GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

Metal Gear Solid HD Collection: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Für Xbox-Jünger ist das Kürzel MGS eine ähnliche Hieroglyphe, wie es Halo für PlayStation-Fans sein dürfte. Aber jetzt ist Schluss damit, denn jetzt lebt, kämpft, handelt und "zwischensequenzt" es auch auf der Microsoft-Konsole. Und das gleich dreifach, denn in der Metal Gear Solid HD Collection stehen gleich drei Titel zum Spielen bereit, die als Remake der PlayStation- beziehungsweise PSP-Klassiker in High Definition in neuem Glanz erstrahlen - für PS3-User gibt es die Collection natürlich auch. Dass dabei eben auch der Zahn der Zeit ein wenig Fäulnis mit sich bringt, ist wohl angesichts des Alters oder der Herkunft der Originale kaum zu vermeiden.

Für die ganz Unwissenden: Metal Gear Solid gilt als Begründer der Stealth-Spiele: Lange bevor Sam Fisher mit dem Nachtsichtgerät auf Tour ging, war Solid Snake in einer Third-Person-Sicht schon lautlos und möglichst unentdeckt unterwegs, um seine Missionsziele zu erledigen.

Moment, wo ist denn hier der Anfang?

Tolle Sache, es gibt also endlich den Spion Solid Snake auf der Xbox. Äh, nein, nicht so ganz, denn in der HD-Collection sind drei Teile enthalten: Metal Gear Solid 2 - Sons of Liberty (2002), Metal Gear Solid 3 - Snake Eater (2005) und Metal Gear Solid - Peace Walker (2010). Es fehlen also Teil 1 von 1998 und Teil 4 von 2008. Den ersten Teil, der damals noch auf der PSone erschien und eben jenen Solid Snake als Protagonisten mitbrachte, hätten wir gerne mal in HD gespielt, aber man kann eben nicht alles haben. Dafür gibt es allerdings die beiden Urversionen der Spiele, die damals (1987) für MSX-Computer erschienen sind, mit auf den beiden DVDs, wenngleich das auch mehr nostalgischen Charakter hat - spielerische Perlen sind das heute nicht mehr. Am Umfang gibt es aber dennoch nichts zu meckern, wenn wir uns für rund 40 Euro diese reichhaltige Sammlung zulegen. Dass die einzelnen Titel selbst auch jeder für sich viel Tiefgang und Spielzeit zu bieten haben, dürften die Kenner der PlayStation 2-Originale bereits wissen.

Der bereits erwähnte Solid Snake stirbt dummerweise gleich zu Beginn von Teil 2. Danach übernimmt Raiden die Hauptrolle - ein junger Agent, der im Jahr 2009 (damals noch in der Zukunft), auf der Meeresreinigungsanlage Big Shell den amerikanischen Präsidenten Johnson befreien soll. Die Entführer nennen sich Sons of Liberty und werden angeblich von Solid Snake geleitet. Das Ganze ist dann so verzwickt und verdreht - verwegene Machenschaften und Marionetten geben sich die Klinke in die Hand -, dass wir aufpassen müssen, nicht den Faden zu verlieren. Und am Ende ist dann wieder alles anders, als gedacht.



Okay, also auf zu Teil 3, wo man wieder nicht Solid Snake, sondern diesmal seinen Vater Naked Snake steuert - an Abwechslung mangelt es definitiv nicht. Die Handlung spielt in den 1960er-Jahren, und der gute Papi wird in die UdSSR geschickt, um einem Wissenschaftler zum Überlaufen zu verhelfen. Aber der Plan geht schief und Naked Snake deckt eine Verschwörung auf, an deren Spitze seine Vorgesetzte zu stehen scheint. Wieder einmal wird es schräg und verworren, Naked Snake muss einige Personen töten, eher er hinter das Geheimnis des ganzen Plans kommt.
In Peace Walker sind wir wieder mit Papa Snake unterwegs - diesmal im Jahre 1974 in Costa Rica mit einer Söldnertruppe, die er selbst aufgebaut hat. Gemeinsam mit der CIA wird im Dschungel Agenten der Garaus gemacht, die neue Waffen testen - darunter ein Kampfroboter namens Peace Walker. Was die Geschichte anbelangt, so bleibt dieser Titel hinter den anderen beiden weit zurück. Dafür legt er klar den Fokus auf Kooperation, weil jede Mission zu viert bestritten werden kann.

Metal Gear Solid HD Collection
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Alexander Boedeker


Alexander Boedeker am 21 Feb 2012 @ 15:49
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen