GBase - the gamer's base

Header08
oczko1

MotoGP 10/11: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Der Frühling ist die Zeit, in der Zweiradfreunde ihre Boliden wieder aus dem Winterquartier holen und die ersten Runden des Jahres drehen. Capcom denkt genauso, und bei uns flatterte das neue MotoGP 10/11 herein. Da liessen wir es uns nicht nehmen, auch virtuell die ersten Motorradrunden zu drehen.

Der Weg zum Profi

Beginnen wir unseren Bericht mit dem Herzstück von MotoGP 10/11, der wie bei fast jedem Sportspiel der Karrieremodus ist. Hier geht man auch klassisch den Weg vom kleinen Noname zur Weltspitze des Motorradzirkus. Doch der Weg dorthin ist lang, und so suchen wir uns erst einmal eines der Lizenzmotorräder der 125er-Klasse aus. Später kann man dann in die höheren Klassen der 250er und MotoGP aufsteigen. Allerdings fangen wir unsere Karriere nicht als Zweitfahrer in irgendeinem Team an, sondern gründen gleich ein eigenes. Dieser Manageraspekt macht dann den Karrieremodus sehr interessant. Nachdem man sich für einen Motorradhersteller sowie den Namen und die Farben des Teams entschieden hat, startet auch schon das erste Rennen der Saison.



Man kann vor jedem Rennen aufs Neue entscheiden, welchen Schwierigkeitsgrad man möchte, der die diversen Fahrhilfen aus- oder anschaltet. Also keine Angst vor Experimenten. Wir haben alle Stufen einmal Probe gefahren und hier findet sich für jeden Spieler etwas Passendes, vom Anfänger bis zum Profi. Vor jedem Rennen kann man wie im echten Rennsport das Training und die Qualifikation fahren.

Die ersten Runden fühlen sich von der Steuerung her recht gut an. Auch das getrennte Bremsen mit Vorder- und Hinterbremse geht bei MotoGP 10/11 sehr gut von der Hand und man findet schnell das Gefühl für das Zweirad. Es fühlt sich, trotz der arcadelastigen Steuerung, realistisch an, auch wenn das Spiel noch weit von einer richtigen Simulation entfernt ist. Nur das Kollisionsverhalten ist manchmal etwas seltsam. Sieht man sich manch Unfall noch mal in Zeitlupe an, ist nicht immer ganz nachvollziehbar, was genau passiert ist. Der Kontakt mit Gegnern geht zudem meist ungewohnt glimpflich aus. Dafür beschweren sich die KI-Fahrer mit Gesten beim Verursacher. Per Steuerkreuz kann man auch zurückgestikulieren, was aber keine spielerischen Auswirkungen hat.

Erfolg, Geld und Ruhm?

Nach dem ersten Rennen fliesst auch schon das erste Geld, je nach Erfolg, in die Teamkasse. Nun stellen wir erst einmal einen PR-Manager und einen Mechaniker ein. Ersterer kümmert sich um Sponsorenverträge, die je nach Fähigkeit mit besseren Konditionen versehen sind. Auch die Mechaniker haben Fähigkeiten und Stufen. Die Schrauberlinge können mit Verbesserungen am Motorrad beauftragt werden, was je nach Können schneller oder langsamer vonstatten geht.

Anhand einer Zeitleiste hangeln wir uns von Rennen zu Rennen, fahren Vorschau-Events und lassen das Team arbeiten. Natürlich ist der Füllstand der Teamkasse von den Erfolgen des Spielers abhängig, denn die Angestellten wollen auch bezahlt werden. Einfache Regel: Je besser man fährt, desto besser kann man das Team und sich selbst ausrüsten.

Leider ist der Karrieremodus von der Präsentation her ziemlich trist, genau wie die übrigen Modi. Keine Siegerehrung, keine Ehrenrunden mit Gejubel oder gar irgendwelche Ereignisse rund um die Strecke. Und das ist der Knackpunkt von MotoGP 10/11, der ihm höhere Wertungen verwehrt.

Coole Sache am Rande: Man kann jederzeit einen menschlichen Spieler als zweiten Teamfahrer ins Spiel holen. So kann man wie in echt zu zweit die Rennen für sein Team bestreiten und so auch einen kleinen Schuss Taktik einbringen. Leider geht diese Karrierekooperation nur offline via Splitscreen.

MotoGP 10/11
Game-Facts

Game-Abo
 Was ist das?


Stefan Vogel

Tags:
Moto GP

MotoGP-10-11
Playstation 3

MotoGP-10-11
Playstation 3

MotoGP-10-11
Playstation 3

MotoGP-10-11
Playstation 3

Stefan Vogel am 08 Apr 2011 @ 08:10
Kaufen
oczko1 Kommentar verfassen