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Need for Speed - Undercover: Review

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Nach zuletzt eher schwachen Need for Speed-Ablegern stellte Undercover einen Hoffnungsschimmer für die Fangemeinde dar. Most Wanted gepaart mit Schadensmodell und filmreifer Handlung? Grund genug für vorzeitige Freudensprünge. Leider ist das Vorhaben nur teilweise gelungen.

Thriller mit Star-Besetzung?

Dass Electronic Arts ein Händchen für Live-Action-Zwischensequenzen hat, bewies der Konzern schon mit Wing Commander III und IV in den 1990er Jahren. Aktuell scheint die Firma wieder auf den Geschmack zu kommen, verfügt doch neben Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3 auch der neueste Need for Speed-Teil über eine Hintergrundgeschichte mit realen Schauspielern. Auf der Besetzungsliste finden sich durchaus bekannte Namen wie Maggie Q, die euch vielleicht aus Stirb Langsam 4.0 bekannt ist (Stichwort: Fahrstuhlkampf), und Joshua Alba, der Bruder von Jessica.

Der Untertitel lässt es bereits vermuten: In Undercover werdet ihr als verdeckter Ermittler in die illegale Strassenrennszene der fiktiven Stadt TriCities eingeschleust. Das Ziel ist es, an die Köpfe einer Autoschieberbande zu gelangen. Das Vertrauen müsst ihr euch in unzähligen Rennen natürlich erst verdienen, ein zweiter Platz ist nicht akzeptabel. Mit fortschreitenden Erfolgen steigt ihr in der Hierarchie auf und seht in Filmschnipseln, wie die Handlung weitergeht. Zwar sind die schauspielerischen Leistungen der Akteure im Prinzip solide, doch haben die Zwischensequenzen bis auf ein paar mässig coole Sprüche, hübsche Damen und schöne Sportwagen keine mitreissenden Eigenschaften. Da sind die in Spielgrafik gehaltenen Action-Intros vor jedem Rennen packender gestaltet. Schade.

Engine ohne TÜV

Ausnahmsweise nehmen wir den Technikteil schon mal vorweg. Die zum Einsatz kommende 3D-Engine, eine aufgebohrte ProStreet-Technologie, ist nämlich hauptverantwortlich für einen der grössten Schwachpunkte von Undercover. Selbst auf Oberklasserechnern, welche die Systemanforderungen deutlich überschreiten, kommt nämlich kein ordentliches Geschwindigkeitsgefühl zustande. Ständig sorgen Miniruckler und Slowdowns für unnötige Unfälle, vor allem dann, wenn es nötig ist, anderen Fahrzeugen bei hoher Geschwindigkeit auszuweichen. Zwar lässt sich das Fahrgefühl durch ein paar Einstellungen deutlich verbessern, aber mal ehrlich: Welcher ehrliche Käufer hat schon Lust, seine Zeit mit Internet-Recherchen zu verschwenden, damit er sein frisch erworbenes Spiel ordentlich zum Laufen bekommt? Absolut unverständlich, wie ein derart offensichtliches Performance-Problem durch die Qualitätskontrolle gelangen konnte, zumal auch die Konsolenfassungen davon betroffen sind. Pfui!

Wenn wenigstens die grafische Qualität herausragend wäre, wäre das zwar auch keine Entschuldigung, doch zumindest ein kleiner Trost. Stattdessen fahrt ihr durch die zugegebenermassen grosse Stadt und werdet von unschönen Gebäudefronten, aufpoppenden Schatten und einem chronisch glänzenden Strassenasphalt enttäuscht. Immerhin wissen die Wagenmodelle grösstenteils zu überzeugen, und wenn euch die Sonne halb durch ein Stadtpanorama entgegenstrahlt oder Gebirgslandschaften in ein abendrötliches Licht getaucht werden, macht das doch einiges wieder gut.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 04 Dez 2008 @ 00:37
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