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Ninja Gaiden 3: Review

  Playstation 3 XBOX 360 

Wenn das Team NINJA zu einer neuen Herausforderung ruft, können die Fans der Ninja Gaiden-Serie nicht allzu fern sein. Nachdem einer der Schöpfer jedoch nicht mehr an der Entwicklung des dritten Teils beteiligt war, gab es viele skeptische Stimmen rund um die angekündigten Veränderungen des Videospiels. Nun ist das fertige Endprodukt in den Handel gekommen und muss beweisen, dass es die Serie mit frischen Ideen zu neuer Stärke bringen kann.

Ein dreifaches Ryu Hayabusa

Es ist inzwischen der dritte Teil der aktuellen Hauptserie, und die Spielfigur Ryu Hayabusa ist immer noch der wichtigste Bestandteil im Rahmen der Geschichte. Der Protagonist hat in seiner Videospielhistorie nun schon so viel virtuelles Blut vergossen, polygonreiche Gliedmassen abgetrennt und feindliche Ninjas über den Jordan geschickt. Kein Wunder also, dass nicht jeder positiv gestimmt ist, wenn er den Namen dieses mächtigen Drachenninjas zu Ohren bekommt. Ryu hat so vielen Menschen schon Qualen zugefügt - alles nur als Mittel zum eigentlich guten Zweck.

Man könnte dem Hauptcharakter jedoch ebenso vorwerfen, einfach nur ein gesichtsloser Massenmörder zu sein. Gut oder böse? Diese Frage wirft auch der neue Erzfeind von Ryu auf und verflucht ihn kurzerhand, die Qualen zu erleben, die er anderen Personen angetan hat. Diese manifestieren sich im Arm der Spielfigur und sorgen für die eine oder andere nette Sequenz, in der Ryu vor Schmerzen taumelnd in eine Art Zeitlupe gerät. Noch vor diesen Geschehnissen wird Ryu von der japanischen Regierung um Hilfe gebeten. Der Grund hierfür ist ein terroristischer Anschlag, und anstatt Geld oder Ähnliches zu fordern, wollen die Verursacher nur Ryu Hayabusa in die Finger bekommen. Die Zusammenhänge zwischen dem Terror, dem Fluch und der Frage nach Moral muss der Spieler nun selbst ergründen.



Im Kern wirft die Handlung einen interessanten Aspekt auf und hinterfragt erstmals die Handlungen des eigentlich guten Ninjas. Die Umsetzung dessen kommt leider nicht um übliche Klischees herum und verliert sich schnell in Unwichtigkeiten. Die eigentlich spannenden Elemente bleiben auf der Strecke und werden auch vom Gameplay vollends ignoriert. Moralische Entscheidungen kann der Spieler in Ninja Gaiden 3 leider nicht treffen. Stattdessen wird gewohnt munter gemetzelt. Ansonsten ist die Handlung mit ihrer oft fulminanten Präsentation und der gelungenen englischen Synchronisation stellenweise spannend und hat ebenso positive Seiten in petto. Dennoch hätten die Entwickler aus dem Stoff wesentlich mehr herauszaubern können.

Der rote Saft menschlicher Körper fliesst in Ninja Gaiden 3 derweil wie gehabt in rauen Massen. Immer wieder gibt es nette Zwischensequenzen, in denen Körper zertrennt werden oder riesige Explosionen ablaufen. Ganz gleich, ob der Gewaltgrad im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig abgenommen hat: an einer actiongeladenen Präsentation mangelt es diesem Titel sicherlich nicht. In Sachen Optik fehlt es dennoch an Opulenz, die das Geschehen besser hätte unterstützen können. Für ein Franchise dieser Güte wurde in diesem Bereich definitiv zu wenig investiert. Die Areale heben sich nicht sonderlich voneinander ab und verlieren sich in einem Brei aus mässig gestalteten Texturen. Einfach nicht mehr auf Höhe der Zeit und somit ein klarer Negativaspekt.

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Daniel Dyba

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Daniel Dyba am 04 Apr 2012 @ 16:16
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