ein waschechtes Arcade-Spiel und schlägt mit 1200 MS-Punkten zu Buche. Die PS3- und PC-Versionen, beziehbar über das PlayStation-Network beziehungsweise über Steam, erscheinen im Verlaufe des Septembers. Dass ihr es hier nicht mit einem gewöhnlichen Tomb Raider zu tun habt, verdeutlicht auch die ungewöhnliche Isoperspektive, wie sie zum Beispiel in Diablo zum Einsatz kommt. So seid ihr während eures Abenteuers zur Draufsicht verdammt, was aber nicht schlecht sein muss. Wer jedoch die für ihn gewohnte Third-Person-Ansicht bevorzugt, wird sich an die weit entfernte Kamera gewöhnen müssen.

Lara Croft and the Guardian of Light
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Mirco Kaempfer


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Mirco Kaempfer am 10 Sep 2010 @ 09:44
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