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NHL 11: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Gänzlich ohne Konkurrenz auf der Xbox 360 und der PlayStation 3 veröffentlicht EA Sports die Eishockeysimulation NHL 11. Der hartnäckige Wettbewerber 2K Sports überlässt die Eisfläche kampflos auf den beiden Konsolen und konzentriert sich stattdessen lieber auf die Wii. Stagniert die NHL-Reihe ohne den Einfluss des Marktbegleiters nun oder kommt es gar zu einer weiteren Steigerung der bereits sehr guten letztjährigen Version?

Auf den ersten Blick scheint sich gar nicht so viel geändert zu haben. Zu Beginn gibt es sogar das gleiche langweilige Tutorial zu erleben wie auch schon in der vorherigen Version. Auch im Menü erkennt man bewährte Spielmodi wieder. Schnelle Spiele, verschiedene Turniere, Playoffs, Saisons und der Be-A-Pro-Modus - die gewohnte, jedoch nach wie vor umfangreiche Palette an Möglichkeiten ist vorhanden. Lediglich Kleinigkeiten wurden an den Modi verändert, wie beispielsweise die Einführung der Juniorenligen im Be-A-Pro-Karrieremodus oder der aus der FIFA-Reihe bereits bekannte Ultimate-Modus, bei dem das Sammeln und der Einsatz von Karten als zusätzliche Herausforderung locken. Besonders online macht der Modus allerdings wenig Sinn, da man die Karten auch kaufen kann. Allein sportliche Erfolge wären als Anreiz für die Sammelleidenschaft mit Sicherheit reizvoller gewesen, so verkommt es zu einem Spass für Spieler mit grösserem Taschengeld oder gutem Gehalt.



In spielerischer Hinsicht zeigen sich die Optimierungen erst nach und nach. Absolviert man lediglich ein paar Matches, könnte man auf die Idee kommen, dass EA Sports nur wenig verändert oder gar verbessert hat. Doch dem ist nicht so! Das komplette Spielgefühl wurde umgekrempelt! Hatte man in der Vorjahresversion noch oft den Eindruck, dass die KI in den Spielen oftmals gleiche Laufwege und Strategien anwandte, die man spätestens im letzten Drittel knacken konnte, zeigen die von der KI gesteuerten Teams nun, dass sie erheblich mehr Varianten im hektischen Geschehen draufhaben.

Da drehen die Angreifer auch mal ab, wenn sie erkennen, dass sie nicht so ohne Weiteres über die blaue Linie der verteidigenden Mannschaft stürmen können, weil die Verteidiger perfekt den Raum dichtmachen. Ein entsprechender Neuaufbau wird dann über den Center neu eingeleitet, prima. Allerdings ist die Abstufung der Schwierigkeitsgrade erneut etwas merkwürdig geraten. Knallt ihr beispielsweise den Goalies im mittleren Modus die Pucks nur so um die Ohren, ist es nur ein Level höher bereits ein gänzlich anderes Erlebnis im Angriffsdrittel, weil euch die Verteidigung knallhart rannimmt und euch kaum Luft zum Ausholen für einen fulminanten Schlagschuss lässt.

Selbst mit den Standardeinstellungen machen die Spiele bereits viel Freude. Im Gegensatz zu früher muss man nicht zuerst sämtliche Regler verschieben, bevor man endlich halbwegs authentischen Sport auf dem Bildschirm erleben darf. Erfahrene Kufenflitzer erstellen sich im Spielzugeditor eigene Strategien und Laufwege, die besonders in Online-Partien für überraschende Manöver sorgen können.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 02 Okt 2010 @ 09:43
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