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NHL 12: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Die Zeiten, in denen die NHL-Serie auf dem PC zu den besten Sportspielen zählte, sind vorbei. EA Sports setzt seine Eishockeysimulation nur noch für die Konsolen um. Das mag mancher Sportfan bedauern, ändern wird sich so schnell aber nichts daran. Xbox- und PlayStation-Spieler bekamen dennoch in den letzten Jahren hervorragende Umsetzungen des knallharten weissen Sports geboten. Doch bei NHL 12 muss man schon genauer hinsehen, um die Neuerungen entdecken und schätzen zu können.


Ein neues Spielgefühl

Optisch hatten die Kanadier bereits letztes Jahr hervorragende Arbeit geleistet. Mit diesem Grundgerüst konnte man problemlos auch an die Programmierung des neuen Teils gehen. Dennoch sieht das Spielgeschehen nur auf den ersten Blick identisch aus und hört sich durch die Kommentierung von Gary Thorne und Bill Clement auch gleich an. Auf dem Eis zeigt sich bereits nach wenigen Partien, woran EA Sports in den vergangenen Monaten gearbeitet hat. Das Gameplay bekam einige tolle Optimierungen spendiert, welche das Eishockey-Erlebnis authentischer denn je rüberbringen. Bereits beim Bully spürt man, dass es deutlich schwieriger geworden ist, gegen die KI zu bestehen. Vor allem, wenn Stars wie Sedin dort als Kontrahenten aufkreuzen. Gut so, denn in NHL 11 lag die Quote der gewonnenen Bullies viel zu hoch.

EA hat eine neue Physik-Engine integriert. Die Auswirkungen sind schlichtweg als grossartig zu bezeichnen! Checks sind deutlich schwieriger auszuführen, was einerseits daran liegt, dass Körpergrösse und -gewicht sowie die Position des Checkversuchs tatsächlichen Einfluss auf das Ergebnis haben. Aber auch an der geschickteren Vorgehensweise der KI, die sich zwar oft auf den Aussenpositionen an der Bande angreifen lässt, aber auch mal geschickt auszuweichen oder zu passen versteht. Das stumpfe Handball-Powerplay früherer Tage gibt es auch nicht mehr zu sehen - die Angriffszüge sind deutlich variabler und dynamischer geworden.

Den grössten Sprung hat aber die Defensiv-KI hinbekommen. Speziell die Verteidigung direkt vor dem eigenen Tor wurde verbessert. Um zu einem One-Timer aus kurzer Distanz zu kommen, muss man schon ansehnlich kombinieren und sich geschickt im Angriffsdrittel bewegen. Hat man mit peripherem Blick den Angriffskollegen erspäht und sehen können, wie er sich im Zweikampf endlich für kurze Zeit einen winzigen Vorteil verschaffen konnte, ist es Zeit für einen gut getimten Pass. Schlagschüsse lassen sich aber nicht mehr so leicht ausführen wie früher. Steht euer Spieler nicht gut positioniert zum Puck, semmelt er auch mal daneben und der Scheibengewinn für die Verteidigung ist die logische Folge. Die kluge Vorgehensweise in der Verteidigung lässt dem Spiel an der Bande grössere Bedeutung zukommen. Negativ sind uns allerdings die vielen Deflections aufgefallen, allerdings gehen diese glücklicherweise nicht ständig automatisch in den Kasten.

Dafür sorgen auch die Goalies diesmal, denn auch diese wurden kräftig überarbeitet. Neue Bewegungen, die den Tormann agiler und realistischer werden lassen, sorgen dafür, dass man sich auch als erfahrener NHL-Recke umstellen muss, wenn man zum Torerfolg kommen will. Dafür entschädigt das neue Bewegungsrepertoire des Torhüters aber auch damit, dass ein Goalie sich mit Wunderparaden den Puck nicht noch holt, obwohl er längst ausgespielt wurde. Klasseparaden gibt es dennoch viele zu bewundern, nur die unhaltbaren sind jetzt auch wirklich öfter drin, als in früheren Versionen.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 22 Sep 2011 @ 19:20
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