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Need for Speed Rivals: Review

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Die in Schweden ansässige Spieleschmiede Ghost Games hat ehemalige Mitarbeiter von Burnout-Schöpfer Criterion an Bord und mit Need for Speed Rivals kürzlich ihr Erstlingswerk auf Basis der Frostbite-3-Engine abgeliefert. Ghost Games soll sich auch künftig als Hauptentwickler um die Need-for-Speed-Reihe kümmern. Ob Rivals, an dem Criterion noch mitarbeitete, ein gelungener Einstand geworden ist, klären wir im Test.

Hinweis: Der Testbericht basiert auf der PC-Version.

Schulpflicht

In Rivals gibt es zwei Parteien: Cops und Racer. Jede hat ihre eigene Karriere mit individuellen Speedlists. Das sind Aufgabenetappen, die es zu erledigen gilt, um in der beiderseits langweilig und uninspiriert präsentierten Story voranzukommen. Aber auch neue Wagen, Lackierungen, Autoteile und Upgrades können dadurch freigeschaltet werden. Zuvor schickt euch das Spiel durch ein langatmiges Tutorial, das ihr zwingend abschliessen müsst und nicht abbrechen könnt, bevor es in die grosse Spielwelt geht. Eisige Gebirgsstrassen, staubiges Wüstenflachland, malerische Wälder, lange Autobahnen und die eine oder andere Kleinstadt sind nach Lust und Laune erkundbar. Über eine Landkarte könnt ihr jederzeit in Wunschgegenden starten und euch ganz in Ruhe umschauen.

Okay, das mit der Ruhe ist womöglich nur bedingt der Fall. Als Racer wird euch das übertriebene Polizeiaufkommen schnell die Sightseeing-Tour vermiesen. Nicht nur, dass die KI-Cops gerne wie Berserker in euch reinkrachen und es danach heisst, der tätliche Angriff sei von euch ausgegangen. Nein, je nach Fahndungsstufe kommen auch noch Strassensperren, Nagelbänder, Helikopter, EMP-Waffen und andere so genannte Verfolgungstechnologie gegen euch zum Einsatz. Was spannend und anspruchsvoll klingt, kann sich je nach Situation auch schnell zum unfassbaren Frustfaktor entwickeln. Etwa dann, wenn ihr dadurch den vorderen Platz im illegalen Strassenrennen einbüsst oder die sauer verdienten Speedpoints (Spielwährung) durch eine Verhaftung verliert. Schnell kommt ihr euch vor, als wärt ihr der meistgesuchte Verbrecher des Landes, so brachial und unbarmherzig werdet ihr gejagt. Das macht ab einem gewissen Punkt kaum noch Spass. Schon gar nicht zu Beginn, wo ihr noch über recht eingeschränkt leistungsfähige Autos und Gegenmassnahmen verfügt.

Als erwischt beziehungsweise gescheitert gilt übrigens auch, wer sich seine Karre vollständig schrotten lässt. Es sollten also stets die Schadensanzeige unten rechts im Auge behalten und so oft wie möglich Tankstellen durchfahren werden. Ein Boxenstopp sozusagen, dessen Schnelligkeit selbst die besten Formel-1-Teams vor Neid erblassen lassen dürfte. Nicht nur die Schäden sind wie von Geisterhand repariert, auch das Nitro für den Turboboost und sämtliche Verfolgungstechnologie sind wieder komplett aufgeladen. Und die Tankstellen können so oft genutzt werden, wie ihr wollt. Schade, dass hier nicht zumindest jeweils ein kleiner Speedpoint-Betrag abgebucht wird. Ihr seht also: Mit dem Realismus nimmt es auch dieses Need for Speed nicht genau. Trotzdem ist es ratsam, gelegentlich eines der Verstecke aufzusuchen, um die erlangten Speedpoints aufs sichere Konto gutzuschreiben und die Fahndungsstufe zurückzusetzen. Ein "Easy Drive" genanntes Menü dient hier als praktisches Navigationsgerät, das bequem während der Fahrt über wenige Tasten eingestellt werden kann. Ob Versteck, Tankstelle oder Events, es weist euch mit visuellen Indikatoren den Weg.

Get rich or die driving

Erst im Versteck ist es möglich, die verdienten Speedpoints zu reinvestieren. Freigeschaltete Wagen stehen nicht automatisch in eurer Garage, sondern müssen mit der Spielwährung gekauft werden. Alternativ könnt ihr aber auch ein günstigeres Modell, das sich eh schon in eurem Besitz befindet, mit Upgrades verbessern. Aus einem im Werkszustand noch vergleichsweise PS-schwachen und schwammig steuerbaren Porsche Cayman S wird mit dem entsprechenden finanziellen Einsatz nach und nach ein flinkes Biest, mit dem sich wunderbar präzise um die engsten Kurven driften lässt. Der Upgrade-Wahn hat allerdings seine Grenzen und ist pro Upgrade-Kategorie nur in maximal fünf Stufen möglich. Wer noch schneller beschleunigen und das volle Potenzial auf der Strasse ausschöpfen möchte, wird also um den Erwerb von Kalibern wie dem McLaren F1 nicht herumkommen. Doch Vorsicht: Manch ein Gefährt bringt standardmässig eine höhere Fahndungsstufe mit sich, die ihr dann jedes Mal aufs Neue am Hals habt.

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Daniel Boll

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Daniel Boll am 20 Dez 2013 @ 02:56
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