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Medal of Honor: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Das Genre der Shooter ist seit diversen Jahren auf nahezu allen Plattformen proppenvoll. Besonders militärische Actiontitel stehen ganz oben auf der Liste von Fans, allen voran der lange Zeit unbestrittene König des Genres: Call of Duty. Nach vielen Jahren Abstinenz traut sich jedoch nun auch Electronic Arts wieder in dieses Genre und erweckt eine klassische Spielserie zu neuem Leben. Medal of Honor kehrt im Jahr 2010 auf die Bildschirme zurück und möchte der Konkurrenz das Fürchten lehren.

Der realistischere Weg?

Medal of Honor spielt in keiner fiktiven Welt, sondern konzentriert sich auf reale Begebenheiten in Afghanistan. Dafür wurde das Spiel bereits im Vorfeld stark kritisiert. Die Möglichkeit, im Mehrspielermodus mit den Taliban zu spielen, sorgte für Empörung, besonders in den USA. Aus dem Mehrspielermodus sind die Taliban zwar namentlich verschwunden, doch im Solomodus bleibt alles wie gehabt. In der Rolle diverser Soldaten aus unterschiedlichen Einheiten gilt es, in Afghanistan Feinde aufzuspüren, zu sabotieren und auszuschalten. Dabei gibt es je nach aktueller Rolle in der Tat spürbare Unterschiede in der Spielweise. Während ihr als Ranger die grobe Kelle schwenkt und feindliche Stellungen direkt aushebt, läuft bei der Spezialeinheit Tier 1 alles etwas leiser und vorsichtiger. Dabei dienen euch vor allen Dingen Scharfschützengewehre zur Beseitigung von unerwünschten Gegenspielern, andernfalls ist viel Schleichen angesagt. Die Unterschiedlichen Spielweisen passen dabei gut zusammen und veranschaulichen schön den Vergleich, der heutzutage auch im Fernsehen gerne benutzt wird: Spezialeinheiten sind das Skalpell der Armee.



Ebenfalls in die Kategorie Realismusgefühl fällt die Tatsache, dass ihr während des Spiels Afghanistan nicht verlasst. Anders als bei der Konkurrenz springt ihr also nicht von Land zu Land, sondern kämpft euch durch die abwechslungsreichen Gebiete im Nahen Osten. Auch wenn der Gedanke, nur in einer Region rumzulaufen, eher eintönig klingt, sieht das Ganze in der Realität ganz anders aus. Es gibt Wüstenlandschaften, kleinere Dörfer, Schnee und extrem weitläufige Areale. Der Fortschritt im Spiel wirkt dadurch optisch einheitlich und nachvollziehbar, zumal die Missionen durch die Wechsel der Spielfigur gut ineinandergreifen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge ergänzen sich gegenseitig.

Auch spielerisch setzt EA mehr auf Realismus. Die Call of Duty-Reihe lebt viel von extremen und spannenden Actionszenen, die oftmals eher an einen Actionfilm mit Bruce Willis erinnern, als an eine echte Kriegssituation. Selbstverständlich fliegen euch auch in Medal of Honor Fahrzeuge und andere Gegenstände um die Ohren, doch insgesamt bleibt die Reihe spürbar realistischer. Ob dies nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selber entscheiden. Einige mögen es lieber extrem spektakulär, andere wiederum glaubwürdiger.

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Benjamin Boerner


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Benjamin Boerner am 26 Okt 2010 @ 21:18
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