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Lost Planet 3: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Der Sommer scheint vielerorts tatsächlich vorbei zu sein. Die Sonnenstunden werden weniger, und gleichzeitig sinkt natürlich auch die Temperatur. Spätestens in einigen Wochen ist es dann wieder einmal so weit, die Winterjacke aus dem Schrank zu holen. Die Videospielserie Lost Planet beweist jedoch schon seit einigen Jahren, dass man sich eigentlich nicht zu beschweren braucht, schliesslich müssen die Charaktere dort die Widrigkeiten eines Eisplaneten überstehen. Mit dem dritten Teil dürfen sich die Spieler ein weiteres Mal warm anziehen. Wir haben geklärt, ob sich der Ausflug in die kühlen Weiten des Weltraums wirklich lohnt.

Kalte Weltraumluft

Das Videospiel Lost Planet wurde seinerzeit als eine Art Action-Blockbuster angekündigt. In der Tat konnten die Macher mit dem Titel wieder einmal ein recht unverbrauchtes Setting bieten und damit so manchen Spieler überzeugen. Zwar blieb der ganz grosse Erfolg aus, doch ein zweiter Teil sollte es richten. Doch da die Fortsetzung eher auf Mehrspieler-Inhalte ausgelegt wurde, waren nicht alle Anhänger gleichermassen begeistert. Umso überraschender war die Ankündigung des mittlerweile dritten Abenteuers, das nun auf den Markt gekommen ist. Auch dieses Mal haben die Entwickler Hand an die Wurzeln gelegt und das zugrundeliegende Spielprinzip in neue Richtungen gelenkt.

Das beginnt etwa schon bei der Handlung, die zeitlich gesehen vor den ersten beiden Serienteilen angesiedelt ist. Daher werden die Ursprünge der Kolonialisierung des Eisplaneten hinreichend aufgeklärt. Dabei folgt man dem Charakter Jim Peyton, der eigentlich nur als einfacher Mechaniker mit begabten Händen sein Dasein auf der Erde fristet. Mit seiner Frau hat er gerade einen Sohn bekommen, doch so richtig geniessen kann er diesen Zustand nicht. Die Aufträge auf der Erde bleiben nämlich aus, und daher beschliesst er, für einige Monate oder gar Jahre Geld auf dem fernen Eisplaneten E.D.N. III zu verdienen. Dort werden nämlich handwerklich geschickte Arbeiter dringend gesucht. Ein grosser Konzern sucht dort vordergründig nach einer Lösung für die Energiekrise auf der Erde, weshalb auf dem besagten Planeten sogenannte Thermalenergie abgebaut wird.



Genau da kommt auch Jim ins Spiel, der kurzerhand mit seinem Arbeits-Mech auf E.D.N. III landet und sich schnell zum Mann für alle Fälle mausert. Zwischendurch werden dann noch die Hintergründe des Konzerns erläutert, die eng mit den oftmals merkwürdigen Geschehnissen, die man alltäglich zu Gesicht bekommt, verworren sind. Obwohl auch diese geschichtlichen Abstecher wirklich nett sind, verlaufen sie nach und nach in eher vorhersehbaren Bahnen. Die Story von Lost Planet 3 lebt vielmehr von dem Charakter Jim Peyton selbst, der als ein überaus sympathischer und ehrlicher Mensch mit nachvollziehbaren Problemen aufgebaut wird. Die vielen Videonachrichten von seiner Frau verhelfen der Figur stetig zu noch mehr Tiefe. Mitverantwortlich für die gelungene Charakterzeichnung, die auch bei den anderen Figuren recht befriedigend daherkommt, ist vor allem auch die deutsche Synchronisation.

Nichtsdestoweniger ist es schade, dass Lost Planet 3 mit all seinem Potenzial letztlich nicht weiss, wo es eigentlich hingehört. Die eisige Einöde eignet sich perfekt, um die Geschichte von Jim zu erzählen. Doch driften die Entwickler immer wieder in Versuche ab, Horrorabschnitte oder ähnliche Einlagen zu untermalen. Solche Passagen sind dunkel und mit einer melodramatischen Musik unterlegt, doch kauft man sie dem Spiel einfach nicht ab. Das liegt auch daran, dass keinerlei Schocksequenzen eingebaut wurden. Hier hätte man einfach ein wenig bodenständiger bleiben und mit dem arbeiten sollen, was bereits gut in der ersten Spielhälfte funktioniert.

Lost Planet 3
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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 12 Sep 2013 @ 06:18
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