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Of Orcs and Men: Review

  Personal Computer Playstation 3 XBOX 360 

Als Ork hatte man es in der Fantasy noch nie leicht, sei es als fieser Uruk-hai in Herr der Ringe oder als Standardgegner im Dungeons & Dragons-Universum. Man ist zwar wahnsinnig stark, aber leider auch nicht sonderlich helle. Und ausserdem hat man der Böse zu sein. Die französischen Entwickler von Cyanide und Spiders gehen mit Of Orcs and Men aber erfrischend anders an dieses bekannte Sujet heran.

Innovation voraus?

Anstelle eines strahlenden Helden spielt man den Ork Arkail, ein Mitglied der Blutkiefer, der berüchtigsten Elitetruppe der Orks. Ihm zur Seite gestellt wird der grummelige Goblin Styx, der sich selbst als Überlebender bezeichnet. Gemeinsam erhalten die beiden die Aufgabe, den Imperator zu stürzen, jenen Menschen, dessen Reich dafür verantwortlich ist, dass Orks und Goblins seit Jahrzehnten gnadenlos gejagt und entweder als Sklaven missbraucht oder getötet werden.

Und schon ist man mittendrin im Action-RPG Of Orcs and Men. Man beginnt im Lager der Blutkiefer und gelangt dann in eine namentlich nicht genannte Stadt im Mittelalterstil. Eine der ersten Aufgaben gehört direkt Styx, so muss man durch einen schmalen Gang gehen und das Tor zur Barackenstadt, dem ersten Stadtteil, öffnen. Damit wird auch direkt eine der Stärken von Styx vorgestellt - durch seine geringe Grösse kommt er nahezu überall heran. Meucheln kann er ebenfalls. Arkail hingegen ist der Mann fürs Grobe: Wann immer eine grössere Gruppe Gegner auftaucht, die Styx nicht im Stillen erledigen kann, kommt er ins Spiel. Dabei kämpft er anfangs mit einer simplen Keule, im Spielverlauf kann man auch diverse Äxte und Weiteres erwerben. Man soll ja nicht denken, die Diversität komme zu kurz. Auch wenn sie das tut, zumindest ein bisschen, denn wir hätten uns eine etwas grössere Auswahl an Entwicklungsmöglichkeiten für Arkail und Styx gewünscht.

Ganz individuell

Ein grosser Vorteil bei der Charakterentwicklung von Arkail und Styx sind die vielen verschiedenen Talente, die zur Verfügung stehen. Es gibt drei Grundbausteine: Nahkampf, Spezial und Verteidigung bei Arkail. Für Styx anstelle von Verteidigung den Baustein Fernkampf. Diese Bausteine unterteilen sich in einzelne Fähigkeiten, die man mit beim Stufenaufstieg gewonnenen Punkten verbessern kann. Da gibt es so schöne altbekannte Sachen wie den Mächtigen Hieb oder den Rundumschlag, aber auch Originelles wie den Goblinwurf, mit der Arkail Styx auf erhöhte Plattformen schleudert, um dort positionierte und für ihn unerreichbare Gegner auszuschalten.



Doch neben den Grundfunktionen kann man die einzelnen Fertigkeiten auch aufpimpen. Bei jedem Ausbau wird man vor eine Wahl gestellt: Beispielsweise, ob ein Messerangriff von Styx den Gegner destabilisiert oder stattdessen Blutungen verursacht. So kann man Arkail und Styx trotz auf den ersten Blick geringer Auswahl an Kampftechniken durchaus an den eigenen Spielstil anpassen.
Was die Steuerung betrifft, ist Of Orcs and Men leider ziemlich umständlich geraten. Man navigiert mit den Pfeiltasten, wobei man eine Third-Person-Perspektive vorgesetzt bekommt. Mit der Maus werden Türen oder Kisten geöffnet. Was simpel klingt, wird durch eine schlechte Kamera- und Maussensibilität zur reinen Nervensache. Mit der Zeit gewöhnt man sich zwar daran, doch gerade anfangs verliert man deswegen schnell Kämpfe, was mitunter sehr frustrierend sein kann.
Ebenfalls negativ aufgefallen sind uns die Ladezeiten, die teilweise auftraten, ohne dass ein Gebietswechsel stattfand. Dafür verfügt das Spiel über eine gut auf den - teils happigen - Schwierigkeitsgrad abgestimmte Autospeicherung. Nicht nur vor Bossgegnern wird gespeichert, sondern vor fast jeder grösseren Auseinandersetzung. Ebenfalls erwähnens- und lobenswert: Wenn einer der beiden Spielercharaktere zu weit zurückfällt, wartet der andere - die Bewegung wird hierfür temporär blockiert. Somit gerät man nie allein in Kämpfe.

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Alexander Boedeker

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Alexander Boedeker am 08 Nov 2012 @ 11:07
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