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Lost Planet 2: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Lost Planet: Extreme Condition war beinahe ein perfektes Spiel, mit atemberaubender Grafik, einer spannenden und packend inszenierten Story und gewaltigen Bossgegnern. Als gut gemeinte Dreingabe spendierten die Entwickler dem Titel zeitgemäss auch einen Mehrspielermodus, der es überraschend in sich hatte. Lost Planet 2 macht es nun umgekehrt: Das Hauptaugenmerk liegt auf Multiplayer, die Kampagne ist nun die Beigabe. War das vielleicht die falsche Entscheidung?

Multiplayershooter sind die Zukunft, sagt man. Immer mehr Spieler treffen sich abends auf der ganzen Welt, um gemeinsam fremde Welten zu erkunden, gierige Bösewichte den Garaus zu machen oder spannende Abenteuer zu bestehen. Immer mehr Videospiele verfügen über einen Kooperativmodus, selten steht ein Titel ohne Multiplayer in den Läden. Teamwork heisst das Zauberwort, welches Millionen von Zockern vor den Bildschirm fesselt. Diesen Grundsatz hat man sich offensichtlich auch bei Lost Planet 2 zu Herzen genommen, welches aufgrund des grandiosen ersten Teils ein grosses Erbe antritt. Doch wenn man sich allein auf eine Sache konzentriert, bleiben andere Aspekte meist auf der Strecke. Denn die Fortsetzung macht einiges anders und vieles falsch, kann aber trotzdem begeistern.



Ein Mal Story, bitte!

Lost Planet 2 knüpft mit einigen Jahren Unterschied direkt an die Geschichte des Vorgängers an. Noch immer dreht sich alles um den Himmelsplaneten E.D.N III. Wie es scheint, hat das Thermoprojekt damals grosse Wirkung erzielt, denn neben eisigen Schneelandschaften betretet ihr nun öfter dicht bewachsene Wälder oder gar Wüstenlandschaften. Klingt in erster Linie gut, leider hat man verpasst, die abwechslungsreichen Schauplätze in eine gescheite Geschichte zu packen. Anders ist es nicht zu erklären, warum ihr die meiste Zeit von A nach B lauft, ständig Datenstationen aufbauen müsst und euch aufgrund der Anwesenheit dreier KI-Mitglieder wie auf einem Schlachtfeld eines Mehrspieler-Shooters fühlt. Die Wiederbelebung an einem von euch eroberten Rücksetzpunkt verstärkt diesen Eindruck noch. Überhaupt fängt das Ganze schon im Spielmenü an: einen direkten Einstieg in den Solomodus gibt es nicht. Stattdessen muss in jedem Fall eine Lobby erstellt werden, in der ihr zur Not allein das Spiel startet. Das mag aufgrund der Kooperativoption sinnvoll sein, erscheint aber nicht gerade logisch und eher verwirrend. Andere Genrevertreter lösen das eleganter.

Ihr seid also standardmässig zu viert in der Kampagne unterwegs und tretet einer regelrechten Übermacht an Feinden gegenüber. Zahlreiche Widersacher nehmen euch von allen Seiten unter Beschuss und ballern euch ins Jenseits, wenn ihr nicht zuvor schon von einem Akriden überrollt wurdet. Da euer virtuelles Leben aber sowieso nichts wert ist und die künstliche Intelligenz euer Gegner sich mehr als dümmlich verhält, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihr die abstruse Story, welche in sechs Kapiteln schon Moos ansetzt, durchgespielt habt. Ein Highlight stellen da noch die gewaltigen Akride der Kategorie G dar, welche es natürlich wieder ins Spiel geschafft haben und nur an ihren gelbleuchtenden Schwachpunkten verwundbar sind. Speichern dürft ihr während eines Abschnitts allerdings nicht, was bei den relativ kurzen Sequenzen aber kaum ins Gewicht fallen dürfte. Wer in den netten, aber viel zu seltenen Zwischensequenzen das Gamepad aus der Hand legen will, sei vor den sporadisch auftretenden Quick-Time-Events gewarnt, die zuweilen sehr aufgesetzt wirken.

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Mirco Kaempfer


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Mirco Kaempfer am 25 Mai 2010 @ 09:35
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