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NHL 13: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Die Spieler stehen sich gegenüber, wir konzentrieren uns auf die Hand des Linesman. Der Puck fällt zu Boden, wir versuchen den Puck zu erobern und auf unseren Hintermann zu spielen. Doch das misslingt - die KI gewinnt das Bully. Und das nächste, und auch das nächste. Und noch einmal. Ja was ist denn hier los? Sind wir nach so vielen Jahren plötzlich zu doof, ein Bully bei der NHL Serie zu gewinnen?

Drop the Puck!

Nein, liebe Freunde des einzig wahren Männersports, lediglich das System wurde seitens EA Sports zu unserer Überraschung geändert. Gut, hätten wir mal brav die Produktinformation im Vorfeld gelesen, wäre uns das direkt aufgefallen. Aber hey, wer liest heutzutage vor dem Spielstart noch die Verpackungsrückseite? Das neue System lässt euch nun die Schlägerposition vor dem Bully bestimmen und auch die Körperposition, um die Scheibe per Rangelei zu erobern. Doch so interessant sich dieses neue System zunächst auch spielt, es hat auch seine Nachteile. So ist es nun nicht mehr möglich, den Puck auf die beiden direkt neben dem Spieler platzierten Stürmer zu spielen. Stattdessen passt ihr grundsätzlich auf die beiden Verteidiger. Das ist jetzt nicht tragisch, nimmt aber speziell in Matches gegen menschliche Gegner einen Überraschungsmoment weg. Das alte und über Jahre bewährte Bully-Gameplay hätte nach unserem Dafürhalten keiner Änderung bedurft.

NHL 13 Bild
Egal, das Bully ist selten spielentscheidend. Werfen wir also unseren Blick auf das restliche Geschehen auf dem Eis. Und da hat sich in der Tat einiges getan. Zwar gleicht das Spiel auf den ersten Blick dem Vorgänger wie ein Ei dem anderen. Doch im laufenden Spiel erkennt man frappierende, grösstenteils toll umgesetzte Unterschiede und Verbesserungen. Die auffälligste Neuerung stellt dabei das von EA als "True Performance Skating" bezeichnete neue Bewegungsrepertoire der Spieler dar. Das Spielgefühl wird im Vergleich zu den Vorgängern deutlich verändert. Drückt ihr den linken Analogstick länger in eine Laufrichtung, beschleunigt der Spieler entsprechend.

Je schneller ihr werdet, desto schwieriger ist es aber nun, schnelle Wendungen durchzuführen oder auf das Tor zu schiessen. Sogar Rückwärtsbewegungen mit dem Puck am Schläger sind nun wieder möglich, was zu teils absurden Drehschüssen führt. Dennoch ist das neue Laufen realistischer und macht auch mehr Spass als noch in NHL 12. Der Nachteil der neuen Skating-Engine ist jedoch, dass man mit schnellen Flügelspielern rasch in uralte NHL-Taktiken zurückfällt, die man eigentlich schon als verstaubte Akten im Eis-Strategie-Archiv vergammeln liess.

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Markus Grunow

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Markus Grunow am 02 Okt 2012 @ 09:30
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