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Max Payne 3: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Die Herrschaften von Rockstar Games bringen sich dieses Jahr wieder einmal ordentlich ins Gespräch. Während viele Anhänger auf einen neuen Teil der beliebten Grand Theft Auto-Reihe warten, steht jetzt ein weiterer potenzieller Kulttitel in den Regalen. Mit Max Payne 3 wurden riesige Erwartungen geschürt. Wird die Reihe mit dem dritten Videospiel erfolgreich wiedergeboren?

Neue Gefilde

Schiessereien, Explosionen und ohrenbetäubender Krach zählen zu den alltäglichen Dingen eines Actionhelden. Während heutzutage im Kino vielmehr die Geschichten von Comichelden mit Superkräften erzählt werden, erinnert sich manch einer doch nur allzu gern an vergangene Zeiten. Der Zahn der Zeit lässt allerdings auch bei den muskulösen Bleikünstlern nicht locker, wobei einige Personen es doch gerne noch einmal darauf ankommen lassen wollen. Dazu gehört ebenso Max Payne, wobei man den in die Jahre gekommenen Mann wohl kaum als wahren Helden bezeichnen kann. Mit seinen zwei Abenteuern bewegte sich der Protagonist immer wieder zwischen Recht und Unrecht, verfolgte dabei ohne jeden Zweifel auch seine Rachegelüste, und verlor so ziemlich alles, was ihm lieb war.

Der gescheiterte Ex-Cop ist bis heute nicht über seine Vergangenheit hinweggekommen. Anstatt sich ein neues Leben aufzubauen, ersäuft er lieber seinen Schmerz in billigem Whiskey, schluckt Schmerztabletten und frönt schwallartiger Aggressivität. Ein Alltag, der vielleicht zu einer kaputten Leber führt, aber wohl kaum zu einer beständigen Zukunft. Ein alter Kollege sieht das ebenso und überredet den Protagonisten daher, einen neuen Job anzunehmen. Das Angebot klingt verlockend: Ein ansprechendes Gehalt, viel Sonne und die Aussicht auf jede Menge Alkohol. Alles, was er dafür tun muss, ist, eine reiche Familie zu beschützen.



All das wartet aber nicht im bekannten New Jersey, sondern in Brasilien - genauer gesagt in São Paulo. Max übernimmt die Arbeitsstelle und wird damit ein privater Beschützer. Das vermeintliche Glück soll allerdings nicht allzu lange anhalten, und so geht es flott, bis sich die Familie ernsten Gefahren ausgesetzt sieht. Hier kommt es natürlich auf das schiesswütige Talent von Max Payne an. Der Lebenslauf des Protagonisten sagt allerdings eines aus: Schlimmer geht's immer - und genau dieses Motto scheint ein weiteres Mal zum Tragen zu kommen.

Die Handlung des dritten Teils führt den Spieler damit also in ungewohnte Gefilde. Max ist eben alt geworden, und ein Tapetenwechsel tut der Reihe durchaus gut. Die Story bietet spannende Ansätze, und einige Wendungen sorgen dafür, dass man wissen will, wie es weitergeht. Nach wie vor dürfen sich die Spieler über Einblicke in den Kopf des Hauptcharakters freuen. Die Monologe von Max sind gemein und zynisch, unterstreichen manch eine Situation mit einer ordentlichen Würze. Ebenso zeigt sich das Bild eines in Selbstmitleid schwimmenden Charakters, der sein Leben keineswegs im Griff hat. All diese Züge laufen zu einem Strang zusammen und bieten eine packende Atmosphäre. Trotzdem wird schnell klar, dass der Stil nicht mehr ganz so düster wie zuvor ist. Die Wahl des oft hellen São Paulo könnte so manch einem Serienfan bitter auf den Magen schlagen. Nichtsdestoweniger gibt es wie gehabt zahllose dunkle Passagen, wenngleich diese nicht mehr den Unterton vergangener Zeiten repräsentieren können.

Max Payne 3
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Daniel Dyba


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Daniel Dyba am 24 Mai 2012 @ 18:52
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