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Left 4 Dead 2: Review

  Personal Computer XBOX 360 

Das wohl beliebteste Xbox 360-Kooperativspiel geht nach nur einem Jahr in Runde 2. Ob Left 4 Dead 2 auch wieder solch Ruhm erlangt wie sein Vorgänger, erfahrt ihr in unserem Test.

Als Left 4 Dead letztes Jahr erschien, mauserte es sich schnell zu einem der beliebtesten Kooperativspiele auf der Xbox 360. Doch auch wenn das Spiel mit vier Freunden tierisch Spass machte, so ganz als Vollpreistitel wurde es dann doch nicht von allen anerkannt. Viele böse Zungen behaupteten, es sei eine überteuerte Half-Life 2-Mod. Nun, der Umfang war nicht der grösste und auch die Grafik war nicht die neueste. Das machten dann auch der zusätzliche Survival-Modus und die kostenpflichtige Zusatzkampagne nicht wett. Gross waren auch die Proteste, als Entwickler Valve schon früh den zweiten Teil ankündigte. Nun haben wir Left 4 Dead 2 vor uns und wollen einmal schauen, was Valve so alles in dem Jahr geschafft hat.

4 more Zombies!

Die Handlung sollte eigentlich klar sein. In einer Zombie-Apokalypse macht sich ein Trupp von vier Überlebenden auf, um gerettet zu werden. Dabei müssen sie sich durch Tausende von Untoten kämpfen, die ab und zu von noch gefährlicheren Spezialinfizierten unterstützt werden. Wieder haben wir vier sehr unterschiedliche Charaktere, drei Männer und eine Frau. In Teil 2 wirken die Charaktere aber einen Tick sympathischer, da sie diesmal mit recht witzigen Sprüchen ausgestattet wurden. Mit den vier Zwangsreisenden müssen wir uns also durch fünf kurze Kampagnen schiessen - und diesmal auch prügeln. Neu im zweiten Teil sind die Nahkampfwaffen, die man statt Pistole verwenden kann. Mit Bratpfanne, E-Gitarre oder klassisch mit der Feuerwehraxt metzeln wir uns durch untote Leiber. Nett ist auch die Kettensäge, da werden Erinnerungen an die Tanz der Teufel-Filmreihe wach. Diese Nahkampfwaffen sind zwar nett, aber man hat sich schnell mit ihnen sattgemetzelt und dann greift man doch lieber wieder zu den zahlreichen neuen Waffen wie die AK47 und den Granatwerfer, den der berühmt berüchtigte AI-Director oftmals bei dringendem Bedarf im Level liegen lässt.

Dieser Direktor, der die Zombiehorden wie schon im Vorgänger je nach Spielerverhalten auf einen hetzt, funktioniert immer noch vorzüglich. Selbst die Mitstreiter KI im Solomodus verhält sich ein wenig berechenbarer. In Teil 1 sorgte diese oftmals für Frust. Die Gegner-KI, diesmal schneller und aggressiver unterwegs, verhält sich, nun ja, wie Zombies eben. Die Kampagnen à 40 bis 50 Minuten laufen auch in Left 4 Dead 2 wieder nach Schema F ab: Schlagt euch von Schutzraum zu Schutzraum durch und übersteht im Finale den grossen Zombieangriff. Doch diesmal werden die Episoden mit neuen Gameplay-Ideen aufgelockert. So trifft man beispielsweise nach dem Einkaufszentrum auf einen Waffenladen. Der Besitzer hat sich auf dem Dach verbarrikadiert. Dieser verspricht den vier Überlebenden, ihnen den Weg freizumachen, wenn sie ihm ein Sixpack Cola aus dem Laden auf der anderen Seite der Strasse holen. Das heisst für die Spieler, Cola besorgen und Zombies abwehren. Hat man die Brause in der Hand, kann man nur mit dem linken Trigger schlagen. Ihr seht die Problematik, und dass hier ein gutes Team gefragt ist, zumindest auf den höheren Schwierigkeitsgraden. Der neue Mehrspielermodus namens Scavenger wird auch in einer Kampagne eingeführt. Die Überlebendentruppe muss in einem Finale einen ausgestellten Scavenger-Wagen mit Benzin befüllen. Die Benzinkanister sind quer im Level verteilt und wie bei der Cola kann man während des Tragens nicht seine Waffen benutzen. Im gleichnamigen Multiplayer-Modus spielt man dies gemischt mit dem Versus-Modus. Eine nette Sache.

Teamwork

Natürlich ist Left 4 Dead 2 der Koopkracher schlechthin. Die Kampagnen machen einfach mit vier menschlichen Mitstreitern viel mehr Spass. Genauso auch der bekannte Versus- und Survival-Modus. In Versus tritt man zu viert als starke Spezialinfizierte gegen die vier Überlebenden an. Und im Survival-Modus muss man sich bis zum Tod Horden um Horden Zombies erwehren. Den besagten Scavenger-Modus finden wir hier auch als Online-Modus, genauso den Realism-Modus. Letzterer ist die Hardcore-Variante für alle, die es ganz schwer haben wollen. Hier können zum Beispiel die Gegner enorm viel einstecken, und auch die farbliche Markierung der Teammitglieder fehlt. Wie schon in Teil 1 kann man in Left 4 Dead 2 entweder online oder offline per Splitscreen mit bis zu drei Mitstreitern losziehen. Per Splitscreen kann man auch online loslegen, sprich zwei Leute vor einem Bildschirm mit zwei Leuten online. Alles sehr vorbildlich, wie man sich das für jedes Spiel wünschen würde.

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Stefan Vogel


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Stefan Vogel am 26 Nov 2009 @ 15:45
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