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MX vs. ATV Reflex: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Die MX vs. ATV-Serie hat schon einige Teile hinter sich und begleitet auch Offroad-Fans auf der Xbox 360 und der PlayStation 3. 2010 versuchen sie es mit einem neuen Steuersystem, das dem Titel auch seinen Namen gegeben hat: Reflex. Ob es etwas taugt, haben wir für euch getestet.

Reflexe

Zuallererst sollte der versierte MX vs. ATV-Spieler einmal das sehr gut gemachte Tutorial durchlaufen, denn die Entwickler von Rainbow haben sich wieder einmal etwas Neues einfallen lassen. Dort bekommt man vorbildlich erklärt, was es mit der neuen Reflex-Kontrolle auf sich hat. Gesteuert wird nicht mehr nur das Motorrad, sondern diesmal darf man auch zusätzlich den Fahrer kontrollieren. Das heisst, man benutzt beide Sticks gleichzeitig, um seinen Fahrer und sein Bike durch die Offroad-Kurse zu lotsen. Mit dem rechten Stick hat man also die volle Kontrolle über die Neigung des Piloten. Dies lässt noch coolere Moves und perfekt gefahrene Haarnadelkurven zu. Allerdings bedeutet dies eine etwas längere Eingewöhnungszeit, denn auch wenn die Steuerung fast sofort in Fleisch und Blut übergeht, wird man die ersten Rennen über ein wenig Übung benötigen. Ist die Landung nach einem Sprung mal nicht so gut gelungen, wird man nicht gleich vom Gefährt geworfen. Verliert man also das Gleichgewicht, zeigt das Spiel mittels eines grünen Pfeils an, wohin man sich mit dem rechten Stick lehnen muss, um den Fahrer aufrecht zu halten. Hier sind meist schnelle Reflexe gefragt, was aber ebenfalls bald blind beherrscht werden sollte.

Nicht ganz so eingängig ist die neue Tricksteuerung gelungen. Ist man in der Luft, so hält man die linke Schultertaste fest und bewegt den rechten Stick in drei unterschiedliche Richtungen. Erst dann wird ein Trick ausgelöst. Dies geht aber leider nicht ganz so gut von der Hand wie das innovative Reflexsystem. Man muss in der Luft bedacht seine Richtungen wählen und aufpassen, dass man den Stick dosiert benutzt, denn sonst werden längere oder mehrere Tricks ausgeführt. Da man ja nicht immer ewig in der Luft ist, endet das oft in einem Sturz. Allerdings sind so sehr viele unterschiedliche Tricks möglich, die eigentlich alle recht stylisch aussehen. Wer hat schon mal einen Breakdance auf dem Motorradsattel gesehen? Sauber!

Diese Reflexsteuerung ist natürlich auf das Motorrad ausgelegt, aber man kann sie bei den anderen Vehikeln wie Quads oder Buggys auch nutzen. Bei vier Rädern ist diese allerdings nicht ganz so ausgeprägt. Im Test hat sich dadurch das Motorrad als beste Spassmaschine herausgestellt. So gut die Steuerung auch ist, manche Sachen trüben den Spass dann doch wieder. Stürzt man mit seinem Gefährt, so setzt einen das Spiel automatisch wieder auf einen bestimmten Punkt der Strecke zurück. Problem dabei ist, dass dieser oft recht weit hinten liegt. Wenn man die Landung nach einem Sprung verpatzt, wird man viel zu oft direkt auf die Steigung oder Sprungschanze gesetzt, was dazu führt, dass man eine Weile braucht, um wieder Schwung aufzunehmen, getreu der Hangabtriebskraft. Das nervt und ist für den Ausgang des Rennens sehr unvorteilhaft. Hier ist noch dringender Verbesserungsbedarf vorhanden.

Furchen im Acker

Die Vielfalt an Strecken ist gross und abwechslungsreich. So bekommen wir hauptsächlich unbefestigte Strecken im Matsch und Geröll oder aber auch in Schneelandschaften zu Gesicht. Je nach Modi kann man Rennen auf künstlich angelegten Strecken unter freiem Himmel fahren oder auch mal in der Halle. Zusätzlich gibt es noch grosse, frei erkundbare Areale, die mit Herausforderungen gespickt sind. Um die Strecken kennenzulernen, kann man jederzeit die Freie Fahrt wählen und nach Lust und Laune durch das Gehölz brettern. Hierbei werden die freien Areale mit hohen Bergen zum Dauerbrenner. Oft genug erwischt man sich dabei, wie man immer schneller werdend Abhänge herunterdonnert, nur um das tolle Geschwindigkeitsgefühl zu geniessen oder einfach nur spektakuläre Stürze zu verursachen. Stürze sind durch die nette Ragdoll-Animation sehr individuell und unterhaltsam anzusehen. Genauso gestaltet sich der Untergrund, der sich bei jedem Durchfahren verändert: Im Matsch kann man tiefe Furchen ziehen, oder Dreck wird in kleinen Häufchen weggeschleudert, sodass sich jede Runde ein wenig anders anfühlt. So lange die Spielsession andauert, wird man und auch die KI absichtlich oder unabsichtlich die Strecke verändern. So etwas haben wir seit SEGA Rally nicht mehr gesehen und wir können fast gar nicht genug davon bekommen, mit den Reifen im Schlamm zu wühlen.


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Stefan Vogel

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Stefan Vogel am 11 Feb 2010 @ 14:30
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